Zu hohe Mieten: Verlängerung der Mietpreisbremse

Zu hohe Mieten: Verlängerung der Mietpreisbremse

Bezahlbarer Wohnraum ist heutzutage beinahe wie ein Sechser im Lotto. Gerade in Großstädten sind die Wohnungen für Normalverdiener kaum mehr zu finanzieren. Aus diesem Grund will die Große Koalition die Mietpreisbremse um 5 Jahre verlängern.

 Maßnahmen zur Mietpreisbremse

Für Mieter ein Anlass zur Freude: Die Spitzen der SPD und Union beschlossen am Sonntag ein Gesetzespacket zur Entlastung von Mietern und Käufern von Immobilien. Die Mietpreisbremse besagt, dass Mieten höchstens 10 % über den ortsüblichen Vergleichsmieten liegen dürfen. Diese Regelung soll bis 2025 gelten. Vermieter müssen sich daran halten- tun sie es nicht, kann es rückwirkend teuer werden.

Die Maßnahmen zur Mietpreisbremse beinhalten die folgenden Aspekte:

  • Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2025. Mieten dürfen bei neuen Verträgen nicht mehr als 10 % über der ortsüblichen Miete liegen.
  • Betrachtungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete soll von 4 auf 6 Jahre verlängert werden. „Das dämpft natürlich das Niveau bei den Mieten“, so Horst Seehofer (CSU).
  • Verstöße gegen die Mietpreisbremse können für Vermieter bedeuten, dass sie rückwirkend für einen Zeitraum von bis zu 30 Monaten zu viel gezahlte Mieten zurückzahlen müssen.
  • Beim Kauf von Immobilien sollen die Gebühren für einen Makler künftig zu mindestens 50 % vom Auftraggeber getragen werden und nicht komplett vom Käufer der Immobilie übernommen werden.
  • Gesetzesentwurf soll die Option zur Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen begrenzen.

Mehr Raum für Mietwohnungen

Außerdem entschied die GroKo, dass die Bundesregierung 100 Millionen Euro zur Reaktivierung von Brachflächen für Wohnungsbau zur Verfügung stellen und auch die Bahn Grundstücke kostengünstig für Mietwohnungsbau bereitstellen soll.

Titelbild: Marcus_Hofmann/shutterstock.com

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