Nachzahlung ohne Nachweis?

  • Hallo, ich bin neu und habe gleich mehrere Fragen/Anliegen, eines davon hier:


    Ich bin am 1.6.2016 hier eingezogen, außerdem wohnen nur noch meine Vermieter unter mir. Das Verhältnis war zum Einzug noch sehr gut, mittlerweile leider nicht mehr. Ich zahle monatlich 135€ Nebenkosten (Heizung und Warmwasser, geheizt wird mit Öl). Im Mietvertrag hat die VM damals beide Punkte angekreuzt, warum auch immer (sie kennt sich nicht wirklich damit aus) :


    [x] Betriebskostenvorschuss für Betriebskosten gemäß Ziffer 2.
    [x] Betriebskostenpauschale für Betriebskosten gemäß Ziffer 2 und in dieser Zeile auch 135€ NK


    Da wiegesagt das Verhältnis mittlerweile sehr angespannt ist, ist ein normales Gespräch nicht möglich.
    Vor einigen Wochen (als die VM schon wusste, dass ich eine neue Wohnung suche) traf ich die VM zufällig im Keller und sie sagte, ich hätte sowieso noch eine fette NK-Nachzahlung zu erwarten, der Verbrauch wäre angeblich so viel höher, als die Jahre zuvor. Ich habe im Winter ganz normal geheizt (Stufe 3) und gehe auch nicht übermäßig viel duschen oder baden.


    Noch wichtig zu erwähnen ist, dass es für meine Wohnung keine eigenen Zähler gibt, sie kann mir also nicht nachweisen, wieviel ich verbraucht habe. Es gibt nur Zähler für den Verbrauch des gesamten Hauses. Noch dazu wurde im MV ja auch "Pauschale" angekreuzt.


    Ist es dann überhaupt möglich und rechtens, mich zu einer Nachzahlung zu verdonnern? Ich denke, eigentlich nicht, wegen o.g. Gründen.

  • Zitat

    Ist es dann überhaupt möglich und rechtens, mich zu einer Nachzahlung zu verdonnern?


    Gute Frage....


    Das müsste im Zweifel ein Anwalt entscheiden.


    Zitat

    Noch wichtig zu erwähnen ist, dass es für meine Wohnung keine eigenen Zähler gibt, sie kann mir also nicht nachweisen, wieviel ich verbraucht habe.


    dann wird nach der Wohnfläche umgelegt.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Was hier nun tatsächlich gilt, Pauschale oder Vorschuß, wird im E-Fall ein Richter entscheiden müssen.


    Ich persönliche meine das Vorschuß vereinbart ist, weil da ein Betrag steht.


    Dann muß der Vermieter 1 x jährlich darüber abrechnen.


    Zitat

    Noch wichtig zu erwähnen ist, dass es für meine Wohnung keine eigenen Zähler gibt, sie kann mir also nicht nachweisen, wieviel ich verbraucht habe.


    Dann wird nach der Wohnfläche abgerechnet. Außer vertraglich ist ein anderer Verteilerschlüssel, z. B. Personen, vereinbart.


    Wie groß ist denn die Wohnung?


    So am Rande, Vermieter haben ein erleichtertes Kündigungsrecht wenn sie mit dem Mieter im selben Haus, welches nur 2 Wohnungen hat, wohnen.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • Ich persönliche meine das Vorschuß vereinbart ist, weil da ein Betrag steht.


    Der Betrag steht hinter der Pauschale, nicht hinter Vorschuss.



    Wie groß ist denn die Wohnung?


    Knapp 100qm


    So am Rande, Vermieter haben ein erleichtertes Kündigungsrecht wenn sie mit dem Mieter im selben Haus, welches nur 2 Wohnungen hat, wohnen.


    Das ist mir bewusst. Meinetwegen können die VM davon gern Gebrauch machen, ich würde mir ohnehin gern sparen, für August noch Miete zu zahlen (gesetzl. Kündigungsfrist ist zum 31.08., ich hätte die neue Wohnung aber nicht bekommen, wenn ich nicht zum 01.08. hätte einziehen können).

  • BellaIsa,
    auch Du kannst jetzt fristgerecht zum 31.07. kündigen.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • BellaIsa,
    auch Du kannst jetzt fristgerecht zum 31.07. kündigen.


    Wie denn das? Die gesetzl. Kündigungsfrist beträgt doch 3 Monate, also zum 31.8., alles andere ginge doch nur im gegenseitigen Einverständnis (Aufhebungsvertrag)?

  • Wie denn das? Die gesetzl. Kündigungsfrist beträgt doch 3 Monate, also zum 31.8., alles andere ginge doch nur im gegenseitigen Einverständnis (Aufhebungsvertrag)?


    Entschuldige, ich dachte, dass das erleichterte Kündigungsrecht nicht nur für Vermieter gilt...
    Habe aber jetzt noch mal nachgelesen: https://dejure.org/gesetze/BGB/573a.html - da lag ich wohl falsch.:eek:
    Aufhebungsverträge sind eigentlich jederzeit formlos möglich.

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • Schade, hatte mich schon gefreut. ;) So bin ich auf ihr Entgegenkommen angewiesen und den Gefallen wird sie mir sicher nicht tun - auch wenn sie mich schnell loswerden will.