Deckenhöhe 1,9m

  • Guten Tag,


    ich wohne seit einem Jahr in einer "60m² Wohnung".
    Ich habe (jetzt erst) nachgemessen, und festgestellt daß sie nur 54m² groß ist. Damit wäre ich ja schon bei den 10 %.
    Beim googeln fand ich jetzt noch einen Hinweis darauf, daß Raumhöhen unter 2m nur zu 50 % angerechnet werden können. Ich habe durchgehend eine Raumhöhe von 1,9m. Daraus ergäbe sich ja eine Wohnfläche von 27 m².
    Sehe ich das richtig, daß ich nur 45 % hätte zahlen müssen?


    MfG
    Franz

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  • Zitat

    Ich habe (jetzt erst) nachgemessen, und festgestellt daß sie nur 54m² groß ist.


    Hast Du alle Räume in der Wohnung ausgemessen? Auch die evtl. Besenkammer? Gehört ein Balkon oder eine Terrasse zur Wohnung?


    Wenn ja, die Grundfläche dafür darf zu 25 - 50 % als Wohnfläche gerechnet werden.


    Wohnflächenverordnung § 4 Anrechnung der Grundflächen
    Die Grundflächen


    1.
    von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens zwei Metern sind vollständig,
    2.
    von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens einem Meter und weniger als zwei Metern sind zur Hälfte,
    3.
    von unbeheizbaren Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten geschlossenen Räumen sind zur Hälfte,
    4.
    von Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen sind in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte


    anzurechnen.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • Hallo,


    Balkon oder Terasse habe ich nicht. Bei meiner Berechnung habe ich nichtmal den Schornstein abgezogen. Millimetergenau wäre es sicher noch etwas weniger.
    Mich stören jetzt auch nicht 1 oder 2 m². Aber insgesamt 50 %, das ist schon ein Haufen Geld.
    Was kann ich da jetzt tun? Die Miete um die Hälfte kürzen? Das nächste Jahr umsonst wohnen?


    MfG
    Franz

  • Ist nicht. Die Wohnung wurde so angemietet wie besichtigt.


    Da wäre ich mir nicht so sicher.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    Gruß anitari

  • Danke Anitari und Berny für Eure geschätzten Beiträge.
    Einer spiegelt wieder, was ich im Internet las. Der andere ist logischer.


    Vielleicht meldet sich ja mal jemand zu Wort, dem so etwas auch mal passiert ist?


    MfG
    Franz

  • Kommt drauf an, was im Mietvertrag steht. Dort kann stehen, dass eine Wohnung vermietet wurde oder eine Wohnung mit 60 qm.
    Bei der Nebenkostenabrechnung muss die korrekte Wohnfläche berücksichtigt werden (wenn nach Wohnfläche abgerechnet wird).

  • Ist nicht. Die Wohnung wurde so angemietet wie besichtigt.


    Wäre mir auch nicht sicher. Wo bliebe da die 10%-Hürde?
    Zumindest bei der NK/BK-Abrechnung muss die Wohnfläche angegeben werden, und sollte diese so gravierend zum Nachteil des Mieters sein, müsste/könnten auch die NK-Überzahlung entsprechend gekürzt bzw. zurückgefordert werden, sowie die zuviel gezahlte Miete.


    Nur unter dem Vorbehalt, dass es nicht doch heisst: "Gemietet wie gesehen".
    Ob ein Mieter bei Besichtigung einer Wohnung sofort erkennen muss, dass die Wohnraumhöhe nur 1,90 m ist, bezweifle ich. Der VM kennt aber diesen Mangel und dürfte diese Wohnung nicht mit 60 qm anbieten.


    Nur meine Meinung.

  • Ob ein Mieter bei Besichtigung einer Wohnung sofort erkennen muss, dass die Wohnraumhöhe nur 1,90 m ist, bezweifle ich.


    Ein "normal" großer Mensch kann das erkennen. Zum Beispiel daran das die Türen bis zur Decke reichen oder gar niedriger sind. Dann würde er sich das eine oder andere mal eine Beule holen.


    Zitat

    Der VM kennt aber diesen Mangel und dürfte diese Wohnung nicht mit 60 qm anbieten.


    Die Raumhöhe ändert doch nichts an der Grundfläche.


    Allerdings hat der TE die Wohnung so angenommen und erst nach 1 Jahr ist im aufgefallen das die Räume unter 2 m sind. Etwas unglaubwürdig aus meiner Sicht.


    Arglistiges Verschweigen des Mangels durch Vermieter kommt ja wohl nicht in Frage.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    Gruß anitari

  • Hallo zusammen,


    kann es sein, dass es sich hier um ein Fachwerkhaus handelt - welches "von Natur aus" niedrigere Deckenhöhen hat?


    Hier müsste man eroieren, ob es für Fachwerkhäuser "Sonderlösungen" bezüglich der Deckenhöhe und Wohnflächenberechnungen gibt.


    Vielleicht kenn sich jemand aus?


    Viele Grüße,
    anonym2


  • Wenn ich das in dem Link geschriebene recht verstehe gibt es für Fachwerkhäuser keine Sonderregelung bezüglich der Wohnflächenberechnung.


    http://www.steuerratgeber-online.de/Blog/wohnflache-zweite-berechnungsverordnung-gilt-auch-fur-altere-fachwerkhauser/


    Die zweite Berechnungsverordnung entspricht ja inhaltlich der Wohnflächenverordnung.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    Gruß anitari

  • Zitat

    Die Raumhöhe ändert doch nichts an der Grundfläche


    Die Wohnungsgrundfläche ist ab 2 m voll zu berechnen, darunter nur zur Hälfte, so heisst es doch.
    Wie schon geschrieben, der VM hätte diese Wohnung nicht mit 63qm anbieten dürfen, das wäre evtl. arglistige Täuschung.


    Ein normal grosser Mensch müsste das merken, ein kleiner Mensch vielleicht nicht sofort.Auf beiden Seiten nicht alles astrein. Wie dem auch sei, das wird ein Richter entscheiden müssen. Meine Meinung.

  • Wie schon geschrieben, der VM hätte diese Wohnung nicht mit 63qm anbieten dürfen, das wäre evtl. arglistige Täuschung.


    Was in einem Inserat steht und was tatsächlich ist, sind 2 ganz verschiedene Latschen. Würdest Du dich auf eine Inserat für eine 30 m² kleine Wohnung melden wenn Du eine mit 60 m² suchst?:rolleyes:


    Noch mal, die Grundfläche sind und bleiben 60 m². Das der Vermieter davon lediglich die Hälfte als Wohnfläche anrechnen darf ist etwas anderes.


    Zitat

    Ein normal grosser Mensch müsste das merken, ein kleiner Mensch vielleicht nicht sofort.


    Selbst mir als "Zwergi" mit nur 150 cm würde das auffallen.


    Zitat

    Auf beiden Seiten nicht alles astrein.


    Sehe ich auch so.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    Gruß anitari


  • Bei nochmaliger Überlegung hast Du recht, die Grundfläche bleibt 60qm. Nur geht es um die anrechenbare Wohnfläche und die ist falsch im MV angegeben.
    Der VM trixt und der M merkt's nicht. Ob man dem M. hier zugute halten könnte, dass er erst nach einem Jahr davon Kenntnis erhalten hat, sich rechtlich dagegen wehren zu können? Dazu kann ich nichts sagen.

  • Wie wäre es denn mit VM um Erklärung bitten?
    Parallel schon mal prüfen, gibt es für den Ort einen Mietspiegel und eine Mietpreisbremse?

    If your going through hell, keep going ! - Winston C.

  • Ein Stammuser hat sich hier vor einiger Zeit böse verabschiedet mit dem Vorwurf, dass mir (bzw. uns) noch nicht einmal Fake- oder Troll-Postings auffallen...
    Da sei doch die Frage erlaubt, ob dieser Thread evtl. unter diese Kategorie fällt...