Was passiert mit Untermietern bei Kündigung des Huaptmieters?

  • Guten Tag zusammen,


    die Eltern meines Freundes haben ein Haus mit 3 Wohnungen gemietet. Eine Wohnung bewohnen sie selbst, eine Wohnung ist an Dritte untervermietet und eine Wohnung bewohnen mein Freund und ich zur Untermiete. Nun ist die Mutter meines Freundes plötzlich ausgezogen und es hat sich herausgestellt, dass der Vater Schulden hat und Privatinsolvenz anmelden muss (was er bisher aber nicht tun will). Er hat aktuell kein Geld und auch kein Einkommen mehr (er war selbstständig, hat die Firma aber bereits seit 2 Jahren abgemeldet, das haben wir auch jetzt erst erfahren), kann also auch die Miete nicht weiterhin bezahlen.
    Wir können und wollen nicht die Miete für das ganze Haus bzw. 2/3 des Hauses bezahlen.


    Daher die Frage - wenn sein Vater nun nicht weiterhin die Miete zahlt, wie lange bleibt uns ungefähr um eine neue Wohnung zu finden? Sind wir von einer drohenden Räumungsklage ebenso direkt betroffen? Wir können für die Sachlage ja eigentlich nichts und wir wissen von dem Ausmaß erst seit ein paar Tagen.


    Der Mieter der dritten Wohnung weiß noch gar nichts von der ganzen Sache...


    Vielen Dank und freundliche Grüße


    Lavinia

  • Daher die Frage - wenn sein Vater nun nicht weiterhin die Miete zahlt, wie lange bleibt uns ungefähr um eine neue Wohnung zu finden?


    So lange wie euch der Zwangsvollstrecker nicht aus der Wohnung trägt. Abzuschätzen wie lange das dauert, ist schwer, weil nicht klar ist, wie weit und ob es eine Räumungsklage schon gibt. Üblicher weise dauert so etwas aber 3-6 Monate. Geht aber unter Umstände schneller wenn man sich nicht juristisch wehrt. Das ist zumindest mal so die ganz grobe Richtung.

  • die Eltern meines Freundes haben ein Haus mit 3 Wohnungen gemietet. Eine Wohnung bewohnen sie selbst, eine Wohnung ist an Dritte untervermietet und eine Wohnung bewohnen mein Freund und ich zur Untermiete.


    Ganz ehrlich, das ist eine recht unübliche Vertragssituation. 2 Wohnungen in einem Haus von der gleichen Familie gemietet hatte ich auch schon mal, aber 3 Wohnungen die auch noch an fremde Untervermietet werden? Sorry, aber das da irgendwann die Insolvenz vor der Tür steht, kann man zumindest ahnen.

  • Zitat

    Sorry, aber das da irgendwann die Insolvenz vor der Tür steht, kann man zumindest ahnen.


    Wie soll man das denn ahnen? Die Insolvenz kam nicht von der Wohnsituation, sondern davon dass keiner von der abgemeldeten Firma wusste.


    In der Kellerwohnung, die nun fremdvermietet ist, hat ursprünglich der 2. Sohn gewohnt. Also so ungewöhnlich ist das jetzt wirklich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Nova1991 ()

  • Wie soll man das denn ahnen?


    Erfahrungssache. Die Insolvenz steht oft bei denen am schnellsten vor der Tür, die ein zu großes Rad drehen, und für die Geld kein Problem ist.
    Ungewöhnlich insofern, das der Hauptmieter ja wesentlich mehr Miete vom Untermieter kassieren müsst als der Eigentümer damit sich das rechnet. Möglich aber eben ungewöhnlich. Normalerweise wird eine Wohnung die man nicht mehr benötigt gekündigt.

  • Zitat

    Normalerweise wird eine Wohnung die man nicht mehr benötigt gekündigt.


    Es wurde aber das ganze Haus gemietet, mit der Klausel, dass Wohnungen untervermietet werden dürfen, sobald die Söhne ausziehen.

  • Zitat

    Normalerweise wird eine Wohnung die man nicht mehr benötigt gekündigt.


    Es wurde aber das ganze Haus gemietet, mit der Klausel, dass Wohnungen untervermietet werden dürfen, sobald die Söhne ausziehen.

  • Der Hauptvermieter kann von dir ebenfalls (Untermieter) die Whg. zurückfordern.

    Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar und sollte nicht als solche verstanden werden. Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information.

  • Erfahrungssache. Die Insolvenz steht oft bei denen am schnellsten vor der Tür, die ein zu großes Rad drehen, und für die Geld kein Problem ist.
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    So ein Schwachsinn hört man auch nicht alle Tage.

  • So ein Schwachsinn hört man auch nicht alle Tage.


    Findest du? Also wenn ich Kunden habe die mir offensiv erzählen das für Sie die Bezahlung kein Problem ist, und nur das beste und teuerste haben wollen, ist das für mich ein Grund zumindest misstrauisch zu werden. Mit dieser Spezies habe ich einfach schon genug Erfahrungen gemacht.

  • Es wurde aber das ganze Haus gemietet, mit der Klausel, dass Wohnungen untervermietet werden dürfen, sobald die Söhne ausziehen.


    Ok, Stichwort, zu großes Rad drehen. Der Mieter bindet sich recht unflexibel an eine ganze Immobilie. Warum das eigentlich? Das ist eigentlich auch nicht so schlau vom Vermieter, denn so ist er nun abhängig von einem Zahler.
    Aber wenn die Katze dem Vermieter gegenüber aus dem Sack ist, kannst du ja vieleicht versuchen einen eigenen MV. für deine Wohnung zu bekommen, wenn es finanztechnisch drin ist. Ob du da überhaupt eine Chance hast ist aber natürlich vom Einzelfall abhängig, und sicher wird sich das noch hinziehen.
    Aber vieleicht ist auch dem Vermieter daran gelegen, denn so müsste der Vater dem geänderten Vertrag zustimmen, und man sparrt sich evtl. Stress vor Gericht, beiderseitig. Kann man ja mal drüber nachdenken?