Abrechnung. Berücksichtigung der Zählerstände nach Zwischenablesung bei Einzug?

  • Hallo an alle!


    Vor ein paar Tagen habe ich die Betriebskostenabrechnung für 2015 erhalten. Da ich damit überhaupt keine Erfahrung habe, hab ich sie relativ genau studiert, also zumindest die Heizkostenabrechnung und hätte ne Verständnisfrage zur Abrechnungsmethode.


    Also ich bin am 16.07.2015 in meine Wohnung eingezogen an diesem Tag hat der Vermieter die Zählerstände (Wärmemengenzähler, Warmwasser- und Kaltwasserzähler) händisch abgelesen, am Ende jedes Jahres werden die Stände dann elektronisch abgelesen. Bei der Abrechnung wurden die zu meinem Einzug abgelesenen Zwischenstände jetzt aber nicht berücksichtigt und ich frage mich warum das so ist?


    Abgerechnet wurde wie folgt:


    Heizung
    30% Grundkosten: wurden nach dem Nutzungszeitraum berechnet - das ist ok, oder?
    70% Verbrauchskosten: der Verbrauch wurde nach der "Heizgradtagemethode" ermittelt - nach meinem Verständnis müsste hier mein tatsächlicher Verbrauch ab Zwischenablesung angesetzt werden, der im übrigen um 50% niedriger ist?


    Warmwasser
    30% Grundkosten: wurden nach dem Nutzungszeitraum berechnet - das ist ok
    70% Verbrauchskosten: wurden nach dem Nutzungszeitraum berechnet - wieso nicht nach dem Wert von der Zwischenablesung?


    Kaltwasser
    Der Verbrauch wurde auch hier nach dem Nutzungszeitraum berechnet - es gibt aber auch wieder den Wert der Zwischenablesung?


    Ich hoffe jemand von euch kann mir das erklären ... beim Wasser ist es von den Kosten her unerheblich, aber bei Heizung macht es schon ganz schön was aus wenn mit den Zwischenständen gerechnet wird!?


    Vielen lieben Dank schon mal.
    Lg, anwe

  • Hallo anwe,


    "Vor ein paar Tagen habe ich die Betriebskostenabrechnung für 2015 erhalten. ich bin am 16.07.2015 in meine Wohnung eingezogen an diesem Tag hat der Vermieter die Zählerstände (Wärmemengenzähler, Warmwasser- und Kaltwasserzähler) händisch abgelesen, am Ende jedes Jahres werden die Stände dann elektronisch abgelesen."
    - OK.


    "Bei der Abrechnung wurden die zu meinem Einzug abgelesenen Zwischenstände jetzt aber nicht berücksichtigt und ich frage mich warum das so ist?"
    - Das sollteste den VM fragen...


    "Abgerechnet wurde wie folgt:
    Heizung
    30% Grundkosten: wurden nach dem Nutzungszeitraum berechnet - das ist ok, oder?"
    - Jein. Die Grundkosten werden auf den prozentualen Flächenanteil bezogen, dann latürnich auf den Nutzungszeitraum bezogen.


    "70% Verbrauchskosten: der Verbrauch wurde nach der "Heizgradtagemethode" ermittelt - nach meinem Verständnis müsste hier mein tatsächlicher Verbrauch ab Zwischenablesung angesetzt werden,"
    - OK.


    "Warmwasser
    30% Grundkosten: wurden nach dem Nutzungszeitraum berechnet - das ist ok"
    - Jein. Die Grundkosten werden auf den prozentualen Flächenanteil bezogen, dann latürnich auf den Nutzungszeitraum bezogen.


    "70% Verbrauchskosten: wurden nach dem Nutzungszeitraum berechnet - wieso nicht nach dem Wert von der Zwischenablesung?"
    - wieder wäre Letzteres ok.


    "Kaltwasser
    Der Verbrauch wurde auch hier nach dem Nutzungszeitraum berechnet - es gibt aber auch wieder den Wert der Zwischenablesung?"
    - wieder wäre Letzteres ok.


    "Ich hoffe jemand von euch kann mir das erklären ... beim Wasser ist es von den Kosten her unerheblich, aber bei Heizung macht es schon ganz schön was aus wenn mit den Zwischenständen gerechnet wird!?"
    - Da bei Dir die genauen Verbräuche bekannt sind, wäre diese Berechnungsmethode zu bevorzugen. Kannst der Abrechnung in diesen Punkten also widersprechen.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • Hallo an alle!


    Ich hoffe jemand von euch kann mir das erklären ... beim Wasser ist es von den Kosten her unerheblich, aber bei Heizung macht es schon ganz schön was aus wenn mit den Zwischenständen gerechnet wird!?


    Vielen lieben Dank schon mal.
    Lg, anwe


    Hallo,


    wie wurde dann nachdem die Werte nicht berücksichtigt wurden dann bei den Heizkosten abgerechnet, nach Nutzungstagen oder wurde geschätzt oder nach Gradtagszahlen?


    Wenn keine Ablesung möglich war, dürfte nach Gradtagszahlen abgerechnet werden, allerdings obliegt dem Mieter das Recht, 15% der Kosten in Abzug zu bringen.


    Hast du die Werte noch von der Ablesung? Wenn ja, bitte den Vermieter diese an die Abrechnungsfirma zu senden mit der Bitte um Berichtigung der Abrechnung, ansonsten zieh pauschal 15% ab davon, allerdings das Gespräch sollte zu allererst mit dem Vermieter stattfinden um herauszufinden, warum die Ableseergebnisse nicht berücksichtigt wurden.


    Gruß
    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!

  • Warum der Vermieter das so abgerechnet hat, hat er Ihnen sicher mitgeteilt. Wäre hilfreich und interessant.
    Oder haben Sie, wie die meisten hier, Hinz und Kunz danach gefragt, nur nicht denjenigen, der es wissen müsste.
    Ich habe nicht die Absicht, Ihnen hierzu noch Fragen zu stellen.

  • Hallo, erst mal vielen Dank für die Antworten.


    Die Frage warum ohne die Berücksichtigung der Zwischenstände abgerechnet wurde habe ich meinem Vermieter natürlich schon gestellt und ihm außerdem auch nochmal alle Unterlagen inkl. der Ablesewerte gegeben. Leider habe ich noch keine zufriedenstellende Antwort bzw. Erklärung erhalten, außer dass er nicht verstehen würde warum ich die Abrechnung korrigiert haben möchte und die Hausverwaltung das wohl immer so machen würde. Er war allerdings immerhin so "nett" und hat die Sache an die Hausverwaltung bzw. die Abrechnungsfirma weitergeleitet. Jetzt warte ich gespannt auf die Antwort ...


    Ich bin ja schon mal froh, dass ihr mir zustimmt, dass ich der Abrechnung in diesem Punkt widersprechen kann. Sollte ich das eigentlich schriftlich tun? Ich hab jetzt erst mal alles persönlich und am Telefon weitergegeben.


    Die Abrechnung der Grundkosten wurde so gemacht wie Berny es beschrieben hat. Nach dem prozentualen Flächenanteil und dem Nutzungszeitraum. Das passt also immerhin.


    Die Verbrauchs-Heizkosten wurden nach Gradtagszahlen abgerechnet, obwohl der Ablesewert bekannt ist ... d.h. ich könnte pauschal 15% der Kosten abziehen, sollte die Abrechnung nicht korrigiert werden? Warum darf man das, weil die Methode nicht die tatsächlichen Werte zu Grunde legt?


    Ist frag mich gerade was der Vermieter in meinem Fall von der Gradtagszahlenmethode hat, wenn ich 15% abziehen darf!? Würde er mit den Zwischenständen abrechnen würde er ja 100% bekommen und nicht "nur" 85% der Kosten.


    Gruß anwe

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