exorbitante Nebenkostennachzahlung - Betriebskosten

  • Hallo zusammen,


    eine ähnliche Thematik gabs hier bestimmt schon. Folgendes: Ich habe bis letztes Jahr in einer Genossenschaftswohnung gewohnt. Schon bei der letztjährigen Nebenkostenrechnung war mit auf gefallen, dass wir bei den Verbrauchskosten (Wasser/Gas) unter der Schätzung der Genossenschaft waren, jedoch trotzdem nachzahlen mussten, da die Kosten für Haushaltsnahe Dienstleistung und weitere Betriebskosten recht hoch waren. Dieses Jahr traf mich allerdings der Schlag. Nun muss ich 500 Euro nachzahlen. Bei den Verbrauchskosten liege ich wieder 200 Euro unter der Schätzung, jedoch sind die Betriebskosten mit 700 Euro wieder über der Schätzung für die Vorauszahlung. Wie kann so etwas passieren. Gerade die Kosten für Gebäude-/Strassenreinigung sind enorm hoch: 1600 Euro für ein Gebäude mit 6 Wohnungen, wo einmal pro Woche geputzt wird. Das ist doch nicht normal. Worüber ich mich allerdings am meisten aufrege, auch wenn ich hier vielleicht nächstes Jahr eine Korrektur hätte beantragen müssen, ist, dass die Vorauszahlung in so einem Fall so niederig angesetzt wird. Auf Anfrage wurde mir nur genannt, dass man die Kosten nicht habe abschätzen können. Würdet ihr mir raten hier nochmal nachzubohren evt. Rechnungen zu verlangen oder einfach zu zahlen. Ich hätte jetzt einfach bezahlt, was ich wohl ja eh muss. Aber interessieren wütrde mich ja schon, warum die Kosten so hoch sind.


    Vielen Dank und viele Grüße,


    Gans

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  • Du hättest nach der ersten Abrechnung die Vorauszahlungen erhöhen können wenn der Vermieter das nicht getan hat.


    Zitat

    Gerade die Kosten für Gebäude-/Strassenreinigung sind enorm hoch: 1600 Euro für ein Gebäude mit 6 Wohnungen, wo einmal pro Woche geputzt wird. Das ist doch nicht normal.


    Lass dir die Originalrechnung vorlegen. Wobei 133 € im Monat sind ja nun wirklich nicht viel.


    Zitat

    Aber interessieren wütrde mich ja schon, warum die Kosten so hoch sind.


    Vielleicht sind auch nur deine Vorauszahlungen zu gering. Wie hoch sind die denn und wie groß ist die Wohnung?

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
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    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • € 1.600,00 im Jahr, das sind pro Woche € 30,00, also für jeden Mieter € 5,00. Würdest Du die Kehrarbeiten billiger durchführen?


    Mein Vorschlag wäre, lege die zu geringe Vorauszahlung selbst beiseite und so hast Du kein Problem wenn es Nachzahlung heisst.

  • Hallo Gans,


    "Schon bei der letztjährigen Nebenkostenrechnung war mit auf gefallen, dass wir bei den Verbrauchskosten (Wasser/Gas) unter der Schätzung der Genossenschaft waren, jedoch trotzdem nachzahlen mussten, da die Kosten für Haushaltsnahe Dienstleistung und weitere Betriebskosten recht hoch waren."


    - Sind sämtliche Dir berechneten Kosten mietvertraglich vereinbart (ersatzweise: Wird auf die Betriebskostenverordnung explizit Bezug genommen?)


    "Dieses Jahr traf mich allerdings der Schlag. Nun muss ich 500 Euro nachzahlen...."
    - Der Mieter hat das Recht, die der BK-Abr. zugrunde liegenden Belge im Original einzusehen und sich Notizen zu machen.


    "Worüber ich mich allerdings am meisten aufrege, auch wenn ich hier vielleicht nächstes Jahr eine Korrektur hätte beantragen müssen, ist, dass die Vorauszahlung ..."
    - VZ können vom M + VM jährlich neu berechnet und angepasst werden.


    "Aber interessieren wütrde mich ja schon, warum die Kosten so hoch sind."
    - Wende Dich an Deinen Vertragspartner/den VM.