Offene Fenster und Lärm in leer stehender Wohnung

  • Hallo. Ich habe folgendes Problem und kenne mich so gar nicht aus.


    Die Wohnung über mir ist seit einigen Wochen leer. Es kam wohl mal der Hausverwalter, nachdem die Mieterin ausgezogen war und sah nach dem Rechten. Jedoch steht seither auf der Vorder- und der Rückseite vom Haus, je ein Fenster dieser Wohnung offen. Nun ist Winter, es stürmt ab und an. Dies hat zur Folge, dass diese offenen Fenster auf und zu schlagen. Des Nachts wache ich oft dadurch auf. Einmal kam es mir auch so vor, als befände sich ein Vogel in der leeren Wohnung und fliegt umher. Dieser Lärm stört und inzwischen bin ich auch sehr genervt. Den Hausverwalter erreiche ich leider nicht. Mehrfach hinterließ ich ihm eine Nachricht auf Band. Nichts geschieht.


    Nun ist es so, dass wir eine Mieterhöhung bekommen haben, da der Dachboden isoliert worden ist. Mir stellt sich nun die Frage, ob eine leer stehende Wohnung nicht noch mehr abkühlt, als eine Wohnung, in der seit Wochen 2 Fenster permanent offen stehen und ob sich das irgendwie auf meine drunter liegende Wohnung auswirkt, trotz dieser neuen Isolierung am Dach. Die Wohnung über der mit den offenen Fenstern ist ebenfalls leer, hat aber keine offenen Fenster.


    Ich denke auch an die Rohre in der leeren Wohnung. Kann da etwas einfrieren? Zudem regnete es schon mehrfach in die Wohnung rein. An Schimmel, der sich evtl. bilden könnte und zu mir runter zieht, mag ich gar nicht denken. Ist sowas überhaupt möglich, da ja quasi permanent gelüftet ist?


    Muss ich mehr heizen, da ich 2 leere Wohnungen über mir habe, wovon die eine die offenen Fenster hat?


    Was kann ich tun? Weiter den Hausverwalter anrufen, in der Hoffnung, man erreicht ihn mal, wird wohl auch in Zukunft nichts bringen. Kann ich die Miete mindern? Der Hauseigentümer ist auch schon seit Wochen informiert, verwies mich aber an den Hausverwalter, der ja für solche Dinge zuständig sein soll.


    Ich hoffe, hier kann mich jemand aufklären, oder weiß Rat, wie ich weiter vorgehen kann. Danke schön.

  • Wenn man telefonisch niemanden von der Hausverwaltung erreicht, gibt es ja noch die gute alte Post und man schickt einen Brief. Aber ganz ehrlich, wenn mir der Eigentümer/Vermieter mit solch einer Antwort käme, würde ich ihm aber Feuer unterm Hintern machen. Es ist sein Eigentum, das durch Fehler der Verwaltung zu Schaden kommt. Das müsste ihn aber interessieren.

  • Wenn man telefonisch niemanden von der Hausverwaltung erreicht, gibt es ja noch die gute alte Post und man schickt einen Brief.


    Ich vergaß zu erwähnen, dass niemand im Haus die Adresse vom Hausverwalter hat. Aktuell sind 4 Wohnungen vermietet, wovon 2 Parteien die Handynummer und 2 Parteien die Festnetznummer des Hausverwalters besitzen. Auch eine E-Mail-Adresse ist nicht bekannt. Zwar wurde mir beim Einzug eine solche mitgeteilt. Ich schrieb dort auch schon hin. Mit Lesebestätigung. Diese Bestätigung ist noch ausstehend. Bliebe also wirklich nur der Anruf.

  • Es wäre erforderlich, sich an den Eigentümer zu wenden und sich nicht mit seinem Verweis auf den Verwalter abwimmeln zu lassen. Der Eigentümer ist der Vertragspartner, nicht der Verwalter. Wenn der Eigentümer auf den Verwalter verweisen will, dann muss er Kontaktdaten mitteilen, unter denen der Verwalter erreichbar ist.


    Mehr kann man nicht tun. Man kann als Mieter ja nicht in eine fremde Wohnung eindringen oder ähnliches. Mietminderung oder die Heizkosten teilweise nicht anzuerkennen kann man tun, ja. Aber das bringt ja auch keine Lösung oder Abhilfe des Problems.

    Meine Antworten zeigen lediglich meine persönliche Meinung, wie ich eine Sache auf Basis der gegebenen Informationen einschätzen würde. Rechtssicherheit hingegen kann nur ein Anwalt geben.

  • In Ihrem Fall sich per Einschreiben an den VM wenden, Ihr Anliegen genau mitteilen und ihm eine Frist für Behebung der Sache setzen, und bei nicht Beachtung der Frist die Mietminderung ankündigen. Wenn es um Geld geht werden manche VM auch tätig.

  • Hallo!



    bei nicht Beachtung der Frist die Mietminderung ankündigen


    Wer hier im Forum zu einer Mietminderung rät, möge bitte

    in Zukunft diesen Hinweis nicht vergessen:


    :!:Eine Mietminderung nicht ohne rechtlichen Beistand/Rechtsberatung

    durchführen. Bitte den Mieterverein vor Ort aufsuchen, oder bei einer

    Rechtsschutzversicherung einen Anwalt für Mietrecht.:!:


    Danke!


    Gruß

  • n Ihrem Fall sich per Einschreiben an den VM wenden, Ihr Anliegen genau mitteilen und ihm eine Frist für Behebung der Sache setzen, und bei nicht Beachtung der Frist die Mietminderung ankündigen. Wenn es um Geld geht werden manche VM auch tätig

    .".Mietminderung ankündigen" bewirkt bei manchen Vermietern bereits den Willen um tätig zu werden. Ohne anwaltliche Beratung würde ich auch keinen Mieter dazu raten eine Mietminderung durchzuführen.

  • Nun hat sich heute überraschend etwas getan, was mich aber zu neuem Ärger bringt. Ich hatte in den letzten Tagen täglich beim Vermieter angerufen und Druck gemacht. Heute kam endlich jemand her und kümmerte sich sowohl um die offenen Fenster, sowie auch um die kaputte Stelle, die mich nachts wach gehalten hatte. Es handelt sich dabei immer noch um die beiden leeren Wohnungen über meiner Wohnung.


    Ich freute mich erst, das ich nun endlich nachts mehr Ruhe haben werde. Diese Freude verging schneller, als sie gekommen war. Denn mir wurde mitgeteilt, dass man die Anfahrt mir berechnen wolle. Immerhin sei ich es gewesen, die diese Beschwerden geäußert und nach Behebung der Ursachen verlangt hatte. Nun weiß ich nicht, ob ich im falschen Film bin. Die beiden leeren Wohnungen gehen mich ja im Prinzip nichts an. Sondern den Vermieter, oder liege ich da falsch? Ich konnte ja nichts dafür, dass da bald täglich des Nachts so ein Lärm war. Und habe ich nicht das Recht, zu erwarten, dass sich der Vermieter darum kümmert? Es ist doch sein Eigentum. Soll er doch froh sein, dass ihm jemand Meldung macht, bevor was schlimmeres geschieht.


    Mir wurde auch gesagt, dass der Hausverwalter bald wieder erreichbar sein soll. Laut Mietvertrag zahlen wir den auch. Auf meine Frage, ob denn die Zeit, in der unser Hausverwalter nicht erreichbar gewesen ist, von der Miete erlassen wird, wurde dies verneint. Nur weil der Hausverwalter plötzlich für einige Wochen nicht erreichbar wäre, sei er trotzdem vom Vermieter angestellt und muss vom Mieter bezahlt werden. Langsam zweifel ich an meinem Verstand.

  • Denn mir wurde mitgeteilt, dass man die Anfahrt mir berechnen wolle.

    Und damit setzt sich dein Vermieter ins Unrecht. Du bist deiner Pflicht, einen Mangel zu melden, nachgekommen. Eine Berechnung der Anfahrt musst du keinesfalls bezahlen. Frage deinen VM nach welchem Gesetz er diese Forderung stellt? Er wird ins Schleudern kommen, weil es so etwas nicht gibt. Und das mit dem Hausmeister müsste/könnte in Ordnung gehen, denn je nach dem wie sein Vertrag lautet, steht dem Hausmeister eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu.

  • Ich freute mich erst, das ich nun endlich nachts mehr Ruhe haben werde. Diese Freude verging schneller, als sie gekommen war. Denn mir wurde mitgeteilt, dass man die Anfahrt mir berechnen wolle. Immerhin sei ich es gewesen, die diese Beschwerden geäußert und nach Behebung der Ursachen verlangt hatte.

    Du hast keine Beschwerden geäussert vielmehr einen Mangel gemeldet und bist damit Deiner Pflicht nachgekommen. Der Anlass waren die offenstehenden Fenster einer leerstehenden Wohnung, was Dich nicht nur störte, auch aus dem Schlaf riss. Dafür stünde Dir evtl. Mietminderung zu.


    Dir die Anfahrt zu berechnen kann eigentlich nur ein Versuch sein Dir die Kosten aufzubrummen. Ich sehe dazu keine Rechtslage.

  • Frage deinen VM nach welchem Gesetz er diese Forderung stellt?

    Der Vermieter könnte Antworten: Aufwendungsersatz als Folge des Auftrages das Fenster zu schließen.

    Sollte der Vermieter das tatsächlich sagen, muss du dir darum keine Gedanken machen, das ist völlig abwegig und aus der Luft gegriffen. Du hast eine Mängelbeseitung verlangt, nichts anderes und dafür hast du keine Kosten zu tragen.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.