Nebenkostenabrechnung -Schornsteinfeger

  • Hallo zusammen!


    Bez. den Nebenksoten habe ich folgende Fragen:


    1. Ich habe auf den Nebenkosten Kaminkehrer ( 45,99) + Kaminkehrer allg. (2,45)

    Beim "Kaminkehrer" könnte es sich um die Rechnung des Kaminkehers handeln. Was ist aber kaminkehrer allg. ?

    Hier ist auffällig, dass meine Vermieterin diese Kosten für "Kaminkehrer allg.", auch wenn es nicht viel ist, jedes Jahr aufführt. Der Kaminkehrer kommt aber bei mir alle zwei Jahre. Kennt sich damit jemand aus? Ist das Rechtens so?

    Zumindest im Jahr 2016 kam der Kaminkehrer in der oberen Partei und Wohnung nicht rein um den Kamin zu reinigen.

    Hier besteht der Zettel des Kaminkehrers, der hing bis letztes Jahr im August noch an der Tür der oberen Partei. Dies wurde von mir und der Hausverwaltung per Bild festgehalten. Meine Vermieterin ist umgezogen ohne eine neue Adresse zu hinterlassen.


    2. Hausreinigung gesamt 176,09 €, geteilt durch zwei Parteien, mein Anteil wäre 88,05 € im Vertrag steht unter Pkt. 6 Gebäudereinigung. Das einzige was gereinigt wird ist das Treppenhaus. Weder die Fenster noch die Glasscheiben an den Türen werden geputzt. Und für das muss ich 88,05 € zahlen?


    3.Reinigungsmaterial. Ist hier mit "Reinigungsmaterial" das Putzmittel für das Treppenhaus gemeint? Ist es nicht bereits in der Hausreinigung inbegriffen ? Muss ich dafür aufkommen?


    Ich wäre für jede Antwort dankbar

    mfg

    blackbox

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  • Hier hilft nur der Blick in den Mietvertrag, bzw. in die Abrechnungsunterlagen.


    Was ist denn hinsichtlich der Treppenhausreinigung vereinbart?

    Wenn nicht vereinbart ist, dass Fenster gereinigt werden, dann muss dies auch nicht gemacht werden. Dein Anteil von 88 € im Jahr ist auch nicht so viel. Da zahlen einige meiner Mieter mehr (mit Fensterreinigung).


    Ansonsten ist Kaminkehrer/Schornsteinfeger ein teilweise irreführender Begriff.


    Dieser beinhaltet nicht nur das Reinigen des Kamins, sondern generell alle Abluftanlagen (Badlüfter). Weiterhin führt dieser auch Immissionsschutzmessungen an Heizungsanlagen durch.


    Eine Antwort hierauf kann Dir aber nur der Vermieter geben.

    3.Reinigungsmaterial. Ist hier mit "Reinigungsmaterial" das Putzmittel für das Treppenhaus gemeint? Ist es nicht bereits in der Hausreinigung inbegriffen ? Muss ich dafür aufkommen?

    Gleiches, wie oben. Die Frage kann nur der Vermieter beantworten. Letztendlich ist es aber egal, ob Reinigung und Putzmittel zusammen abgerechnet werden oder hier eine Trennung vorgenommen wird.

    Das ganze muss aber anhand der Rechnungen des Reinigungsunternehmens hervorgehen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallo !


    Treppenhausreinigung habe ich auf den Mietvertrag nicht direkt. Lt. Mietvertrag habe ich nur diese drei Punkte die zur Treppenreinigung passen könnten.

    6) Gebäudereinigung und Ungezeiferbekämpfung

    11) Die Kosten für den Hauswart

    15) sonstige Betriebskosten


    Ich habe es so geschrieben weil meine Vermieterin es so rein geschrieben hatte. Das ist auch für mich verwirrend. Ich habe mal nachgeschaut. Ist anscheinend das Gleiche und es gibt noch weitere regionale Bezeichungen. Wie z.B. Feuermauerkehrer, Rauchfangkehrer, Schlotfeger, Essenkehrer oder Schorrit. Bei uns im Lande heißt er Schornsteinfeger.


    Die Original-Rechnugnen verweigert sie immer. Die gibt mir immer nur Bruchteile anhand dieser habe ich einige ungereimtheiten endeckt. Ich fordere sie jetzt schriftlich dazu auf mir diese vorzulegen.


    Trotz allem Danke für deine Hilfe.

  • Die Rechnungen kann sie aber nicht verweigern. In deinem Fall sind diese auch die einzige Möglichkeit, um Licht ins Dunkel zu bringen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Es ist ja nicht der Betrag, ich kann dieser Person nichts mehr glauben. Deshalb hinterfrage ich alles. Die Verweigerung der Einsicht in die Originale sagt schon alles.


    Das ist genau das Leipziger82, ohne Originale kann ich weder die Preise nachprüfen oder die richtigen Kosten ausrechnen.


    Vielen Dank eure Antworten haben mir trotzallem viel geholfen.

  • Ich würde den Vermieter hier einfach schriftlich auffordern, eine Einsicht zu erhalten. Das Recht hast Du und kannst dies ggfs. auch mithilfe eines Fachanwaltes durchsetzen.

    Im Zweifel auch mithilfe eines Richters.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Betriebskostenabrechnung - Ihr Recht auf Belegeinsicht und Kopien

    Mehr auch hier zur Information:

    Zitat

    Betriebskostenabrechnung und Belegeinsicht des Mieters – Was ist zu beachten - Haufe.de


    Zur Abrechnung der Betriebskosten müssen die Belege nicht beigefügt werden. Der Mieter hat allerdings ein Recht zur Einsichtnahme in diese Belege, nicht aber in die Quittungen. Einsicht in die Unterlagen kann er grundsätzlich im Büro des Vermieters oder Verwalters zu den üblichen Geschäftsstunden nehmen. Hierzu sind dem Mieter die Rechnungen, Lieferscheine, Mess- oder Ableseprotokolle, Gebührenbescheide, Wartungs-, Versicherungs-, Hauswarts- und sonstige Verträge vorzulegen, die für die Abrechnung von Bedeutung sind. Dieses Recht zur Einsichtnahme in die Belege kann bis zum Ablauf der Einwendungsfrist geltend gemacht werden. 1 Preisfreier Wohnraum 1.1 Sichten der Unterlagen als Prüfungsrecht des Mieters Der Mieter ist nach Erhalt einer Betriebskostenabrechnung berechtigt, die Richtigkeit der angesetzten Zahlen und Kosten mithilfe der zugrunde liegenden Belege zu prüfen. Für den Bereich des preisfreien Wohnraums hat der Bundesgerichtshof grundlegend entschieden, dass dem Mieter lediglich ein Einsichtsrecht zusteht (§ 259 Abs. 1 BGB). Denn diese Vorschrift regelt den Umfang der Pflicht, Rechenschaft einer mit Einnahmen und Ausgaben verbundenen Verwaltung abzulegen, und hält fest, dass – lediglich – die "Vorlage" einer geordneten Zusammenstellung von Einnahmen und Ausgaben erfolgen muss. Der Mieter kann nicht verlangen, dass ihm Fotokopien der Belege oder bestimmter Belege zugesandt werden, auch wenn er anbietet, die Kosten hierfür zu erstatten (BGH, Urteil v. 8.3.2006, VIII ZR 78/05, WuM 2006 S. 200).




  • Vielen Dank an alle. Bitte dieses Forum aufrecht erhalten. Ich bin zwar Neuling hier, aber habe so viele wertvolle Infos innerhlb kürzester Zeit bekommen.


    Vielen vielen Dank drücke euch alle gaaanz fest.


    Blackbox