Ist ein Kulturverein im Wohnhaus erlaubt mit sonntäglicher Tanzveranstaltung?

  • Hallo liebes Mietrecht Forum,


    ich habe eine Frage:


    Ich wohne im 2. Stock und unter mir in einer Doppelwohnung ist nach langem leerstand ein Verein für das kulturelle Leben eingezogen. Soweit so gut.
    Aber Sonntags bzw. generell am Wochende finden veranstaltungen statt.
    Ist das in Ordnung? Oder gibt e keine Sonntagsruhe einzuhalten?


    Muss ich das akzeptieren , dass Sonntags von 14Uhr bis 18 Uhr es sich anhört wie in einer Turnhalle?


    Habt Ihr eine Idee?


    Ich würde meiner Vermieterin gerne einen Brief schreiben und sie darauf hinweisen das das auf dauer nicht klargeht und meine Wohnbefinden dadurch doch erheblich eingeschränkt wird. Gibt es einen "Pragraphen" oder hat jemand eine Idee wie ich das Formulieren kann?


    Vielen Dank für Ihre Hilfe

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  • Hallö fragender1,


    hast Du Dich schon mal bei der Gewerbemeldestelle erkundigt? Waren die Gesellschaftsräume bei Deinem Mietbeginn bereits als solche erkennbar?

  • Hallo Berny,
    danke für deine Antwort.


    Nein bei der Gewerbemeldestelle habe ich mich nicht erkündigt! Kriege ich da als fragender dritter überhaupt eine Auskunft?


    Und nein, es war definitv vorher eine Mietwohnung und sieht in weiten Teilen auch heute noch wie eine aus. Sprich es sind keine Büroräume oder Vereinsräume oder sonstiges sondern einfach meine Wohnung x 2 . Ich denke, deshalb war es auch schwer die Wohnung wieder als ganze zu Vermieten...

  • Hallo Berny,
    danke für deine Antwort.


    Nein bei der Gewerbemeldestelle habe ich mich nicht erkündigt! Kriege ich da als fragender dritter überhaupt eine Auskunft?


    Und nein, es war definitv vorher eine Mietwohnung und sieht in weiten Teilen auch heute noch wie eine aus. Sprich es sind keine Büroräume oder Vereinsräume oder sonstiges sondern einfach meine Wohnung x 2 . Ich denke, deshalb war es auch schwer die Wohnung wieder als ganze zu Vermieten...


    Hallo,


    ich bin mir nicht ganz sicher ob hier eine Gewerbemeldestelle zuständig ist, wie von dir beschrieben ist hier ein Verein eingezogen.


    So nun zum Thema, hast du schon ein Lärmprotokoll erstellt, von wann bis wann, an welchen Tagen usw. wenn ja, sollte der Vermieter hier schriftlich auf die außerordentliche Lärmbelästigung aufmerksam gemacht werden unter der Angabe, das dies zu einer Mietkürzung berechtigen würde, wer möchte schon gerne unter einem Vereinsheim wohnen, das ist nachvollziehbar.


    Hier lesen:


    http://www.rab-friedrich-ramm.de/beitrag11.html


    Gruß
    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!

  • Hallo,


    erste Frage, hast du eine Rechtsschutzversicherung?


    zweite Frage, ist dir der Einzug des "andere Kulturvereins" angekündigt worden?


    Wie würde Ich mich verhalten?
    1. Lärmprotokoll check.
    2. Was steht im Mietvertrag/Hausordnung zu Ruhezeiten?
    2. Bei Behörden Ordnungsamt/Polizei Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstatten. Ordnungswidrig handelt in diesem Falle der Verantwortliche welcher sich in der Wohnung befindet. Der Lärm ist demnach /Emmission/ abzustellen oder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren (Beispiel: Musikanlage).
    Jede Anzeige ein Beleg für dich, im Fall einer Ruhestörung mag es auch gerechtfertigt sein die Polizei zu rufen.


    3. Nun das nächste, Anhand des Lärmprotokolles gehe regelmäßig zum Arzt 1-2 mal die Woche und erzähl irgendwas von Schlafstörungen, Nervenproblemen, usw. Das alles wird immer schlimmer, Stressreaktionen, Panikattacken durch Stress. Kann kein Arzt nachweisen, alles in deinem Kopf du musst die Geschichte nur durchziehen. Warum???, das ganze könnte ggf. eine Körperverletzung gem. 223 § StGB darstellen. Hier wird dein Rechtsgut der körperlichen Unversehrtheit verletzt. Beschuldigter meiner Ansicht nach immer der Wohnungsberechtigte (Siehe Ordnungswidrigkeitenanzeige).


    4. Jeglicher Raum, ob Gewerbe oder zum Wohnen ist gewidmet und zwar zu dem jeweiligen Zweck (grundsätzlich). So muss bspw. ein Bestatter, welcher seit 40 Jahren in seiner alten Lagerhalle (auch so beim Bauamt vermertk) Trauerfeiern durchführt, diesen Raum nun umwidmen zu einer Gewerbefläche. So könnte es ähnlich sein mit Wohnraum, welcher nun zweckentfremdet genutzt wird.


    5. Manchmal irrt man sich an der Wohnungstür und bricht dann einen Schlüssel im Schloss ab, mir selbst schon passiert. Das ganze ist dann fahrlässig und es entstehen daraus lediglich Schadensersatzansprüche. Man kann sich auch selbst um die Behebung des Schadens kümmern. Oder die Behebung selbst durchführen.


    MFG

    Einmal editiert, zuletzt von Coriolanos ()

  • 5. Manchmal irrt man sich an der Wohnungstür und bricht dann einen Schlüssel im Schloss ab, mir selbst schon passiert. Das ganze ist dann fahrlässig und es entstehen daraus lediglich Schadensersatzansprüche. Man kann sich auch selbst um die Behebung des Schadens kümmern. Oder die Behebung selbst durchführen.


    MFG


    Das mit der falschen Tür paßiert Dir gemäß Deiner Antworten nahezu täglich, oder? Anders sind die wirren Texte nicht zu erklären.

  • Ja und behoben wird das ganze von mir immer Montags, pünktlich zum Montagsgebet. Denn am Tag des Herren wird geruht. Oft widerhole ich den Fehler Sonntags nach der Kirche wieder. Aber der nächste Montag kommt bestimmt.

    Einmal editiert, zuletzt von Coriolanos ()

  • Zitat

    2. Bei Behörden Ordnungsamt/Polizei Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstatten. Ordnungswidrig handelt in diesem Falle der Verantwortliche welcher sich in der Wohnung befindet.


    Wie kommst Du auf so etwas? Was ist denn, wenn der Verein einen entsprechenden Gewerbemietvertrag abgeschlossen hat? Der Mieter begeht in diesem Fall keine Ordnungswidrigkeit, sondern höchstens der Vermieter, welcher hier keinen Antrag auf Nutzungsänderung gestellt hat.


    Zitat

    Kann kein Arzt nachweisen, alles in deinem Kopf du musst die Geschichte nur durchziehen. Warum???, das ganze könnte ggf. eine Körperverletzung gem. 223 § StGB darstellen. Hier wird dein Rechtsgut der körperlichen Unversehrtheit verletzt.


    Sorry, aber das ist grober Unfug. Hier muss ein Amtsarzt, bzw. ein unabhängiger Gutachter entscheiden, ob die Wohnung objektiv/generell unbewohnbar ist, d.h. die Lärmbelästigung eine erhebliche Gefahr darstellt.


    Wenn der Mieter einfach nur psychische Störungen durch Lärm erleidet, sollte er in ein betreutes Wohnen ziehen.


    Oder anders: Darf ich meine adipöse und Leggins-tragende Nachbarin auch wegen Körperverletzung anzeigen, weil der Anblick psychische Störungen bei mir auslöst?

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Grundsätzlich ja, wenn du einen Anfangsverdacht begründen kannst :D


    Hallo,


    mich beschleicht da ein ganz anderer Verdacht, kann es sein dass du dein wirres treiben mit einer geistigen Umnachtung rechtfertigst?


    Gruß
    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!