Vermieter kommt seinen Pflichten nicht nach. Mietkürzung?

  • Folgendes:


    Unser Vermieter läßt den Heizöltank nie Minimum volltanken. (mal 1000 l , mal 1500 l, selten mal 2000 l ) Gut, damit kann man leben, obwohl das eigentlich nicht den Grundsatz entpricht, das man die Kosten gering halten soll, gerade, wenn der Heizölpreis niedrig ist.


    Jetzt zu meiner Frage:


    Wenn es aufgrund dieses Verhaltens zu einen Ausfall der Heizung und des Warmwassers kommt, das heißt, das Heizöl ist zu Ende, kann man dann:


    Ohne Fritstsetzung des Vermieters die Mietkosten kürzen?
    Muss man den Vermieter trotzdem informieren?
    Wie viel könnte man kürzen?


    Der VM hat ja dafür zu sorgen, das immer ausreichend Heizöl zur Verfügunh steht oder?



    Gruß


    Andy

  • Gab es denn schon konkrete Ausfälle der Heizungsanlage, die durch Heizölmangel ausgelöst wurden?


    Bisher ist mir kein Gesetz bekannt, das den Vermieter zwingt, den Heizöltank bis Oberkante zu füllen. Das ist ja auch ein nicht ganz unerheblicher Betrag, den der Vermieter dann vorstrecken müsste.


    Biete doch Deinem Vermieter an, Dich an der nächsten Füllung auch vorab zu beteiligen (Verrechnung dann über die NK-Abrechnung), wenn Dir das so wichtig ist.


    Grüße,


    DS

  • Gab es denn schon konkrete Ausfälle der Heizungsanlage, die durch Heizölmangel ausgelöst wurden? wichtig ist.


    Leider ja, ist aber schon länger her.


    Biete doch Deinem Vermieter an, Dich an der nächsten Füllung auch vorab zu beteiligen (Verrechnung dann über die NK-Abrechnung), wenn Dir das so wichtig ist.


    Das ist auch nicht die Lösung. Eine Unterbrechung der Vorsorgung sollte ja vermieden werden. Also hat der VM auch dafür zu sorgen, das eine Unterbrechung nicht eintritt oder?


  • Das ist auch nicht die Lösung. Eine Unterbrechung der Vorsorgung sollte ja vermieden werden. Also hat der VM auch dafür zu sorgen, das eine Unterbrechung nicht eintritt oder?


    Naja, der vermieter ist schon verpflichtet, für eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Heizwärme und Warmwasser zu sorgen.


    Allerdings kann dem Vermieter nicht vorgeschrieben werden, dass er den Tank bis oben füllt - er hat genauso das Recht, mehrfach kleinere Mengen zu tanken.


    Ein Öltank zu füllen übersteigt heute leider auch bei vielen Vermietern die finanziellen Kapazitäten - daher mein Vorschlag mit der Beteiligung des Mieters auf freiwilliger Basis.


  • Also wie ich das das sehe, kannst du für den Zeitraum wo die Heizung ausfällt natürlich die Miete kürzen, alles andere ist eher nicht deine Sache. Wann und wieviel der Vermieter tankt, ist im Prinzip nicht deine Baustelle.

  • Ein Öltank zu füllen übersteigt heute leider auch bei vielen Vermietern die finanziellen Kapazitäten - daher mein Vorschlag mit der Beteiligung des Mieters auf freiwilliger Basis.


    Das versteht man ja auch. Aber warum soll ich lt. deinen Vorschlag auf freiwillger Basis etwas zusätzlich vorrauszahlen? Man bezahlt ja schon reichlich HK VZ.

  • Also wie ich das das sehe, kannst du für den Zeitraum wo die Heizung ausfällt natürlich die Miete kürzen, alles andere ist eher nicht deine Sache. Wann und wieviel der Vermieter tankt, ist im Prinzip nicht deine Baustelle.


    Bleibt die Frage was könnte man kürzen? Theoretisch ja bis zu 100% wenn ich das richtig sehe, außer natürlich die BK/HK VZ.

  • Das versteht man ja auch. Aber warum soll ich lt. deinen Vorschlag auf freiwillger Basis etwas zusätzlich vorrauszahlen? Man bezahlt ja schon reichlich HK VZ.


    Relativ einfach.


    Wenn Dir die Sicherheit eines vollen Öltanks wichtig ist, kannst Du diesen Weg gehen, sofern der Vermieter darauf eingeht.


    Du erwartest ja auch von Deinem Vermieter, dass er den Geldbeutel aufmacht und für seine Mieter in Vorleistung geht obwohl er die Zahlungen von den Mietern erst im nachhinein über die NK VZ bekommt.


    Ansonsten bleibt es wie es ist und der Vermieter muss dafür Sorge tragen, dass immer ausreichend Öl da ist. Ob er das mit einer kompletten Tankfüllung oder (leicht übertrieben) monatlichen Teilfüllungen tut ist aber ganz allein seine Entscheidung.

  • Doc_Schnaggls:


    "Du erwartest ja auch von Deinem Vermieter, dass er den Geldbeutel aufmacht und für seine Mieter in Vorleistung geht obwohl er die Zahlungen von den Mietern erst im nachhinein über die NK VZ bekommt."
    - VZ bdeutet i.d.R. Vorauszahlung, also ... Es liegt natürlich auch daran, wie es im MV vereinbart wurde.


    "Ansonsten bleibt es wie es ist und der Vermieter muss dafür Sorge tragen, dass immer ausreichend Öl da ist."
    - Nicht Öl, sondern (Heiz-)wärme...:)

  • Du erwartest ja auch von Deinem Vermieter, dass er den Geldbeutel aufmacht und für seine Mieter in Vorleistung geht obwohl er die Zahlungen von den Mietern erst im nachhinein über die NK VZ bekommt.


    Nein, ich erwarte, das der VM seinen Pflichten nachkommt, nicht mehr und nicht weniger.


    Wenn das Öl jetzt erneut aus geht und die Mieter erneut alle in ihren kalten Wohnungen sitzen, ist das natürlich vollkommen in Ordnung, die Mieter werden sich schon melden, wenn die Heizung/Wasser kalt bleibt.


    Und:


    Sicherlich ist es so, der VM in Vorleistung geht. Aber ein VM sollte auch regelmäßig Rücklagen bilden um diesen Zeitraum zwischen NK VZ und Erstattung über die NK Abrechnung auszugleichen. Viele VM machen das sicherlich, aber nicht alle, leider.

  • Hallo Andy09,


    ich weiß gar nicht, wo dein Problem liegt:


    Sag´dem Vermieter doch einfach immer kurz Bescheid, wenn z.B. nur noch 10% Füllstand angezeigt werden. Dann muss der Vermieter dafür sorgen, dass schnellstmöglich wieder aufgefüllt wird.


    Und gut ist es.


    Mach keine Probleme, wo eigentlich doch gar keine sind... die Welt ist anderweitig schon genug aus den Fugen...


    Gruß,
    anonym2

  • Bleibt die Frage was könnte man kürzen? Theoretisch ja bis zu 100% wenn ich das richtig sehe, außer natürlich die BK/HK VZ.


    Wenn die Wohnung durch den Heizungsausfall unbewohnbar ist, dann ja, bis zu 100%.

  • Handelt es sich um ein 1 Familienhaus oder ein Mehrfamilienhaus?


    Im EFH könntest du dem VM eine Vertragsänderung vorschlagen, dass du dich in Zukunft selber um den Ölnachschub kümmerst.
    Im Gegenzug entfallen die Vorrauszahlungen (bis auf Wartung, Schornsteinfeger etc..)

    If your going through hell, keep going ! - Winston C.

  • Im EFH könntest du dem VM eine Vertragsänderung vorschlagen, dass du dich in Zukunft selber um den Ölnachschub kümmerst.
    Im Gegenzug entfallen die Vorrauszahlungen (bis auf Wartung, Schornsteinfeger etc..)


    Das sollte aber alles:rolleyes:wohlüberlegt sein...

  • Das versteht man ja auch. Aber warum soll ich lt. deinen Vorschlag auf freiwillger Basis etwas zusätzlich vorrauszahlen? Man bezahlt ja schon reichlich HK VZ.


    Damit hast du eigentlich alles gesagt und richtig erkannt:


    Der Mieter zahlt monatlich einen Betrag für Heizoksten voraus.
    Der Vermieter "sammelt" dies einige Monate und kann dann davon die nächste Tankfüllung bezahlen.


    So könnte man es nämlich auch sehen, gell?


    Gruß,
    anonym2

  • Damit hast du eigentlich alles gesagt und richtig erkannt:
    Der Mieter zahlt monatlich einen Betrag für Heizoksten voraus.
    Der Vermieter "sammelt" dies einige Monate und kann dann davon die nächste Tankfüllung bezahlen.
    So könnte man es nämlich auch sehen, gell?


    Ja, könnte... - Und, ausserdem entbindet es den VM nicht von seinen Pflichten, auch, wenn er finanziell schwach auf der Brust, äh, auf dem Konto, ist.

  • So, wie ich das verstanden habe, tankt der Vermieter doch immer - nur eben nicht voll.


    Ich verstehe nicht, wo das Problem ist.


    Der Vermieter muss allerdings schon darauf achten, dass er rechtzeitig erkennt, wann er tanken muss.
    Ob es da z.B. eine Absprache gibt, dass der Mieter immer kurz Bescheid gibt, wissen wir hier ja nicht.

  • Handelt es sich um ein 1 Familienhaus oder ein Mehrfamilienhaus? Im EFH könntest du dem VM eine Vertragsänderung vorschlagen, dass du dich in Zukunft selber um den Ölnachschub kümmerst.
    Im Gegenzug entfallen die Vorrauszahlungen (bis auf Wartung, Schornsteinfeger etc..)


    Mehrfamilienhaus


    Das sollte aber alles:rolleyes:wohlüberlegt sein...


    genau, denn müßten ja alle Mieter mitziehen.


    Ja, könnte... - Und, ausserdem entbindet es den VM nicht von seinen Pflichten, auch, wenn er finanziell schwach auf der Brust, äh, auf dem Konto, ist.


    sehe ich genau so. Dafür sollte ein guter VM ja Rücklagen bilden.


    Sag´dem Vermieter doch einfach immer kurz Bescheid, wenn z.B. nur noch 10% Füllstand angezeigt werden. Dann muss der Vermieter dafür sorgen, dass schnellstmöglich wieder aufgefüllt wird. Und gut ist es. Mach keine Probleme, wo eigentlich doch gar keine sind... die Welt ist anderweitig schon genug aus den Fugen...


    Der VM weiß Bescheid, mehr kann man eigentlich nicht mehr machen.