Freie Stromanbieterwahl als Mieter

  • Hallo, wir wohnen seit April 16 in einem kleinen Häuschen auf einem Hofgelände, mit mehreren Gebäuden und verschiedenen Eigentümern, die wiederum vermieten. ( Eigentümergemeinschaft ) Im Mietvertrag für unser Häuschen wurde nur eine Nebenkostenpauschale von 220 Euro pro Monat veranschlagt. Keine Aufschlüsselung, wieviel für Strom, Heizung Wasser/ Abwasser, Hausmeister,Müll etc.
    Das Haus stand vor unserem Bezug lange Zeit leer und somit trug auch der Besitzer bis dato alle Kosten. Er hat wohl mit einem örtlichen Anbieter einen Stromliefertrag.( Name steht am Zähler ) Wir versuchen seit Einzug, das er uns den Stromliefervertrag überträgt bzw. selbst kündigt und wir suchen uns einen günstigeren Lieferanten. Bisher reagiert er auf kein Schreiben von uns diesbezügl. Wir haben auch noch keine Nebenkostenabrechnung, obwohl die Ablesungen im Dezember waren, bzw. auch für unser Haus geschätzt worden sein könnten. ( andere Mieter oder Eigentümer auf dem Hofgelände haben schon Abrechnungen) Unser Vermieter kümmert sich um nix und reagiert in keinster Weise auf Schreiben.
    Lt. dem örtlichen Stromanbieter ( Preise wurde von uns recherchiert) zahlen wir bei unseren Verbrauch gegenüber mindestens zwei anderen Anbietern im Jahr um die 250 Euro zuviel, lt. Strom-Vergleichsportale. Wir sind im Mieterschutzbund und erwägen auch eine Rechtsberatung, da noch mehr zu klären wäre, weil der Besitzer sich zu nix äußert und stumm bleibt. Aber vorab wäre es gut zu wissen....was haben wir für Rechte ? Steht uns zu, das wir selbst den Anbieter aussuchen können, um kostengünstigeren Strom zu bekommen ? Wer weiß es genau ? Vielen Dank vorab.

  • Hallo Elke,


    Deine Rechte ergeben sich aus dem Mietvertrag, den wir ja noch nicht kennen, und aus den BGB.


    Wenn Du Deinen Stromanbieter wechseln möchtest, rufst Du einfach den Anbieter Deiner Wahl an. Der befragt Dich dann über Deine Anschrift, die Zählernummer und den Zählerstand. Den Rest erledigt er dann, ist inzwischen schon Routine.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • Hallo Berny, unser Vertrag weist nur eine allgemeine Nebenkostenpauschale aus, die monatlich zu zahlen ist. Aber ich habe mal bei Verifox zu den Wechselbedingungen geschaut. Da steht, das ich als Mieter des Hauses nicht wechseln kann, wenn der Besitzer einen Stromliefervertrag hat. Man muss ihn bitten, einen günstigeren zu suchen. Das haben wir schon mehrfach getan, er meldet sich ja noch nicht mal zuück. Screenshot_4.jpg

  • Zitat

    Im Mietvertrag für unser Häuschen wurde nur eine Nebenkostenpauschale von 220 Euro pro Monat veranschlagt. Keine Aufschlüsselung, wieviel für Strom, Heizung Wasser/ Abwasser, Hausmeister,Müll etc.


    Muß auch nicht. Welche Nebenkostenarten umgelegt werden dürfen kann man ergoogeln.


    Welche tatsächlich anfallen ergibt sich aus der Abrechnung.


    Ach ne, Ihr zahlt ja eine Pauschale, da gibt es keine Abrechnung. Folglich ist es doch völlig wurscht welche NK enthalten sind.


    Zitat

    Wir versuchen seit Einzug, das er uns den Stromliefervertrag überträgt bzw. selbst kündigt und wir suchen uns einen günstigeren Lieferanten.


    Da muß nix übertragen oder gekündigt werden. Anbieter aussuchen, anrufen, relevante Daten übermitteln, fertig.


    Zitat

    Wir haben auch noch keine Nebenkostenabrechnung, obwohl die Ablesungen im Dezember waren,


    Dafür hat der Vermieter bis 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes Zeit. Bei Abrechnungszeitraum = Kalenderjahr also bis 31.12.2017 für die Abrechnung 2016.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • Nein, wir zahlen keine Pauschale, die nicht abgerechnet werden muss ( war vlt. etwas unglücklich ausgewählt ) Hier der Auszug aus dem Mietvertrag Screenshot_4.jpg Das er 12 Monate Zeit hätte, ist bekannt. Andere Mieter von verschiedenen Eigentümern der Hofanlage mit mehreren Gebäuden haben allerdings ihre Abrechnung schon. Aber das ist nebensächlich, wir wollen nur unseren Stromanbieter selbst wählen und zu einem Günstigeren wechseln. ( Heizung und Wasser ist nicht möglich, das wir damit an einer Versorgung eines anderen Hauses dranhängen und Heizung über WM-Zähler abgerechnet wird.) Die Ablesung war im Dez. von Ista. Im übrigen haben wir den Mietvertrag bis heute auch nicht unterschrieben, da er Vereinbahrungen enthält, die nicht mündlich abgesprochen waren, wir den Vertrag auch erst mit viel Druck 1 1/2 Monate nach Einzug erhielten. Darin ist auch eine Kautionszalhlung von 2 "Warmmieten" enthalten, ( Kaution plus Betriebskostenpauschale ) nicht zulässig. Es erfolgte also Schriftverkehr von uns, auf den bis heute nicht reagiert wird. Das wird wohl dann in naher Zukunft eine Sache für den Mieterverein.

  • Zitat

    Andere Mieter von verschiedenen Eigentümern der Hofanlage mit mehreren Gebäuden haben allerdings ihre Abrechnung schon.


    Tut nichts zur Sache.


    Zitat

    Darin ist auch eine Kautionszalhlung von 2 "Warmmieten" enthalten, ( Kaution plus Betriebskostenpauschale ) nicht zulässig.


    So lange der Betrag 3 Kaltmieten nicht übersteigt ist das in Ordnung.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    Gruß anitari

  • Hallo Elke,
    kann es sein, dass Ihr gar keinen eigenen Zähler habt, sondern nur einen Zwischenzähler auf Eurer "Hofanlage"?

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..