Nebenkosten um Faktor 3 erhöht.

  • Hallo ihr Lieben,
    ich wende mich mal an euch, weil ich leider kaum Ahnung von Mietrecht habe.


    Mein Mann und ich haben vor einem Jahr ein Haus angemietet. Strom und Gas etc zahlen wir komplett selber. Als Nebenkostenpauschale wurde im Mietvertrag 50€ monatlich angegeben (Versicherung/Müll/Abwasser/Schornsteinfeger).
    Gerade flatterte ein Schreiben bei uns rein, dass die Nebenkosten auf 150€ monatlich erhöht werden und wir die Differenz vom vergangenen Jahr nachzahlen müssen (ca. 800€).
    Wir haben uns natürlich beide sehr erschrocken, mein Mann möchte einen Anwalt einschalten- ich bin jedoch unsicher, ob das Verhalten des Vermieters (privat) nicht rechtmäßig ist.
    Zusätzlich habe ich gelesen, dass man im Grunde kaum Mietschutz hat, wenn man ein komplettes Haus anmietet und im Prinzip nur das bindend ist was im Mietvertrag steht.
    Kann mir da jemand weiterhelfen?


    Ganz liebe Grüße und vielen lieben Dank :)

  • Zitat

    Zusätzlich habe ich gelesen, dass man im Grunde kaum Mietschutz hat, wenn man ein komplettes Haus anmietet und im Prinzip nur das bindend ist was im Mietvertrag steht.


    Da hast Du was falsches gelesen oder verstanden.


    Was genau steht denn im Vertrag zu Nebenkosten?


    Ein Scann der entsprechenden Seite, nicht zu klein und persönliche Daten unkenntlich gemacht, wäre hilfreicher als jede "Interpretation".


    Ob ein Vermieter privat ist oder nicht, ist völlig egal.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari


  • Hallo,


    du schreibst von einer Nebenkostenpauschale, steht das auch so im Mietvertrag?


    Wenn ja, sind mit Zahlung dieser Pauschale alle Nebenkosten abgegolten, Forderungen aus vergangenen Wirtschaftszeiträumen kann der Vermieter nicht versäumen, zumal er es war, die Nebenkostenpauschale aufgrund gestiegener Kosten anzupassen.


    Das ist keine Abrechnung, weil eben mit Zahlung einer vereinbarten Pauschale eine zeitgleiche Abgeltung einhergeht.


    Also, wenn ihr euch nicht ärgern wollt, dann lasst euch wenigstens bei einem Anwalt für Mietrecht erstberaten, gegebenenfalls beauftragt ihr ihn.


    Gruß
    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!

  • Hallo Mabinog,


    Stellung nehmen können wir erst, wenn wir den MV und die NK-Nachforderung gelesen haben.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • Betriebskostenpauschalen können angepasst werden, wenn der Vermieter erklärt, dass die bisherige Pauschale nicht ausreichend ist (Vgl. § 560 (1) BGB).


    Zitat

    und wir die Differenz vom vergangenen Jahr nachzahlen müssen (ca. 800€).


    Nachzahlungen müsst Ihr definitiv nichts. Wenn Pauschalen vereinbart worden sind, muss der Vermieter nicht abrechnen, ergo der Mieter nichts nachzahlen.
    Wenn er die Pauschale falsch kalkuliert hat, ist das sein persönliches Pech.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.