Mieterhöhung bei Untervermietung

  • Folgende Situation: Vor 2 Jahren habe ich einen Mietvertrag als alleinige Hauptmieterin unterschrieben und mit dem damaligen Vermieter mündlich vereinbart, eines der Zimmer unterzuvermieten.
    Nach einem Jahr gab es einen Vermieterwechsel, der Vertrag wurde vom neuen Vermieter übernommen.
    Nun, ein Jahr nach dem Wechsel, behauptet der neue Vermieter bisher nichts von der Untervermietung gewusst zu haben und verlangt einen Untermietzuschlag, da sich die im Mietvertrag vereinbarte Pauschale angeblich nur auf eine Person beziehe. Solange ich die erhöhte Miete nicht zahle, sei mir die Untervermietung ausdrücklich untersagt. Ist das rechtens? Schließlich war die Untervermietung mit dem alten Vermieter abgesprochen und die Pauschale bezog sich daher immer auf 2 Personen, nur dass der Untermieter eben nicht im Vertrag erwähnt ist. Der alte Vermieter hat sich auch dazu bereit erklärt, mir eine schriftl. Bestätigung darüber zu geben, ist diese nachträglich wirksam?


    Im Internet habe ich dazu das hier gefunden:
    "Auch wenn der Vermieter wechselt, gilt die einmal erteilte Untervermietungserlaubnis weiter. Dies gilt auch dann, wenn die Erlaubnis nur mündlich erteilt wurde oder der alte Vermieter die Untervermietung über längere Zeit widerspruchslos hingenommen hat. In jedem Fall sollten jedoch entsprechende Beweise rechtzeitig gesichert werden."


    Gilt das auch, wenn im Mietvertrag steht, dass Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen des Mietvertrages aus Beweisgründen schriftlich vereinbart werden sollen?

    2 Mal editiert, zuletzt von Chiquita ()

  • Mein Ratschlag:


    Die schriftliche Bestätigung des alten Vermieters sofort einholen, zur Beweissicherung :)
    Kauf bricht nicht Miete. Und die Genehmigung die Du von Deinem alten Vermieter erhalten hast gilt auch bei Deinem neuen Vermieter fort.

  • Mein Ratschlag:
    Die schriftliche Bestätigung des alten Vermieters sofort einholen, zur Beweissicherung :)
    Kauf bricht nicht Miete. Und die Genehmigung die Du von Deinem alten Vermieter erhalten hast gilt auch bei Deinem neuen Vermieter fort.


    J.R. hat's gewusst...:)

  • Mein Ratschlag:


    Die schriftliche Bestätigung des alten Vermieters sofort einholen, zur Beweissicherung :)
    Kauf bricht nicht Miete. Und die Genehmigung die Du von Deinem alten Vermieter erhalten hast gilt auch bei Deinem neuen Vermieter fort.


    Alles klar, das werde ich machen. Gilt das dann auch für einen neuen Untermieter? Also ich hatte die generelle Zustimmung des alten Vermieters unterzuvermieten, nun habe ich eine neue Untermieterin und habe dies dem neuen Vermieter mitgeteilt. Er hatte bereits zugestimmt, meint nun aber, solange ich nicht die verlangte erhöhte Miete zahle, sei mir die Untervermietung untersagt. Allerdings hat sich ja nichts geändert, nur dass der Untermieter jetzt eben eine andere Person ist.

  • Gilt das dann auch für einen neuen Untermieter?


    Hallo Chiquita,


    Ja auch eine generelle UV-Erlaubnis gilt selbstverständlich unverändert weiter.
    Du hast nur ein Beweisproblem bei deiner mündlichen Erlaubnis.


    VG Syker

    Meine Beiträge basieren ausschließlich auf meiner Erfahrung als Vermieter und Immobileneigentümer,
    und stellen nur meine persönliche Meinung zu diesem speziellen und fiktiven Sachverhalt dar.


    Keinesfalls sind meine Antworten als Rechts und/oder Steuerberatung zu verstehen.
    Dieses ist mir weder im realen Leben noch in einem Forum erlaubt.

  • Hallo Chiquita,


    Ja auch eine generelle UV-Erlaubnis gilt selbstverständlich unverändert weiter.
    Du hast nur ein Beweisproblem bei deiner mündlichen Erlaubnis.


    VG Syker


    Daher ja meine Frage, ob eine schriftliche Bestätigung vom Vorvermieter als Beweis ausreicht?

  • Daher ja meine Frage, ob eine schriftliche Bestätigung vom Vorvermieter als Beweis ausreicht?


    Das musst du deinem VM fragen,


    vor Gericht wird so ein Beweis ohne persönliche Aussage des VM
    im Nachhinein vermutlich nur ausreichen wenn diese schriftliche Bestätigung vor einem Notar erfolgt ist.


    VG Syker

    Meine Beiträge basieren ausschließlich auf meiner Erfahrung als Vermieter und Immobileneigentümer,
    und stellen nur meine persönliche Meinung zu diesem speziellen und fiktiven Sachverhalt dar.


    Keinesfalls sind meine Antworten als Rechts und/oder Steuerberatung zu verstehen.
    Dieses ist mir weder im realen Leben noch in einem Forum erlaubt.

  • Das musst du deinem VM fragen,


    vor Gericht wird so ein Beweis ohne persönliche Aussage des VM
    im Nachhinein vermutlich nur ausreichen wenn diese schriftliche Bestätigung vor einem Notar erfolgt ist.


    VG Syker


    Ich hoffe nicht, dass es vor Gericht geht, aber im Zweifel würde der alte Vermieter wohl auch das tun. Habe sogar noch 2 weitere Zeugen, die dabei waren, als wir uns darüber einigten.

  • Hallo,


    ich kann den Optimismus der Vorredner nicht unbedingt teilen.


    Die Frage ist, wie die Schriftform von Nebenabreden im Vertrag formuliert ist. Steht dort "sollen" oder "müssen".


    Wenn Nebenabreden schriftlich erfolgen müssen, dann reicht eine mündliche Vereinbarung nicht aus. Eine Nachträgliche schriftliche Vereinbarung mit deinem alten Vermieter wäre jetzt nicht mehr möglich, da er nicht mehr dein Vertragspartner ist.


    Bei "sollen" wäre dein Problem nicht so groß. Möglicherweise hätte dann aber dein alter Vermieter ein Problem, weil er diese Nebenabrede dem Käufer vor Verkauf nicht mitgeteilt hat. Daraus könnte sich durchaus ein Schadenersatz ergeben. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass dein alter Vermieter nicht mehr ganz so aussagefreudig sein könnte, wenn er merkt, dass es nicht ganz so einfach ist. Dann wird aus einem hilfreichen Zeugnis oft eine pflaumenweiche Aussage.


    Aber, es geht scheinbar nur um die Betriebskostenpauschale. Wie hoch ist denn der Untermietzuschlag?


    Gruß
    H H

  • Bei "sollen" wäre dein Problem nicht so groß. Möglicherweise hätte dann aber dein alter Vermieter ein Problem, weil er diese Nebenabrede dem Käufer vor Verkauf nicht mitgeteilt hat. Daraus könnte sich durchaus ein Schadenersatz ergeben. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass dein alter Vermieter nicht mehr ganz so aussagefreudig sein könnte, wenn er merkt, dass es nicht ganz so einfach ist. Dann wird aus einem hilfreichen Zeugnis oft eine pflaumenweiche Aussage.


    Aber, es geht scheinbar nur um die Betriebskostenpauschale. Wie hoch ist denn der Untermietzuschlag?


    Gruß
    H H


    Im Mietvertrag steht "sollen". Dass er es ihm nicht mitgeteilt hat stimmt nur bedingt. Der neue Vermieter war damals zur Besichtigung in der Wohnung in Anwesenheit des Untermieters (2 Klingelschilder vorhanden), weshalb er es eigentlich auch gesehen haben müsste, dass 2 Leute dort wohnen.


    Er verlangt einen Untermietzuschlag über 40 €

  • Ich hoffe nicht, dass es vor Gericht geht, aber im Zweifel würde der alte Vermieter wohl auch das tun. Habe sogar noch 2 weitere Zeugen, die dabei waren, als wir uns darüber einigten.


    Komisch, komisch(?), dass die Leute heutzutage es nicht schaffen, durch die Verwendung der Schriftform spätere Probleme auszuschliessen...

  • Komisch, komisch(?), dass die Leute heutzutage es nicht schaffen, durch die Verwendung der Schriftform spätere Probleme auszuschliessen...


    Im Nachhinein ist man immer schlauer... Ich war zu dem Zeitpunkt nicht von einem Vermieterwechsel ausgegangen und da es mit dem Vermieter so abgesprochen war, dachte ich nicht, dass es da Probleme geben würde. Nebenbei hat mein damaliger Untermieter noch eine Selbstauskunft beim Vorvermieter ausgefüllt, ist ja sogar ein schriftl. Dokument...

  • Hallo,


    wenn das so ist, sehe ich wenig Gefahr für dich und deinen Ex-Vermieter. Wichtig ist allerdings, dass du dir vom Ex-V. kurz schriftlich bestätigen lässt, dass es eine derartige Absprache gab.


    Gruß
    H H

  • Mal ne generelle Frage, ist ein Untermietzuschlag als Mieterhöhung anzusehen, also gilt da auch die Überlegungsfrist, oder kann der Zuschlag ab sofort verlangt werden?

  • Mal ne generelle Frage, ist ein Untermietzuschlag als Mieterhöhung anzusehen, also gilt da auch die Überlegungsfrist, oder kann der Zuschlag ab sofort verlangt werden?


    Halo Chiquita,


    m.E. sind das eindeutig zwei paar Schuhe.


    Ich würde das so sehen,
    das der Zuschlag ab dem Moment gilt,
    an dem du die Zustimmung zur UVM bekommst.


    VG Syker

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    und stellen nur meine persönliche Meinung zu diesem speziellen und fiktiven Sachverhalt dar.


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  • Im Internet habe ich dazu das hier gefunden:
    "Auch wenn der Vermieter wechselt, gilt die einmal erteilte Untervermietungserlaubnis weiter. Dies gilt auch dann, wenn die Erlaubnis nur mündlich erteilt wurde oder der alte Vermieter die Untervermietung über längere Zeit widerspruchslos hingenommen hat. In jedem Fall sollten jedoch entsprechende Beweise rechtzeitig gesichert werden."


    Gilt das auch, wenn im Mietvertrag steht, dass Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen des Mietvertrages aus Beweisgründen schriftlich vereinbart werden sollen?


    Hallo,


    somit hast du dir die Frage bereits selbst beantwortet, die Frage nun ist einzig in wie weit der neue Vermieter hier einsichtig ist, im schlimmsten Fall wird er wohl Klagen müssen.


    Der Forderung sollte mit dem Hinweis der Erlaubnis und dem von dir geposteten Zitat entgegnet werden und dann auf die Reaktion des Vermieters entsprechend agieren.


    Der in Mietverträgen oft enthaltene Ausschluß der Untervermietung an Dritte ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Vermieters ist unwirksam (BGH in NJW 1991, 1750).


    Somit und auch durch die Aussage des Vorvermieters wäre bei einer rechtlichen Auseinandersetzung die Untervermietungserlaubnis gegeben und auch nachweisbar, hier kann nun der neue Vermieter nicht einfach die bereits erlaubte und miterworbenem Mietvertrag samt Erlaubnis, die Untervermietung einfach untersagen.


    Auf einem anderem Blatt steht dann aber der Zuschlag für die Untervermietung, da hier mietvertraglich keine Regelung stattfand und auch nichts schriftliches formuliert ist, ist der Vermieter berechtigt einen Zuschlag zu verlangen, allerdings keinesfalls rückwirkend.


    Gruß
    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!

  • Auf einem anderem Blatt steht dann aber der Zuschlag für die Untervermietung, da hier mietvertraglich keine Regelung stattfand und auch nichts schriftliches formuliert ist, ist der Vermieter berechtigt einen Zuschlag zu verlangen, allerdings keinesfalls rückwirkend.


    Gruß
    BHShuber


    Dazu habe ich das hier gefunden:


    "Ein Zuschlag darf also nicht erhoben werden, wenn nur ein Personenwechsel eintritt und sich die Zahl der in der Wohnung lebenden Personen gegenüber den Verhältnissen vor der beabsichtigten Untervermietung nicht erhöht (z.B. bei Untervermietung nach Auflösung einer Ehe oder Lebenspartnerschaft und Auszug des Partners/der Partnerin)."


    Nur aufgrund eines Personenwechsels darf er doch jetzt keinen Untermietzuschlag verlangen? Der alte Vermieter hat mir ja schriftlich bestätigt, dass sich die Miete seit Beginn auf 2 Personen bezog.

  • Dazu habe ich das hier gefunden:


    "Ein Zuschlag darf also nicht erhoben werden, wenn nur ein Personenwechsel eintritt und sich die Zahl der in der Wohnung lebenden Personen gegenüber den Verhältnissen vor der beabsichtigten Untervermietung nicht erhöht (z.B. bei Untervermietung nach Auflösung einer Ehe oder Lebenspartnerschaft und Auszug des Partners/der Partnerin)."


    Nur aufgrund eines Personenwechsels darf er doch jetzt keinen Untermietzuschlag verlangen? Der alte Vermieter hat mir ja schriftlich bestätigt, dass sich die Miete seit Beginn auf 2 Personen bezog.


    Hallo,


    wenn du das zweifelsfrei belegen kannst hast du dieses Problem nicht, meine Aussage war lediglich informativ bezogen auf die Nachforderung.


    Gruß
    BHShuber

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  • Noch eine Frage: Muss der Vermieter bei der fristlosen Kündigung, den Kündigungsgrund erneut angeben, auch wenn der Grund in der Abmahnung bereits genannt wurde? Habe nun ein Kündigungsschreiben erhalten, wo lediglich die Rede davon ist, dass ich das (angeblich) vertragswidrige Verhalten nicht abgestellt hätte.

  • Noch eine Frage: Muss der Vermieter bei der fristlosen Kündigung, den Kündigungsgrund erneut angeben, auch wenn der Grund in der Abmahnung bereits genannt wurde? Habe nun ein Kündigungsschreiben erhalten, wo lediglich die Rede davon ist, dass ich das (angeblich) vertragswidrige Verhalten nicht abgestellt hätte.


    Ich halte das für unwirksam, zumindest für streitbehaftet.