Mietausfallversicherung über Nebenkosten umlegen, mündliche Vereinbarung

  • Hallo,


    wir sind 2016 umgezogen und bei Abschluss des Mietvertrages hat der Vermieter erwähnt, dass er eine Mietausfallversicherung anschließt und dies zu den Nebenkosten hinzukommt. In dem Moment dachten wir das wird so seine Richtigkeit haben und haben mündlich zugestimmt. Dies wurde als Nebenkosten nicht in den Mietvertrag aufgenommen (da m.E. nach rechtswidrig).
    Jetzt kam die erste Abrechnung und wir sollen 170 Euro dafür bezahlen. Wie ich herausgefunden habe, darf der Vermieter dies nicht umlegen und habe ihm das mitgeteilt. Dieser sagt, dass das zwar richtig sei, aber wir ja mündlich zugestimmt hätten und daher zahlen müssten.
    Kann mir jemand sagen, ob wir das nun tatsächlich zahlen müssen, obwohl es nur dem Interesse des Vermieters dient?


    Vielen Dank im Voraus

  • Ich denke nicht, dass bspw. Mietausfallversicherung und Rechtsschutzvers. auf die Mieter abgewälzt werden können. Das sind Verwaltungskosten, die der VM selbst zu stemmen hat (kann er ja auch beim FinAmt geltend machen).

    Hier äussere ich stets nur meine Meinung als Mieter und Vermieter, keine Rechts- oder Steuerberatung.


    Es grüsst Berny, der keine PMs entgegennimmt..

  • Hi Berny,


    Danke für die Antwort. Das dies nicht umgelegt werden darf, ist klar, bestätigt der Vermieter ja selber. Die Frage ist eher, ob eine mündliche Vereinbarung dazu berechtigt, es dennoch umzulegen.


  • Die Frage ist eher, ob eine mündliche Vereinbarung dazu berechtigt, es dennoch umzulegen.


    Ihr habt einen schriftlichen Mietvertrag, richtig? Und in dem ist nichts von der Mietausfallversicherung vereinbart, richtig? In den meisten Verträgen ist aber vermerkt, dass Absprachen schriftlich zu erfolgen haben, da mündliche nicht gültig sind.
    Ich würde ohne viel Gerede die Abrechnung um diese 170.- € kürzen und wäre auf die Reaktion des Vermieters äußerst gespannt.

  • Hi Berny,


    Danke für die Antwort. Das dies nicht umgelegt werden darf, ist klar, bestätigt der Vermieter ja selber. Die Frage ist eher, ob eine mündliche Vereinbarung dazu berechtigt, es dennoch umzulegen.


    Eindeutig, NEIN! Diese Versicherung kann der VM Euch nicht berechnen.