Wohnungsübergabe - Vermieter weigert sich zu bestätigen

  • Das erscheint mir ein seriöser Vorschlag zu sein.

    Wenn die beschriebene Faktenlage die Realtität widerspiegelt hört sich das schlau an. Falls nich kann es immerhin nichts schaden.


    Immerhin scheint der Anwalt nicht so geil auf einen Prozess zu sein, was ich schon mal als positiv bewerten würde. Er scheint in eurem ökonomischen Interesse zu handeln.

    Ja, die beschriebende Faktenlage entspricht der Realität. Ich bin wahrlich kein Mensch, der einfach Streit sucht bei Sachen die eigentlich stimmen.

    Aber wie schon öfters erwähnt: Die Sachen, die er geltend machen will, sind Modernisierungswünsche (siehe komplett neues Waschbecken, neues WC, neue Decke, etc.). Von dem Tapezieren (wegen Ungültigkeit der Klausel) mal ganz abgesehen...


    Ja, unser RA ist sehr gut und Lösungsorientiert, was ich sehr gut finde!

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  • (siehe komplett neues Waschbecken, neues WC,

    Was dann natürlich ein Punkt wäre, wenn ihr die Sachen in der Art beschädigt habt, wie euch vorgeworfen wird. Das evtl. ein Abzug neu für alt in Betracht kommt, ändert ja nichts am Verschulden, höchstens am Streitwert.


    Ja, unser RA ist sehr gut und Lösungsorientiert, was ich sehr gut finde!

    Mehr kann man nicht verlangen. Berichte dann doch mal wie es ausgegangen ist.

  • Was dann natürlich ein Punkt wäre, wenn ihr die Sachen in der Art beschädigt habt, wie euch vorgeworfen wird. Das evtl. ein Abzug neu für alt in Betracht kommt, ändert ja nichts am Verschulden, höchstens am Streitwert.


    Mehr kann man nicht verlangen. Berichte dann doch mal wie es ausgegangen ist.

    Ja, das schrieb ich ja: Selbst wenn er nachweisen könnte, dass diese "Schäden" durch uns verursacht wurden (und keine "normale" Abnutzung ist), dann kann er allerhöchstens den Abzug "neu für alt" machen... Aber wie gesagt: Bei uns handelt es sich um normale Abnutzung.


    Ich berichte!

  • dann kann er allerhöchstens den Abzug "neu für alt" machen...

    Und jeder trägt, evtl. auch anteilig, sein Kosten. Deshalb bin ich bei solchen, relativ geringen Streitwerten immer vorsichtig, weil die Anwalts- und Gerichtskosten ganz schnell mit der Summe um die gestritten wird (oder mit der die einem dann zugesprochen wird) gleichziehen oder übersteigen kann. Jedenfalls wenn es zu einem ernsthaften Prozess kommt.

    Ich berichte!

    Wäre super:).

  • Und jeder trägt, evtl. auch anteilig, sein Kosten. Deshalb bin ich bei solchen, relativ geringen Streitwerten immer vorsichtig, weil die Anwalts- und Gerichtskosten ganz schnell mit der Summe um die gestritten wird (oder mit der die einem dann zugesprochen wird) gleichziehen oder übersteigen kann. Jedenfalls wenn es zu einem ernsthaften Prozess kommt.

    Das stimmt natürlich - aber bei einer Gesamtforderung von ca. 2.900€, seh ich das nicht als "kleinen" Betrag. Aber wir sind auch vollrechtschutzversichert ;-)

  • Und jeder trägt, evtl. auch anteilig, sein Kosten. Deshalb bin ich bei solchen, relativ geringen Streitwerten immer vorsichtig,

    .

    Eben nicht, Entweder gewinnt man, oder die Kosten lässt man auch im Vergleichsfall die Gegenseite tragen.

    Wenn wie hier die ursprüngliche Forderung 2.800 beträgt und man vergleicht sich auf 200€, dann stellt man den Antrag zur Kostenverteilung nach 91a ZPO, mit dem Ergebnis dass der VM ca. 90-95% der Kosten auferlegt bekommt und der Mieter ca. 5-10%. also in der Konstellation 80-150€.

    If your going through hell, keep going ! - Winston C.

  • Eben nicht, Entweder gewinnt man, oder die Kosten lässt man auch im Vergleichsfall die Gegenseite tragen.

    Mensch, das ich da nicht selber drauf gekommen bin? Vor Gericht einfach die Kosten die Gegenseite tragen lassen, das nenne ich mal einen super Vorschlag.8o

  • Hallo zusammen,


    kurzer Zwischenstand: Heute läuft die von uns gesetzte Frist (2 Wochen) zum Antworten des VM aus... Bis jetzt haben wir keinerlei Reaktion erhalten...

    Wir werden bis zum Ende der Woche noch warten und dann erneut unseren RA befragen, wie wir weiter vorgehen...


    LG

  • Hallo alle zusammen,


    sooooo - es gibt Neuigkeiten. Bis gestern haben wir nichts gehört (Frist war bis zum 12.03.). Ich habe gestern mittag dort angerufen und auf einmal ist ein Brief zu uns unterwegs ;-)


    Der Brief kam auch heute (datiert auf den 13.03.).


    Der VM hält an allen seinen Forderungen fest und schreibt:


    "Wenn Sie Mängel bei dem Bezug der Wohnung festgestellt haben, hätten Sie diese dokumentieren müssen und dem damaligen VM erklären können, durch Fotos oder Zeugen."


    Er spricht von Zerstörung und keine Abnutzung - völlig sinnbefreit,


    Bei der Entfernung der Tapete schreibt er, dass wir uns ja vertraglich dazu verpflichtet hätten dies zu tun - also sollen wir das auch tun. Und auf einmal sind alle Wände garnicht gespachtelt... (obwohl vorher nur von einer Wand die Rede war, die seiner Meinung nach nicht gut genug gespachtelt wurde).


    Er macht sogar neue Schäden auf: Wir hätten am Balkon die Regenrinne beschädigt, da wir eine Katzenvoliere gebaut haben (die wir aber nur an den Stahlträgern des Balkons mit einem Metallband gesichert haben - wir haben nirgendwo gebohrt oder Sonstiges... Aber das nur nebenbei) - natürlich wieder völlig bei den Haaren herbeigezogen.


    Weiterhin möchte er von uns eine Zahlung für den Mietausfall - die Ausbesserung der von ihm geltend gemachten Schäden würden 4 Wochen in Anspruch nehmen und somit fordert er zusätzlich die Zahlung einer Monatsmiete ein (wohlbemerkt: die Warmmiete).


    Insgesamt fordert er jetzt knappe 4.000 € - wenn wir eine gütliche Einigung erzielen möchten, sollten wir diese nochmal neu formulieren, aber 200€ wären zu wenig.



    Einfach lachhaft. Am Montag sind wir bei unserem RA, um ein weiteres Vorgehen zu besprechen.

    Einmal editiert, zuletzt von Rockville ()

  • Er spricht von Zerstörung und keine Abnutzung - völlig sinnbefreit,

    Nein, nicht sinnfrei, sondern sinnvoll.

    Beschädigungen sind juristisch anders zu behandeln als normale Abnutzung.


    Na ja, abwarten was euer Anwalt sagt.

  • Nein, nicht sinnfrei, sondern sinnvoll.

    Beschädigungen sind juristisch anders zu behandeln als normale Abnutzung.


    Na ja, abwarten was euer Anwalt sagt.

    Ach komm - vorher war da nie die Rede von Zerstörung und jetzt auf einmal... wegen zwei Rissen... Jaja...

  • Ach komm - vorher war da nie die Rede von Zerstörung und jetzt auf einmal... wegen zwei Rissen... Jaja...

    Ich kann nicht bewerten wie viel Substanz hinter den Aussagen stecken, ich kann aber sagen, das "Beschädigungen" nichts mit normaler Abnutzung durch Vermietung zu tun haben.

  • Ich kann nicht bewerten wie viel Substanz hinter den Aussagen stecken, ich kann aber sagen, das "Beschädigungen" nichts mit normaler Abnutzung durch Vermietung zu tun haben.

    Da bin ich auch bei dir - aber du verstehst anscheinend nicht was ich sagen möchte.


    Er spricht jetzt auf einmal von "Zerstörung" - vorher waren es "Beschädigungen". Offensichtlich ist dieses Schreiben eine wahre Trotz-Reaktion mit Wortwahl "das können Sie doch nicht ernsthaft behaupten" oder "wenn Sie das Waschbecken so zerstören"... Da kann man einfach dran fühlen.


    Auch alle Urteile einfach ignorieren und an allem festhalten (z.B. Tapetenentfernung) ist doch schon für sich sprechend.

  • Trotz-Reaktion mit Wortwahl "das können Sie doch nicht ernsthaft behaupten" oder "wenn Sie das Waschbecken so zerstören"... Da kann man einfach dran fühlen.

    Ist doch unwichtig ob aus Trotz oder warum auch immer. Wichtig ist doch nur das faktisch nichts hinter den Aussagen steckt.


    Er spricht jetzt auf einmal von "Zerstörung" - vorher waren es "Beschädigungen".

    Das wäre im Ergebniss das gleiche, denke ich.

  • Ist doch unwichtig ob aus Trotz oder warum auch immer. Wichtig ist doch nur das faktisch nichts hinter den Aussagen steckt.


    Das wäre im Ergebniss das gleiche, denke ich.

    Ja, hinter diesen Aussagen steckt nichts... ist positiv für uns, da man sehen kann, mit welchen Mitteln er Sachen versucht.

  • Hallo nochmal,


    nach Rücksprache mit dem RA werden wir die Sache jetzt durchziehen...


    Wir warten die sechs Monate ab, dann wird der VM aufgefordert die Kaution auszubezahlen.

    Sollte er dies nicht tun, wird gemahnt, wenn immernoch nicht, dann kommt die Klage.


    Bis heute haben wir ja auch noch keine richtige Forderung. Es sind nur ungefähre Kosten aufgelistet und keine Aufforderung zu zahlen o. ä. (immer nur mit Bitte um Stellungnahme).


    Sofern er seine Forderung nicht geltend macht in den sechs Monaten ist der Drops eh durch... Für Ansprüche, die über die Mitkaution hinausgehen, muss er eh vor Gericht und einklagen.


    Unser RA hat auch nur gesagt "er ist halt unvernünftig - Sie haben es versucht sich gütlich zu einigen... anscheinend braucht er eine Ansage von einem Richter".


    Was den Mietausfall betrifft: Es ist ja seine Entscheidung den Schaden nicht zu beheben und die Wohnung nicht weiter zu vermieten. Er könnte es ja durchführen lassen und versuchen uns die Kosten in Rechnung zu stellen...


    Also von daher sind wir da auf der sicheren Seite... Er ist halt nach wie vor vollumfänglich beweispflichtig... das möchte ihm noch nicht so richtig in den Kopf. Genauso wie das einige Klauseln bereits ungültig sind - egal ob man sie so unterschrieben hat...

  • Hallo alle zusammen,

    ich melde mich mal wieder.


    Wir hatten vor 2 Wochen eine Güteverhandlung - Ergebnis: VM darf 150€ behalten - wir kriegen den Rest. Es war so, dass er natürlich nicht beweisen konnte, dass seine genannten "Schäden" (wovon bei der Güteverhandlung nur eine Bestand hatte - der Rest erledigte sich) durch uns verursacht wurde. Weiterhin konnten wir anhand von Fotos, usw. beweisen, dass es sehr wohl so ist.


    Jetzt meine Frage:

    Wann wird das jetzt fällig? In der Verhandlung wurde nichts gesagt bezüglich dessen. Das Urteil haben wir auch noch nicht und das kann (laut Aussage des Gerichts) noch "ein bisschen dauern"...


    Der Vergleich wurde auch nicht unter "Vorbehalt" geschlossen...


    Gilt die Zahlungsfrist erst mit Zustellung des Beschlusses? Eigentlich müsste sie doch sofort gültig sein. Am Ende wiederholte der Richter nochmal unseren Vergleich, nahm in auf und spiele ihn für alle Beteiligten nochmals ab.


    Danke und Liebe Grüße!


    PS: Sorry: WIR konnten natürlich beweisen, dass die Mängel nicht durch uns verursacht wurden.


    Einen Satz zum Beitrag hinzugefügt und einen

    Satz gelöscht

    Grace

  • Das Urteil haben wir auch noch nicht und das kann (laut Aussage des Gerichts) noch "ein bisschen dauern"...

    Es gibt kein Urteil, es gibt ein Vergleich.


    Wann wird das jetzt fällig?

    Die Fälligkeit tritt sofort ein, also am Tage wo der Vergleich geschlossen worden ist.



    Sollte er nicht zahlen, gilt auch hier wieder Frist setzen und dann kann auch vollstreckt werden.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Oke - dann die Niederschrift oder Sonstiges bekommt man ja vom Gericht?!


    Natürlich haben wir bis jetzt noch nicht unser Geld... könnte ich ihn also (auch ohne was vom Gericht physisch zu haben) erinnern bis Zeitpunkt XY?


    Ist der Beschluss/Vergleich/die Niederschrift vom Gericht nicht der vollstreckbare Titel?



    Ich mein, es wäre ja jetzt blöd, wenn wir 6 Wochen auf das vom Gericht warten müssten und er solange nicht zahlen müsste...