Küche bei Reparatur

  • Guten Tag


    bei einer Bekannten ist der Herd kaputt gegangen. Der Backofen geht wohl nicht mehr. So wie mir beschrieben sol es folgende Vertragsklausel geben


    Für die Küche werden monatlich 10 Euro bezahlt und dafür besteht ein "Nutzungsrecht". Dieses wurde wohl auch wurde wohl auch als "Abnutzungskostenbeitrag" oder so ähnlich beschrieben. Die Küche stammt vom Vormieter und wurde wohl vom Vermieter für wenige 100 Euro übernommen. Nun ist der Herd defekt und meine Bekannte soll de Repaatur oder Ersatz bezahlen. Ein Eigenverschulden ist laut meiner Bekannten nicht gegeben.


    Ist das so rechtens oder was kann man noch machen, damit sie nicht auf den ganzen Kosten sitzen bleibt



    Danke

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  • Hallo smisonline2,


    "folgende Vertragsklausel ...:
    Für die Küche werden monatlich 10 Euro bezahlt und dafür besteht ein "Nutzungsrecht"."
    - Ich gehe davon aus, dass die Küche mitgemietet wurde, somit ist der VM gem. § 535 BGB verpflichtet, die Mietsache i.O. zu halten.

  • Hallo,


    erstmal Danke für die schnelle Antwort. Was ich vergessen habe, es soll im Mietvertrag eine Klausel existieren, die sie dazu verpflichtet, diese Reparaturen /Ersatz zu bezahlen.


    Laut JobCenter, die Bekannte empfängt aktuell HartzIV, wäre das rechtens, man könne in einen Mietvertrag schreiben und vereinbaren, was man will.


  • Laut JobCenter, die Bekannte empfängt aktuell HartzIV, wäre das rechtens, man könne in einen Mietvertrag schreiben und vereinbaren, was man will.


    Hallo smisonline2,


    Da hat das Jobcenter zwar nicht ganz unrecht,
    aber zum Mieterschutz sind sehr sehr viele Dinge
    (die Nachteilig für den M sind)
    die man in so einen MV schreibt unwirksam.


    Berny hat es schon kurz und präzise geschrieben:
    Bei Mietobjekten ist der VM zur Instandhaltung verpflichtet.
    Oft wird versucht durch unklare oder schlicht unwirksame Zusatzvereinbarungen dem M die Instandhaltung auf zu bürden,
    insbesondere beliebt separate Leih oder Nutzungsverträge.


    Bei richtigen Leihverträgen besteht die Besonderheit,
    das die Leihe ohne Gegenleistung erfolgt.
    Hierfür also kein Geld zu zahlen ist,
    dann müsste der Leihnehmer allerdings auch die Instandhaltung tragen.


    Sobald aber als Gegenleistung für die Leihe Geld verlangt wird haben wir einen Mietvertrag.
    Ein Nutzungsvertrag gegen Geld ist ebenfalls ein Mietvertrag
    Des weiteren kann man auch hier von einem einheitlichen Mietverhältnis ausgehen,
    dies ist insbesondere bei Kündigungen und Mieterhöhungen relevant.


    So und nun müssen wir noch sehen das der Herd wieder funktioniert.
    Als erstes den VM nochmal schriftlich (rechtssichere Zustellung beachten)
    und unter Fristsetzung (ich halte als letzten Termin den 16.09.2016 für angemessen) auffordern den Herd zu reparieren.


    Des weiteren eine Mietminderung ab sofort bis zur Reparatur erklären
    (%Satz aus dem Internet suchen, und lieber nicht zu hoch rangehen)
    Die Verrechnung der Mietminderung September mit der Miete Oktober,
    sowie nach verstreichen der Frist Ersatzmaßnahmen ankündigen,
    und ebenfalls mit den nächsten Mietzahlungen zu verrechnen.


    Ersatzmaßnahme ist das du den Herd reparieren lässt,
    die Kosten sofern angekündigt darfst du mit der Miete verrechnen.
    Als Ersatz solltest du möglichst gleichwertigen Ersatz beschaffen,
    und nicht ein Luxus Induktions Einbauherd anschaffen
    wenn vorher ein freistehender Herd mit einfachen Elektroplatten vorhanden war.


    VG Syker

    Meine Beiträge basieren ausschließlich auf meiner Erfahrung als Vermieter und Immobileneigentümer,
    und stellen nur meine persönliche Meinung zu diesem speziellen und fiktiven Sachverhalt dar.


    Keinesfalls sind meine Antworten als Rechts und/oder Steuerberatung zu verstehen.
    Dieses ist mir weder im realen Leben noch in einem Forum erlaubt.

  • Vielen Dank, ich werde das mal weiterleiten. Sehe sie aber erst in gut 1 Woche wieder. Falls dann noch was unklar ist, werde ich gerne auf Eure Hilfe zurückkommen


    Danke

  • Hallo,


    ich denke, es lässt sich individual durchaus vereinbaren, dass Reparaturen vom Leiher getragen werden. Eine derartige Vereinbarung wäre nicht zum Nachteil des Leihers, da er als Gegenleistung die Küche extrem günstig bekommt. 10 Euro pro Monat für eine Küche sind wirklich nicht viel. Allerdings würde ich davon ausgehen, dass sich der Ersatz von alten Geräte durch neue nicht durchsetzen ließe.


    Was ich machen würde, ist zu prüfen, ob es in deinem Bundesland bestimmte Vorschriften für Wohnungen gibt. Hier im Hamburg z.B. sind alle Wohnungen mit Herd und Spüle auszustatten. D.h. selbst wenn man eine wirksame Vereinbarung zur Küche hätte, wären Herd und Spüle immer vermietet.


    Unabhängig davon könntest du bei Ebay-Kleinanzeigen nach einem gebrauchten Backofen schauen. Kostet keine 100 Euro und ist bestimmt weniger aufwendig, als sich mit der Sache lange herumzuplagen.


    Gruß
    H H

  • Hallo,


    günstig? Ich weiß nicht. Das sind 120 Euro im Jahr für eine 10 Jahre alte Küche, die vom Vormieter für 600 Euro übernommen wurde. Die Küche hätte der Vermieter dann nach gut 5 Jahren voll durchfinanziert. Was daran günstig sein soll? So ne Rendite kriegt man bei einem Mietobjekt wohl an sonst keiner Stelle:D


    Oder wo gibt es Mieten, womit das Haus nach 5-6 Jahren abbezahlt ist? Ich würde dort sofort ganze Häuserblocks hochziehen;)


  • ich denke, es lässt sich individual durchaus vereinbaren, dass Reparaturen vom Leiher getragen werden. Eine derartige Vereinbarung wäre nicht zum Nachteil des Leihers, da er als Gegenleistung die Küche extrem günstig bekommt.


    Hallo H.Hamburg


    Wenn mit extrem günstig 0 € gemeint ist hast du recht.
    Leihe ist immer unentgeltlich,
    sobald Geld als Gegenleistung fließt sind wir in der Miete.
    Und bei Miete trägt der VM die Instandhaltung


    VG Syker

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  • Hallo,


    günstig? Ich weiß nicht. Das sind 120 Euro im Jahr für eine 10 Jahre alte Küche, die vom Vormieter für 600 Euro übernommen wurde. Die Küche hätte der Vermieter dann nach gut 5 Jahren voll durchfinanziert. Was daran günstig sein soll? So ne Rendite kriegt man bei einem Mietobjekt wohl an sonst keiner Stelle:D


    Oder wo gibt es Mieten, womit das Haus nach 5-6 Jahren abbezahlt ist? Ich würde dort sofort ganze Häuserblocks hochziehen;)



    Ob der Vermieter diese Küche für 600 Euro übernommen hat, spielt doch gar keine Rolle. Wichtig ist, was so eine Küche wert ist. Und selbst eine Billigküche kostet inkl. Einbau gute 3000 Euro. Rechnet man 15 Jahre sind das 1000 Euro Restwert, die du nach 8 Jahren "abgezahlt" hättest. Eine vernünftige Küche ist sogar weit mehr wert. Der Vermieter hat dazu das Risiko, dass die Küche unbrauchbar geworden ist, wenn der Mieter z.B. nach 5 Jahren auszieht.


    Aber mit deinem Vergleich zu einem Haus outest du dich natürlich als Ahnungsloser. Ein Haus ist nicht nach 10-20 Jahren hinüber.


    Syker ist allerdings auch nicht besser. Was denkt ihr eigentlich, wie die Welt funktioniert. Glaubt ihr wirklich irgend jemand würde sein Geld für euch ausgeben, wenn er nicht am Ende selbst etwas davon hätte. Wäre eine nicht untypische Einstellung von Hartz-4 Empfängern.


    Grundsätzlich ist es ohnehin so, dass dein Bekannter irgendeine Vereinbarung unterschrieben hat. Ist es eine Individualvereinbarung, ist sie möglicherweise gültig, ist es keine hat er das Glück, dass er sich nicht an das, was er unterschrieben hat, halten braucht. Dann kann er voll gegen an gehen, statt für kleines Geld einen gebrauchten Ofen zu kaufen. Er wird schon sehen, was er davon hat, da es nur wenige Fälle gibt, in der ein Mieter in einer Wohnung glücklich wird, in der der Vermieter ihn nicht mehr haben will.



    Das war's jetzt aber von mir zu diesem Thema. Macht was ihr wollt, geht gerne voll auf Konfrontationskurs!


    Over and Out
    H H


  • Syker ist allerdings auch nicht besser. Was denkt ihr eigentlich, wie die Welt funktioniert. Glaubt ihr wirklich irgend jemand würde sein Geld für euch ausgeben, wenn er nicht am Ende selbst etwas davon hätte. Wäre eine nicht untypische Einstellung von Hartz-4 Empfängern.


    Ja Ja ...


    Natürlich soll der VM von der vermieteten Küche etwas haben,
    dann aber m.E. alles korrekt und nicht so ein Versuch
    über die Hintertür dem M noch zusätzliches Geld aus der Tasche zu ziehen.


    Ich habe in meinen Wohnungen übrigens ebenfalls Einbauküchen vermietet,
    und weiß auch was sowas kostet.
    Aber eine richtige Kalkulation und schon ist alles in Ordnung.
    Wie im Leben eines Unternehmers üblich.


    VG Syker

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    Keinesfalls sind meine Antworten als Rechts und/oder Steuerberatung zu verstehen.
    Dieses ist mir weder im realen Leben noch in einem Forum erlaubt.

  • Ich möchte Dich(H Hamburg) bitten ab sofort einfach auf andere Threads zu konzentrieren :D Danke. Ich lege keinen wert auf solche, teils beleidigende Antworten. Darüber hinaus widersprichst du Dich alleine von der Logik mehrfach. Der einzige der hier übrigens einen Konfrontatiosnkurs fährt, das bist aktuell du hier :D


    Ach ja und wenn "du" weißt was "sowas" kostet, dann hast "du" ja den Vormieter abgezockt :D Mit "du" war übrigens Dein Liebling gemeint;)


    :D


    Danke für gar nix :D


    PS: Ich persönlich hätte dem Vermieter schon längst meinen Anwalt auf den Hals geschickt. Der hätte sich das nur einmal erlaubt.


    Aber nun gut, die HartzIVer sind eben für manche Vermieter die Eielregendewollmilchsau, denen man alles heute zumuten kann.

    6 Mal editiert, zuletzt von smisonline2 ()

  • Habe jetzt mal ausgiebiger im Netz gesucht und auch beim Mieterverein bzw Anwalt angerufen. . Lieber "Hamburg" du erzählst nur Unsinn :D Aber ganz großen Unsinn:D