Schönheitsreparaturen bei Mietende

  • Hallo liebe Community!


    Ich bin so dankbar, dass ich dieses Forum gefunden habe und habe auch schon vor meiner Registrierung öfter gestöbert. Da ja aber jeder individuelle Fälle hat, komme ich mit der Lösung meines Problems allmählich durcheinander.


    Ich hoffe, dass ihr mir eventuell Denkanstösse zu meinem vorliegenden Problem geben könnt.


    Aktuelle Situation:
    Meine Baugenossenschaft hat mir im November 2016 mitgeteilt, dass voraussichtlich 2017/2018 (keine genaue schriftliche Angabe, womöglich aber März 2018) große Umbauarbeiten in meiner Wohnung durchgeführt werden. Um diesem Chaos zu entgehen bat ich die Baugenossenschaft, mir eine neue Wohnung für ein Mietverhältnis zur Verfügung zu stellen, wenn ich das alte Mietverhältnis kündige. Gesagt, getan.


    Nun erhielt ich das Bestätigungsschreiben, in welchem von den vertraglich vereinbarten Schönheitsreparaturen gesprochen wird. Ich solle bitte Bodenbeläge und Tapeten entfernen und Wände + Decken + Türen streichen (fachmännisch auszuführen).


    Es ist aber so, dass ich die Wohnung unrenoviert übernommen habe, jedoch wurde dies so nicht festgehalten. Im Übergabeprototoll steht aber, dass die Tapeten und Böden übernommen wurden. Man sieht sogar heute noch die alten Gemälderänder und Dübellöcher (aus privaten und beruflichen Gründen ging ich immer von einer Übergangswohnung aus - die dann doch viel länger als geplant besteht) Außerdem halte ich eine Wohnungskatze, die auch vertraglich genehmigt wurde.


    Mein Problem:
    Die besagte Katze hat nun in bald 3 1/2 Jahren Mietverhältnis die Tapeten ordentlich bearbeitet.
    Ich wäre tatsächlich bereit, die Tapeten zu entfernen und die Wände 1x zu weißen - nicht bereit bin ich jedoch, alle Bodenbeläge zu entfernen. Aber muss ich das alles tun?


    Da ich in der selben Baugenossenschaft bleibe befürchte ich, dass der Vormieter der neuen Wohnung sich weigert, in seiner Wohnung zu renovieren (er hat seine Wohnung ebenfalls unrenoviert übernommen) und ich dann 2 Wohnungen renovieren darf (ich war auf eine neue Wohnung, ohne Tapeten, aus). Unnötigen Ärger mit der Baugenossenschaft möchte ich eigentlich vermeiden, da ich ja lediglich die Wohnungen, nicht aber den Vermieter wechsel.


    Nun möchte ein Vertreter demnächst hier auflaufen um "persönlich zu vereinbaren, welche notwendigen Arbeiten von mir durchzuführen" sind. Nun weiß ich nicht, ob ich darauf hinweisen kann, dass die Bodenbeläge (definitiv nicht renovierungsbedürftig) nicht zu den Schönheitsreparaturen zählen?


    Ich danke herzlich für alle Tipps und Anmerkungen! :)

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  • Hallo CopyCat,


    der alte MV hat mit dem neuen abzuschliesenden MV nichts zu tun. Ich würde da auch nichts vermengen bzw. Forderungen stellen, da es für die neue Wohnung sicherlich auch noch andere Bewerber geben mag.


    Da der Zustand bei Übernahme wohl nicht ausreichend dokumentiert wurde und ausserdem Du und die Katze dort wohnten, würde ich Dir empfehlen, dem Wunsch des VM zu entsprechen. Kleine Brötchen backen kann oftmals recht zielführend sein.

  • Hallo Berny!


    Vielen lieben Dank für deine Meinung :)


    Du hast schon Recht, dass ich lieber kleine Brötchen backen sollte. Das würde ich selbstverständlich auch tun, indem ich die von mir (bzw. Katze) beschädigten Tapeten (obwohl in furchtbarem Zustand bereits übernommen) entferne und 1x einfach drüberweiße - also die von mir verursachten Schäden auch beseitige.


    Zu den Schönheitsreparaturen gehören aber meines Erachtens nicht die Bodenbeläge (Laminat), sondern grob gesagt lediglich "Malerarbeiten"? Und um genau die Bodenbeläge geht es mir aber primär. Muss ich diese denn überhaupt entfernen? Dass ich diese bereits übernommen habe, ist im Übergabeprotokoll immerhin vermerkt.


    Mehrere Bewerber auf die neue Wohnung gab es übrigens nicht (die Zuweisung für die Wohnung habe ich bereits). Die hätte es bestimmt gegeben, wenn die Wohnung inseriert worden wäre.

  • Leider kann ich meinen letzten Beitrag nicht noch mal editieren:


    Ich habe meine Frage tatsächlich bereits selbst beantwortet! Sorry!
    Ich habe den Boden (wenn auch kostenlos) übernommen. Heißt ja dann: Er ist meins, auch wenn ich nicht will. Somit muss ich ihn wohl leider doch entfernen.


    Bei der neuen Wohnung bin ich dann schlauer und achte genau auf das Übergabeprotokoll. Da mein Vertragspartner nur die Baugenossenschaft, nicht aber der Vormieter ist, werde ich angeben, dass ich keine Tapete übernehmen will! Somit wäre also auch der Vormieter verpflichtet, Tapeten zu entfernen (hat er auch übernommen, gehört nicht zur Mietsache). Ich warte also erstmal ab, was in der neuen Wohnung passiert (es ging mir ja ums doppelte Renovieren).


    Nochmals vielen Dank! :)

  • Die Tapeten musst du nicht entfernen, es koennte aber wegen der Katze sinnvoll sein.


    Was steht denn zum Zustand der Wohnung im Uebergabeprotokoll oder im Vertrag?


    Musst du lt. Vertrag eigentliche weiss streichen oder steht daveine Quotenabgeltungsklausel?

    If your going through hell, keep going ! - Winston C.