Mietsicherheit

  • Hallo,

    wir wohnen zur Miete in einem Mehrfamilienhaus. Das Haus wurde jetzt verkauft. Wie es aussieht ist der Ex Vermieter Zahlungsunfähig. Da komme ich zu meinem Problem.... Unsere Mietsicherheit! Die neue Vermieterin möchte jetzt von uns eine neue Mietsicherheit haben und behauptet dass wir unser Mietsicherheit vom Ex Vermieter Einklagen müssen. Sie sagt das hätte alles nichts mit ihr zu tun und wir müssten innerhalb 14 Tage 1700 Euro an sie zahlen.

    Hat sie damit recht? Haben wir jetzt einfach Pech das der Ex Vermieter unser Mietsicherheit nicht zurück zahlen kann?


    Ich hoffe ihr könnte mir helfen :)

    LG Sinah

  • Dein Exvermieter müsste deine Kaution Insolvenzsicher angelegt haben, will heißen, die Insolvenz des Vermieters dürfte deine Kaution gar nicht berühren. Falls das anders ist dürfte das für ein Gericht/Staatsanwalt schon von Interesse sein.

    Wichtig wäre das du einen Zahlungsbeleg für die geleistet Kaution hast.

    Unabhängig davon kann die neu Vermieterin, meiner Meinung, aber keine Nachzahlung oder Neuzahlung der Kaution verlangen. Das sind, soweit mir bekannt, dinge die normalerweise zwischen Verkäufer und Käufer vorher zu klären sind, denn auch nur der Verkäufer hätte ja überhaupt Zugriff auf die Kaution.

    Zur sicherheit aber vieleicht noch mal einen Anwalt befragen. Das dürfte schnell und preiswert zu klären sein.

  • Sie sagt das hätte alles nichts mit ihr zu tun und wir müssten innerhalb 14 Tage 1700 Euro an sie zahlen.

    Kannst sie ja dafür mal kräftig auslachen. Einfach ignorieren, wenn sie deswegen kündigt und klagt, einfach weiter lachen und soll sie mal den Prozess verlieren.


    Geregelt ist das in § 566a BGB. Ihr braucht gar nichts zu tun, das ist alleine Sache der neuen Vermieterin. Selbst wenn sie die Kaution nicht bekommt, ihr auszieht, muss sie die Kautionssumme an euch auszahlen.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.