Kündigung Mietvertrag/Mietzahlungen

  • Hallo,

    wir haben in unserem Einfamilienhaus zwei 1-Raum-Wohnungen die wir vermieten.

    Der eine Mieter hatte uns nun mitgeteilt, dass er Anfang Dezember nach Österreich zum arbeiten geht. Wir haben daraufhiun die Kündigung zum 31.10.217 am 06.10.2017 fertig gemacht. Diese hatte er uns auch unterschrieben. Da er seine Möbel nicht mit runter nehmen will haben wir für ihn Sperrmüll beantragt. Als wir ihn nun daran erinnerten meinte er, das der jetzige AG ihn nicht aus dem Vertrag lässt, weil er bei ihm noch Schulden hat. Ich muss sagen, dass er uns die Miete größtenteils in Bar und auch oft nur nach Nachfrage gibt. Einen Dauerauftrag wie bei Beginn gefordert hat er bis heute nicht geschafft einzurichten. Vom letzen Monat fehlt immernoch 100 Euro.

    Heute sagte er uns,dass er die ündigung zurücknehmen will, weil er angeblich innerhalb eines Monats diese widersprechen kann. Ist das rechtens und wie sollen wir uns weiter verhalten, denn wir möchten ihn raus haben.

    Danke!

  • 1. Die Kündigungsfrist für Wohnraum beträgt 3 Monate und nicht 3 Wochen.

    2. Eine Kündigung ist kein Einkauf im Internet, man kann nicht widersprechen.

    3. Wenn der Mieter erfährt, dass seine tatsächliche Kündigungsfrist länger als angenommen ist, dann müsst ihr ihn bis zum 31.01.2018 wohnen lassen.

  • Das mit den 3 Monaten ist bekannt. wir waren bereit ihn auch schon früher da rauszulassen. Eine Nachmiterin haben wir ja schon und die will so schnell wie möglich rein. Er weiss, dass er aber bis zum 30.01. Zeit hat und er nicht früher raus muss.

    Es geht darum, das er uns heute erzählt hat, dass er innerhalbvon 1 Monat von der ündigung zurücktreten kann.

  • Es geht darum, das er uns heute erzählt hat, dass er innerhalbvon 1 Monat von der ündigung zurücktreten kann.

    Dann soll er bitte die Rechtsgrundlage dafür nennen. Mir, und mit Sicherheit den anderen Nutzern hier, ist keine Bekannt. Gekündigt ist gekündigt.

    wir waren bereit ihn auch schon früher da rauszulassen.

    Habt Ihr ihm das schriftlich gegeben?


    Wir haben daraufhiun die Kündigung zum 31.10.217 am 06.10.2017 fertig gemacht. Diese hatte er uns auch unterschrieben.

    Wer hat gekündigt? Der Mieter oder Ihr?

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
    ____________________________________________________________________________
    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • Dann soll er bitte die Rechtsgrundlage dafür nennen. Mir, und mit Sicherheit den anderen Nutzern hier, ist keine Bekannt. Gekündigt ist gekündigt.

    Habt Ihr ihm das schriftlich gegeben?


    Wer hat gekündigt? Der Mieter oder Ihr?

    Ich habe schon den gesamten Vormittag mit dem suchen der Rechtsgundlage zugebracht und nichts gefunden. War uns bis dato auch nicht bekannt. Das wir ihn auch früher rauslassen ist mündlich geschehen, weil wir wissen, dass er Schulden hat und ihn der Doppelbelastung der Miete ersparen wollten. Wir haben die Kündigung augrund des Gespräches für ihn ertig gemacht.

    "hiermit kündigen wir ihnen wie am heutigen Tage bereits besprochen fristgerecht die von ihnen genutzte Wohnung inder obengenannten Anschrift zum 31,10.2017."

    Voran gegangen war ein Gespräch mit ihm und meinem Mann wegen der Miete. Ursprünglich wollte er die wohnung während seines arbeitsaufenthaltes behalten, Die miete wurde nicht gezahlt vorauf mein mann zu ihm gesagt hat, dass er unterdiesen umständen und der zahlungsmoral nicht gewillt ist ihm die wohnung weiterhin zur verfügung zu stellen, wenn er jetzt schon die zahlung unpünktlich vornimmt.Drauhin hat er gesagt, das er dann eben kündigen muss. Und wir haben ihm die kündigung ertig gemacht

  • "hiermit kündigen wir ihnen wie am heutigen Tage bereits besprochen fristgerecht die von ihnen genutzte Wohnung inder obengenannten Anschrift zum 31,10.2017."

    Dumm, sehr dumm, gelaufen für Euch!


    Die Kündigung ist schlicht unwirksam. 1. Wegen der Kündigungsfrist und 2. wegen der fehlenden Begründung.


    Im Klartext der Mieter kann wohnen bleiben.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
    ____________________________________________________________________________
    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • Die Rücknahme einer Kündigungserklärung - die Zugegangen ist - ist nicht mehr möglich. Möglich ist nur eine Anfechtung, aber die scheidet nach den genannten Gründen aus.


    Die Frage ist, wer hat die Kündigung erklärt. Denn als Vermieter ist die Kündigung an besonderen Anforderungen geknüpft. Soweit ich es verstanden habe, wurde hier durch den Vermieter gekündigt. Ob jetzt auf Veranlassung des Mieters ist unerheblich. Es steht "Wir kündigen Ihnen". Das macht auch eine Umdeutung in ein Aufhebungsvertrag sehr schwierig.


    Die Gründe der Kündigung sind anzugeben, die fehlen hier aber. Es hätte drin stehen müssen, das auf den Wunsch des Mieters die Kündigung ausgesprochen wird. Jetzt wird es durchaus schwierig die Kündigung durchzuboxen. Wenn der Mieter alles abstreitet sieht es schlecht aus. Auch die Unterschrift auf der Kündigung ist schwierig.


    Der sicherere Weg wäre jetzt nur die nochmalige Kündigung, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Eventuell liegen auch die Voraussetzungen für eine erleichterte Kündigung vor, wo sich die Frist aber entsprechend verlängert.

    Nachtrag:
    Die Frist wäre möglich, wenn entsprechend abgesprochen und beweisbar ist, sieht auch hier schlecht aus.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Oder bin ich da auf dem Holzwegß

    Auf einem ganz dicken! Wie schon geschrieben, die Kündigung ist unwirksam. Ob der Mieter sie unterschrieben hat oder ist völlig wurscht.

    Was ich hier schreibe ist lediglich meine Meinung, resultierend aus Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen.
    ____________________________________________________________________________
    "Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von "Das sag ich meiner Mama":p

    Gruß anitari

  • Er hat die Kündigung unterschrieben.

    1. Wird das dann doch eher als Empfangsbestätigung interpretiert.

    2. Die Voraussetzungen sind zwingend, selbst mit einer Einigung kann davon nicht abgewichen werden

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Hallo,

    Heute sagte er uns,dass er die ündigung zurücknehmen will, weil er angeblich innerhalb eines Monats diese widersprechen kann. Ist das rechtens und wie sollen wir uns weiter verhalten, denn wir möchten ihn raus haben.


    Der Mieter hat immer das Recht, einer Kündigung durch den Vermieter bis spätestens 2 Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist zu widersprechen. Wenn er auf das Widerspruchsrecht nicht in der Kündigung hingewiesen wird, darf er der Kündigung sogar noch zu Beginn des Räumungsprozesses widersprechen


    Hier sieht es sehr schlecht aus für euch. Ihr habt keinen Kündigungsgrund angegeben, bzw. da ihr offensichtlich kein berechtigtes Interesse habt, könnt ihr dem Mieter überhaupt nicht kündigen. Darüber hinaus ist sie nicht fristgerecht und auf das Widerspruchsrecht habt ihr ebenfalls nicht hingewiesen. Der Mieter muss also im Grunde gar nichts machen und kann einfach wohnen bleiben.


    Habt ihr mit der Nachmieterin bereits einen Vertrag mit Einzugsdatum abgeschlossen? Mit dieser solltet ihr dann schleunigst Kontakt aufnehmen. Ihr gegenüber werdet ihr schadenersatzpflichtig, wenn ihr den Vertrag nicht einhalten könnt. Wenn es tatsächlich ein Haus mit 3 Parteien ( ihr + 2 1-Zimmer-Wohnungen) sind, dann könnt ihr nur wegen Eigenbedarf (hilft also bei einem Nachmieter auch nichts) oder wegen Pflichtverletzungen des Mieters kündigen. Fehlen nur einmalig die 100 € Miete oder wurde bereits öfter wegen verspäteter Mietzahlungen abgemahnt?


    Oder ihr versucht, einen korrekten Aufhebungsvertrag mit dem Mieter zu vereinbaren. Dann allerdings besser mit Vorlage vom Anwalt und nicht auf eigene Faust, denn das geht vermutlich wieder schief. Der Mieter scheint hier recht geschickt vorzugehen, da er gemerkt hat, ihr habt keine Ahnung vom Mietrecht.