Mietrechtsschutz - Vergleichswerte?

  • Hallo,


    aus aktuellem Anlass steht die Erweiterung meiner bestehenden Rechtsschutzversicherung um den Bereich Miete an. Privat, Beruf und Verkehr sind seit etwas über 3 Jahren ohne Inanspruchnahme vorhanden, leider war ich im Mietbereich damals zu naiv, es hatte ja seit Jahren keine Probleme gegeben.


    Ich habe nun schon mehrere Angebote eingeholt: Erweiterung der bestehenden Versicherung (WGV); Komplettpaket vom DMB; Komplettpaket über Maklerbüro.


    Preislich liegen die Angebote recht nah beieinander, daher würde mich zum einen die vorhandenen Erfahrungswerte interessieren, wie im Schadensfall alles geklappt hat (oder eben auch nicht). Außerdem kann ich noch nicht so recht erkennen, welche Details gerade im für mich neuen Bereich Miete besonders wichtig sind. Worauf sollte ich speziell achten?


    Danke und Gruß

    Magnus

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  • Den deutschen Mieterschutzbund kannst Du vergessen. In der Regel ist das nur eine Interessenvertretung "von Mietern für Mieter", die - übertriebenermaßen - aus umgeschulten Holzfällern besteht.


    Ansonsten würde ich hier die üblichen Vergleichsportale im Internet bemühen und die dazugehörigen Bewertungen/Kritiken lesen.

    Die Tatsache, dass Du über DMB oder Maklerbüro abschließt, sagt gar nichts über Preis-Leistung und Service des Versicherungsgebers aus.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • aus aktuellem Anlass steht die Erweiterung meiner bestehenden Rechtsschutzversicherung um den Bereich Miete an.

    Wenn das bedeutet, dass Du bereits einen Schadensfall hättest., dann vergiss die Erweiterung.


    Zudem kommt bei RS-Versicherungen immer noch hinzu, dass die Versicherung eine Zusage nicht grundsätzlich geben muss, wenn nicht klar ist, dass man einen Rechtsstreit gewinnen könnte.


    Vielleicht könntest Du kurz schildern um was für ein Problem es sich handelt. Oft hilft auch schon eine Haftpflichtversicherung, weil dort ein passiver RS gilt.

  • Wenn das bedeutet, dass Du bereits einen Schadensfall hättest., dann vergiss die Erweiterung.

    Guter Einwand, da muss ich mich klarer Ausdrücken: Der zusätzliche Mietrechtsschutz soll für die zukünftige rechtliche Abdeckung abgeschlossen werden. Im aktuellen Fall (auch hier im Forum geschildert) wäre es natürlich praktisch gewesen, meine bestehende Versicherung bietet aber immerhin die Telefonberatung umsonst an. Für den Moment sollte das auch ausreichen.

    Also wenn ich in 3+x Monaten umziehe möchte ich den neuen Mietvertrag vorlegen, künftig evtl. Nebenkostenabrechnungen prüfen und natürlich falls es irgendwann wieder zu einem außergewöhnlichen Ereignis kommt einfach den schnellen rechtlichen Beistand haben.


    Passiver RS ist auch ein guter Hinweis. Der Begriff ist mir zwar geläufig, kam mir aber gar nicht in den Sinn. Privathaftpflicht ist ja vorhanden. Werde mich auf jeden Fall informieren, was ich damit abdecken kann.


    Ansonsten tendiere ich momentan dazu, meinen bestehenden Vertrag zu erweitern. Vom DMB höre ich allgemein nicht unbedingt nur Gutes.

  • Also wenn ich in 3+x Monaten umziehe möchte ich den neuen Mietvertrag vorlegen, künftig evtl. Nebenkostenabrechnungen prüfen und natürlich falls es irgendwann wieder zu einem außergewöhnlichen Ereignis kommt einfach den schnellen rechtlichen Beistand haben.

    Hallo,


    auf solche Kunden warten die Versicherungen nicht gerade. Meine Erfahrung ist, dass die klallhart aussortieren, wenn die merken, dass sie ein streitfreudigen Kunden haben.


    Aber wenn du bald ein größeres Problem erwartest, dann solltest du schon abschließen. Um den ersten "Schaden" kommen die nicht herum.


    Gruß

    H H

  • auf solche Kunden warten die Versicherungen nicht gerade. Meine Erfahrung ist, dass die klallhart aussortieren, wenn die merken, dass sie ein streitfreudigen Kunden haben.

    Muss nicht unbedingt so sein. Jede Versicherung holt sich das Geld vom Verlierer zurück. Versicherungen sortieren dann aus, wenn sie merken, ein Kunde streitet "unbegründet", nach dem Motto: Egal, welche Mieter er ins Haus nimmt, sollte die Sache schief laufen, die Versicherung zahlt."

    Das durchschauen Versicherungen recht schnell.

  • Jede Versicherung holt sich das Geld vom Verlierer zurück.

    Hier geht es aber darum, dass der TE seinen Mietvertrag und die Abrechnungen anwaltlich prüfen lassen möchte. Hier gibt es also keine beklagte Partei, bei welcher man sich das Geld zurückholen kann.


    Solche simplen Dinge, wie "prüf mal, ob mein Mietvertrag richtig ist", bzw. wo es nicht einmal einen zwingenden Verdacht gibt, dass etwas falsch ist, sind bei den Versicherungen nicht gern gesehen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Solche simplen Dinge, wie "prüf mal, ob mein Mietvertrag richtig ist", bzw. wo es nicht einmal einen zwingenden Verdacht gibt, dass etwas falsch ist, sind bei den Versicherungen nicht gern gesehen.


    :thumbup: Wie wahr, da ist manch Einer beim ersten Schaden schon seine Versicherung

    quitt gewesen.



  • Hallo Magnus,


    sei vorsichtig. Ich kann nur bestätigen was die anderen hier geschrieben haben. DMB die helfen dir solange es um Anmahnungen geht usw. jedoch in dem Ernstfall und vor Gericht dürfen sie dich nicht vertreten. Das ist eigentlich das Wichtigste für die meisten Menschen, die sich mit den ganzen Gesetzen nicht gut auskennen. Wenn du viele Schadensfälle abdecken willst, fliegst du irgend wann raus.


    Viel Erfolg

    Blackbox

  • Aus einer normalen Mieterrechtsschutzversicherung schon. Nur die

    Rechtsschutzversicherung von den Mietervereinen behält die Nerven.

    Besonders, wer eine Wohnung von einem Großvermieter hat, ist

    mit dieser Mieterrechtsschutzversicherung besser beraten.