Zahle den Strom der Heizung alleine - Ärger mit Vermieter

  • Hallo, grund meines anliegens: Der Hausstrom ist ganz blöd vertreilt. Die Heizungsanlage im Keller läuft über meinen Zähler, was ich alleine bezahle. Das Licht (Hausflur, Kellerflur und das Licht vor der Haustür) läuft über die Nachbarwohnung. Ich habe jetzt ärger mit dem vermieter gehabt, weil ich herausgefunden habe, das in ihrem Waschraum das Licht auch über meinen Zähler geht und ich freundlich gebeten habe, das die mal umgeklempt wird. Vor einigen Monaten hatten wir schonmal ein gespräch wegen den Stromkosten der Heizung.


    Ihm ist das aber scheinbar zu blöd. Der fing aufeinmal an zu schreien und meinte er lässt jetzt einen extra Zähler dahin bauen und die installationskosten und Grundgebühr für den Zähler müsste ich dann alleine Zahlen. Und um das ganze noch ein wenig aufzuwerten will er das zusätzlich noch über die m² abrechnen lassen, dann würde ich mehr zahlen als jetzt.


    Mal zum vergleich. Heizung sind im Jahr knap 910 kwh ( 236 Euro ) und Hausstrom sind drei Birnen a 10 Watt. Also selbst wenn das ganze Jahr lang jeden Tag 30 Minuten lang die Birnen leuchten, wären wir bei 5,46 kwh ( 1,42 Euro ). Der Vermieter ist ja der meinung das wären im Jahr 200 kwh was die an Licht zahlen :confused: . Ihm fiel wohl nix besseres ein. Auf jedenfall sieht man mal den unterschied. Zumal das Licht in der praxis deutlich weniger genutzt wird und wir von Cent statt Euro im Jahr rechnen. Meine wohnung ist zwar 20 m² größer, aber das rechtfertig das nicht. Vorallem habe ich weniger Heizkosten und Warmwasserkosten als die Nachbarwohnung. Zusätzlich stelle ich mir die Frage ob die Abrechnungen richtig abgerechnet werden. Der lässt das über eine Firma machen, die mitsicherheit auch den Energiebedarf der Heizung errechnen und nicht wissen das ich das selbst an meinen Stromanbieter zahle.


    Zu guter letzt meinte er noch, wenn ich mich noch einmal quer stellen würde, dann würde er auf eigenbedarf anmelden. Dann hätte sich das hier erledigt.

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  • Mir fehlt hier auch eine Frage. Unabhängig davon ist der ganze Text komplett verworren. Worum geht es hier? Heizung? Strom?


    Zitat

    Der Hausstrom läuft über die Nachbarwohnung. Ich habe jetzt ärger mit dem vermieter gehabt, weil ich herausgefunden habe, das in ihrem Waschraum das Licht auch über meinen Zähler geht


    Was denn nun? Läuft der Hausstrom nun über die Nachbarwohnung oder über deine?

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Ich habe die Frage(?) auch nicht ganz verstanden, aber Fakt ist, dass nur der Strom, den der Mieter in seinen angemieteten Räumen verbraucht, von ihm gezahlt werden muss. Aller anderer Stromverbrauch von Heizung, allgemeiner Beleuchtung, etc. muss getrennt erfasst (eigener Zähler) werden und kann dann mietvertraglich als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden.


    Für dieses Allgemeinwissen muss ich aber kein Forum befragen, das sollte dir doch der gesunde Menschenverstand auch gesagt haben. Wenn du dich nicht gegen den cholerischen Vermieter durchsetzen kannst, musst du das üben.

  • Mir geht es darum, ob es tatsächlich teuerer für mich wird, wenn er einen extra zähler dahin baut und alles umlenkt. Wegen m² usw, wie er das meinte. Ich kenne mich mit diesen sachen nicht aus. Die kleine Wohnung hat 50 m² und meine 70 m²

  • Schau in deinen Mietvertrag und was dort zur Betriebskosten-Verteilungsschlüssel geregelt ist.
    Zählerkosten sind generell nach § 2 BetrKV umlagefähig. Der Einbau eines Zählers und das Umklemmen m.M.n. nicht.


    Generell ist der Umlageschlüssel qm denkbar und allgemein üblich.
    Du kannst natürlich auch deinen Mietvertrag hier einstellen oder den Unterpunkt im Mietvertrag zu den Betriebskosten hier abtippen.

  • mhhh es sind weder Betriebskosten noch sontige Kosten hinterlegt. Da steht zwar im inhalsverzeichnis "Betriebskosten ( Anlage 1 )", aber der teil fehlt.

  • Manollo,
    auch ich kann mich dem Vorschlag nur anschliessen, die betrefenden Passagen des MV uns mitzuteilen. Wv. Wohnungen hat das Haus, wv. ca. m², wohnt der VM auch dort?
    Abgesehen davon, würde ich die Mängel tabellarisch auflisten, seit wann sie dem VM bekannt sind, wann er Dir mit Eigenbedarf gedroht hat (evtl. Zeugen nicht benennen) und ihn auffordern, sämtliche Mängel zeitnah zu beseitigen. Auf § 535 BGB Bezug nehmen und per Einwurfeinschreiben zusenden oder mit Zeugen in BK einwerfen (Zeuge auf Deiner Kopie bestätigen lassen).
    Halte uns bitte über den Fortgang informiert.

  • Hallo, ok ich habe meinen Mietvertrag mal eingescannt und als pdf erstellt. Hier könnt ihr euch den anschauen


    http://www.directupload.net/file/d/4513/ffr6pcgw_pdf.htm


    edit: Bekannt wurde mir das vom vormieter. Der Vermieter hat über die kostenverteilung nix gesagt. Hätte ich das nicht im vorfeld erfahren, wäre mir das evtl nie aufgefallen. Auch ist die frage offen ob Energiebedarf nicht evtl noch bei der abrechnung berechnet wird.
    Mit Eigenbedarf hat er mir letzte Woche gedroht als er ausgeflippt ist. Er ist so ein Mensch der sich nix sagen lässt und immer recht hat. ;) Ich frage mich halt ob er damit durchkommt, wenn er wegen eines persönlichen Problems auf eigenbedarf jemanden raus wirft. Habe mir ja hier nie was zu schulden kommen lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Manollo ()

  • Du hast eine Betriebskostenvorauszahlung vereinbart (S.1). Generell ist der Abrechnungsmaßstab die Wohnfläche (§556a BGB).
    Also wäre die Verteilung der Zählergebühr nach qm zulässig.


    Du kannst ja mal deine Nebenkostenabrechnung einstellen, dann sieht man ob pauschal Betriebsstrom für die Heizung angesetzt wurde.


    Wegen Eigenbedarf kann dir der Vermieter kündigen, wenn wirklich der Bedarf besteht. So einfach ist das also nicht.


    Tipp, wenn du dir die Auseinandersetzung mit dem VM nicht zutraust --> Anwalt einschalten. Fachanwalt für Mietrecht. Oder einige dich mit dem VM, dass er dir eine Entschädigung für den Heizungsstrom zahlt.

  • wenn er wegen eines persönlichen Problems auf eigenbedarf jemanden raus wirft. Habe mir ja hier nie was zu schulden kommen lassen.


    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, wenn der VM einen berechtigten Eigenbedarf anmeldet, dann dürfte er mit dieser Kündigung durchkommen. Aber so einfach ist solch eine Eigenbedarfskündigung für einen VM nicht.


    Dein Mietvertrag ist in soweit okay, dass er für dich keine Überraschungen betreffs des Stroms bereithält. Du kannst also verlangen, dass der Strom für die Heizung über einen Hausstromzähler abgerechnet wird und nicht über deinen.

  • Die Abrechnung lässt er von einer Firma machen. Habe sie auch mal eingescannt.


    http://www.directupload.net/file/d/4513/97thsd2n_pdf.htm


    Mir geht es eher darum, das der VM einfach kein Bock auf sowas hat und mich einfach wegen Eigenbedarf rauswirft und sich dann andere Mieter sucht.


    Die andere Sache, er meinte ja wo er laut wurde, das er einen Zähler hinmachen lässt, ich die installationskosten übernehme und auch die Grundgebühren für den Zähler zahlen soll. Und er will dann alles über m² abrechnen. Er will es also dann so machen, das ich richtig Geld zahlen soll. Einfach nur um mir einen reinzuwürgen. Ich habe das gefühl das er die Grundgebühr als Verwalter net auf die Nebenkosten umleiten darf und er deswegen auf den Zähler komplett verzichtet um kosten zu sparen. Kann das sein? Weil sinn ergibt das hier nicht was hier abläuft.


    edit: wäre es empfelenswert dem deutschen Mieterbund beizutreten?

  • In deiner Nebenkostenabrechnung findet sich kein Betriebsstrom der Heizung. Daher findet sich kein Anzeichen für eine Doppelbelastung.


    Die Grundgebühr des Stromzählers sind natürlich umlagefähig.


    Wohnst du in einem ZFH?


    Alte/bisherige Situation: Du bezahlst den Heizungsstrom, Nachbarwohnung den Beleuchtungsstrom
    Richtig: Heizung und beleuchtung läuft über Allgemeinstrom. Der strom wird dann umgelegt. Da ein Zähler mehr existiert: 1 Mal zählergrundgebühr als Kosten draufrechnen (80 bis 120 €).


    Vorgetäuschte Eigenbedarfskündigungen können sehr teuer werden.

  • Da ein Zähler mehr existiert: 1 Mal zählergrundgebühr als Kosten draufrechnen (80 bis 120 €).


    Dafür bekommt man mehrere gebrauchte (Zwischen-)Zähler gekauft... https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_fb_1_14?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Ddiy&field-keywords=zwischenz%C3%A4hler&sprefix=zwischenz%C3%A4hler%2Cautomotive%2C481
    Heizungsstrom kann auch geschätzt werden, Beispiel in meinem 5-MFH: 50% des Hausstroms.

  • Vielen Dank für eure Antworten!


    Also ein Zähler ist vorhanden, da diese Betriebskosten mal über einen Zähler gingen. Wurde damals umgeklempt, weil das angeblich billiger ist.


    Stadtkind: Ja, hier sind Zwei wohnungen nebereinander, vom Hausflur getrennt. Eine links und eine rechts. Eine Etage.

  • Also ein Zähler ist vorhanden, da diese Betriebskosten mal über einen Zähler gingen. Wurde damals umgeklempt, weil das angeblich billiger ist.


    Wernn geeignete Zähleinrichtungen vorhanden sind, sind diese auch zu benutzen. Dieser selbstherrliche Hausbesitzer/Gutsherr sollte mal deutlich und nachhaltig in seine Schranken verwiesen werden. Dafür bedarf es m.E: eines fähigen Rechtsanwaltes.

  • Ja das stimmt. Es ist immer schlimm das die vermieter immer meinen mit ihrer Macht spielen zu müssen. Ist aber auch net so einfach immer dagegen vorzugehen. Anwalt sollte immer der letzte Schritt sein.