Kündigung wegen Verkauf der Wohnung

  • Hallo zusammen.


    Wir haben heute die schriftliche Kündigung unserer Mietwohnung erhalten. Sie bestand aus einem einzigen Satz: "... fristgemäß zum 31.12.2018."


    Ich weiß, dass wir diese Kündigung ignorieren können, da sie

    1. ohne Angabe eines Grundes ist

    2. der vorliegende Grund (Verkaufsabsicht) keine Kündigung rechtfertigt.


    Mein Problem liegt eigentlich nur darin, dass ich nicht weiß, wie wir uns am besten verhalten sollen.


    Wir wollen noch 2 1/2 Jahre drin bleiben (Schulabschluss des Sohnes).

    Unser Vermieter will verkaufen und denkt, dass er mehr Geld bekommt, wenn er Käufern sagen kann, wann die Wohnung beziehbar wäre, bzw sich mehr Käufer dafür interessieren werden.

    Die Käufer gehen dann evtl davon aus, dass sie am 1.1.2019 einziehen oder neu/teurer vermieten können (wenn sie genauso wenig Ahnung haben, wie unser jetziger Vermieter). - Und dann ist Stress vorprogrammiert.


    Sollten wir den jetzigen Vermieter aufklären (nettes älteres Ehepaar) oder nix sagen und so evtl das ganze 2 1/2 Jahre hinauszögern können.

    Alles erübrigt sich natürlich, wenn sich ein Käufer findet, der gar nicht einziehen will.


    Vielen Dank für eure Antworten.

    Andrea

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  • Ich würde ganz ruhig und gelassen bleiben und erst mit den Tatsachen rausrücken, wenn euch die Vermieter auf diese Kündigung ansprechen. Dann erst ganz entsetzt fragen, welche Kündigung, ach das, das war doch überhaupt keine.

  • Diese Kündigung des Vermieters ist ohne eine Begründung unwirksam.


    Der Mieter braucht hier m.E. nichts zu unternehmen.

    Wir haben heute die schriftliche Kündigung unserer Mietwohnung erhalten. Sie bestand aus einem einzigen Satz: "... fristgemäß zum 31.12.2018."

  • Hallo,


    ich würde da auch nichts machen, außer allen Mietinteressenten zu sagen, dass ihr euch mit Händen und Füssen wehren werdet, wenn ihr gekündigt werdet.


    Gruß

    H H

  • Hallo,


    nicht zu unternehmen ist kontraproduktiv.


    Besser die Kündigung zurückweisen oder von einem Juristen oder Mieterverein zurückweisen lassen.


    Die Gewissheit ist allemal besser als im Unwissen permanent mit dem Dammokelsschwert einer Eigenbedarfskündigung leben zu müssen, auch wenn das nur wenige Jahre sind die ihr noch dort bleiben wollt, vielleicht in der Kenntnis dessen, würde sich der Vermieter darauf einlassen, von dieser Kündigung abzusehen.


    Mit einer Verwertungskündigung könnte er aber auch nur mit massiv erschwerten Bedingungen durchkommen, man darf sich nicht sicher sein, dass, die Sache mit Nichtstun abgehakt wäre!


    Gruß

    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!

  • Mein Problem liegt eigentlich nur darin, dass ich nicht weiß, wie wir uns am besten verhalten sollen.


    Wir wollen noch 2 1/2 Jahre drin bleiben (Schulabschluss des Sohnes).

    Jede Möglichkeit wahrnehmen die sich bietet um in der Wohnung zu verbleiben. Schulwechsel ist für Kinder nicht unbedingt von Vorteil.

  • Die Gewissheit ist allemal besser als im Unwissen permanent mit dem Dammokelsschwert einer Eigenbedarfskündigung leben zu müssen, auch wenn das nur wenige Jahre sind die ihr noch dort bleiben wollt, vielleicht in der Kenntnis dessen, würde sich der Vermieter darauf einlassen, von dieser Kündigung abzusehen.

    Aber jetzt denkt der Vermieter, er wird den Mieter rechtzeitig los. Wenn er jetzt dagegen vorgeht wird der Vermieter erneut gekündigt und dadurch verliert er 10 Monate, wo der Vermieter früher reagieren kann.

    Die Eigenbedarfkündigung nach dem Verkauf dauert dann ja wieder, wenn jetzt schon eine Kündigungsfrist von 10 Monate besteht.


    Jede Möglichkeit wahrnehmen die sich bietet um in der Wohnung zu verbleiben. Schulwechsel ist für Kinder nicht unbedingt von Vorteil.

    Nicht jeder Umzug bedingt einen Schulwechsel.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Ich würde vermutlich gar nicht darauf reagieren. Weißt Ihr den Vermieter nun darauf hin, dass die Kündigung unwirksam ist, wird er Euch ggfs. eine (vorgeschobene) Eigenbedarfskündigung einreichen.


    Diese wäre dann zwar ebenso unwirksam, bedeutet für Euch aber trotzdem noch mehr ärger.


    Wir wollen noch 2 1/2 Jahre drin bleiben (Schulabschluss des Sohnes).

    Wenn das Haus nun aber verkauft wird, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Euch dann eine Eigenbedarfskündigung des Neueigentümers ins Haus flattert.


    Folglich wären die 2 1/2 Jahre dann auch nicht realisierbar.


    Nur als Anregung: Warum verhandelt Ihr nicht jetzt mit dem aktuellen Vermieter? Wenn er Euch raus haben möchte, dann darf er die Kosten des Umzugs und evtl. Maklergebühren übernehmen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Aber jetzt denkt der Vermieter, er wird den Mieter rechtzeitig los. Wenn er jetzt dagegen vorgeht wird der Vermieter erneut gekündigt und dadurch verliert er 10 Monate, wo der Vermieter früher reagieren kann.

    Die Eigenbedarfkündigung nach dem Verkauf dauert dann ja wieder, wenn jetzt schon eine Kündigungsfrist von 10 Monate besteht.


    Hallo,


    so kann man das unvermeidliche hinausziehen und den Vermieter ein wenig ärgern, ob das produktiv ist muss der TE selber entscheiden, ich jedenfalls würde in dieser Unsicherheit nicht leben wollen, noch meine Rechte in der Hinsicht schleifen lassen wollen.


    Soll er doch wissen dass mit mir nicht gut Krischenessen ist, egal was er jetzt hinterherschiebt es kann dagegen argumentiert werden, im Endeffekt wissen wir alle was er vorhat und auch die Gerichtsbarkeit ist nicht mehr dumm.


    Wie gesagt wäre meine Vorgehensweise, ob der TE dem Folge leistet muss er selber entscheiden.


    Gruß

    BHShuber

    Antworten und Beiträge basieren auf persönliche Erfahrungen und auschließlich meiner Meinung und sind keinesfalls als Aufforderung zu einer Handlung oder Rechts- oder Steuerberatung aufzufassen! Somit besteht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der abgegebenen Kommentare!

  • Mein Problem liegt eigentlich nur darin, dass ich nicht weiß, wie wir uns am besten verhalten sollen.


    Wir wollen noch 2 1/2 Jahre drin bleiben (Schulabschluss des Sohnes).

    Das eigene Wissen des Fragestellers und #3 gehen in die gleiche Richtung.


    Ich meine, dass keine Reaktion (man hat ja noch Monate zeit) den Vermieter verunsichert und er wird auf den Mieter zukommen. Denn schließlich steckt er in der Klemme wenn er die Wohnung zum 01.01.19 nicht ohne Mieter verkaufen möchte.


    Da die 2 1/2 Jahre Schulzeit doch noch recht lange sind glaube ich nicht, dass man mit einem entsprechenden Widerspruch etwas erreichen kann.


    Der beste Weg wäre, wenn man vorerst nicht auf die Kündigung eingeht und (nach 2 bis 3 Monaten) mit dem Vermieter ein Gespräch über einen Aufhebungsvertrag führt in dem man die Situation beider Seiten bespricht.

  • Hallo, vielen Dank für eure Stellungnahmen!


    Wir werden jetzt abwarten, wer die Wohnung letztlich kauft (und wann). Er wird sich ja dann mit uns in Verbindung setzen. Wir werden dann in Ruhe das Gespräch suchen und wenn er selbst einziehen will, unsre Situation klar machen.

    Unsrem Noch-Vermieter sagen wir nix.


    Grüße Andrea