Mieterhöhung Gewerberaum wegen gestiegener Betriebskosten.

  • Ich habe einen Mieter, der nicht ganz einfach ist und der noch zu Lebzeiten meiner Großmutter mit derselben den Mietvertrag geschlossen hat. Steuerberater und seid 1992 zur Miete. Der Mietvertrag besagt das die Nebenkosten mit im Mietzins enthalten sind und für einmal Nebenkosten sowie eine Heizkostenpauschale auf, allerdings enthält der Vertrag auch eine Klausel die besagt: "Die Kosten für die Straßenreinigung, Müllabfuhr, Schornsteinreinigung, Be- und Entwässerung - sind im Mietzins enthalten - kann der Vermieter im Verhältnis der vereinbarten Miete zur Gesamtmiete des Hauses umlegen.
    Erhöhungen der vorbezeichneten Kosten sowie der Grundsteuer kann der Vermieter um Verhältnis der vereinbarten Miete zur Gesamtmiete des Hauses umlegen."


    Nun habe ich dem Mieter eine Ankündigung zur Mieterhöhung zukommen lassen, in der ich detailliert die Kosten aufzeige, welche sich in den letzten 13 Jahren geändert haben und um die Zahlung des neuen Betrages bitte. Dies lehnte der Miete mit der Begründung ab, dass Nebenkosten Bestandteil des Mietzins seien und mein Erhöhungsbegehren der Vertragskonformität widerspräche.


    Benötige dringend Hilfe!
    Was kann ich tun?

  • Ebenfalls ohne Gruss:

    Der Mietvertrag besagt das die Nebenkosten mit im Mietzins enthalten sind und für einmal Nebenkosten sowie eine Heizkostenpauschale auf, allerdings enthält der Vertrag auch eine Klausel die besagt: "Die Kosten für die Straßenreinigung, Müllabfuhr, Schornsteinreinigung, Be- und Entwässerung - sind im Mietzins enthalten - kann der Vermieter im Verhältnis der vereinbarten Miete zur Gesamtmiete des Hauses umlegen.
    Erhöhungen der vorbezeichneten Kosten sowie der Grundsteuer kann der Vermieter um Verhältnis der vereinbarten Miete zur Gesamtmiete des Hauses umlegen."


    Ich würde diese Passage/n mal von einem Sachverständigen überprüfen lassen.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • 1. Heizkosten dürfen schon seit Jahren nicht mehr pauschal abgerechnet werden, das verbietet die Heizkostenverordnung. www.heizkostenverordnung.de
    2. Schreibe dem Mieter eine Änderungskündigung und biete ihm gleichzeitig eine Fortsetzung des Vetrages zu einem neuen Mietzins an: Was ist eine Änderungskündigung?
    Der Vermieter kann den bereits bestehenden Mietvertrag auch mittels einer sogenannten Änderungskündigung kündigen. Gleichzeitig mit der Kündigung bietet er dann dem Mieter einen abgeänderten und mit erhöhtem Mietpreis versehenen Vertrag an. Diese Änderungskündigung ist hier, anders als im Wohnraummietrecht, zulässig. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch ein unbefristeter Mietvertrag, der auch ordentlich gekündigt werden kann. Bei zeitlich begrenzten Mietverträgen ist diese Änderungskündigung nicht möglich. (aus: https://agreement24.de/die-mieterhoehung-im-gewerbemietrecht )

  • Hallo,


    das ist ein Gewerbemietvertrag und damit gilt nicht der Kündigungsschutz eines Wohnraummietverhältnis. Je nachdem, wie gut deine Verhandlungsposition ist, sprich wie gut ist deine Immobilie vermietbar, kannst du durchaus kündigen, wenn der Mieter rumzickt.


    Allerdings sagt der Mietvertrag eindeutig, dass du Erhöhungen der besagten Kosten umlegen kannst. So gesehen bist du im Recht, wenn du die Erhöhungen umlegst. Das wäre allerdings keine Mieterhöhung, sondern ein Nachzahlung der erhöhten Betriebskosten. Die kannst du sogar 3 Jahre rückwirkend geltend machen.


    Am Ende kommt es aber immer darauf an, ob du dir leisten kannst, den Mieter zu verprellen.


    Gruß
    H H