Mängel Mietwohnung Erstbezug und Fragen

  • Hallo in der Runde. Ich komme in meinem Anliegen nicht weiter und habe meal eine Frage. Wieviel kann ich an Miete kürzen wenn der Vermieter nicht einlenkt. Anwalt und so ist für mich in erster Linie kein Weg da es blöderweise auch mein Chef ist.

    Die Wohnung habe ich dieses Jahr neu bezogen ab 1.4 2019 und ist auch ein Erstbezug.

    Folgende Mängel.

    Treppe 3.50m hoch Trittstufe nur 18,5cm tief somit nicht DIN.

    Ein Auf und Abstieg ist nicht gefahrlos zu meistern da man nur mit Zehenspitzen aufsetzt und schon einige kleine Abstürze geschehen sind. Zudem bestehen die Treppe Wangen aus 2 Teilen die sich auch schon maßgeblich spreizen. So das die Gefahr besteht diese in der Mitte durchbricht.

    Gäste WC keine Lüftungsklappe installiert. (100er Loch in der Aussenwand) somit kalt und unbeheizbar. Trotzdem Habe ich eine Belehrung zum richtigen heizen und lüften bekommen.

    Riss in der Glasscheibe der Eingangstür(, vom Vermieter verschuldet)

    Da der Vermieter alles der Wohnungsgesellschaft als Verwalter übertragen hat wurden diese bei Wohnungsübergabe angezeigt und auch letztlich noch einmal bei beiden Seiten schriftlich angezeigt. Der Verwalter meint nur laut Brief sie können nichts machen. Wir sollen dem Vermieter Bescheid geben. Würde zur gleichen Zeit getan. Nur bekommen wir keine Antwort. Bin für Antworten sehr dankbar.

  • Hallo!


    Willkommen im Forum!


    Grundsätzlicher Hinweis! Mietminderungen nur nach Rechtsberatung durchführen.

    Wende dich für eine Rechtsberatung an den ortsansässigen Mieterverein. Hast du
    eine Rechtsschutzversicherung, bitte einen Anwalt aufsuchen.


    Gruß

  • Wieviel kann ich an Miete kürzen wenn der Vermieter nicht einlenkt.

    Eine Rechtsberatung dürfen wir hier nicht geben. Da wäre der Gang zum Anwalt zur Beratung (er muss ja keinen Brief schreiben) die bessere Option.

    Treppe 3.50m hoch Trittstufe nur 18,5cm tief somit nicht DIN.

    Ein Auf und Abstieg ist nicht gefahrlos zu meistern da man nur mit Zehenspitzen aufsetzt und schon einige kleine Abstürze geschehen sind.

    Das hast Du bei der Erstbesichtigung nicht erkannt?


    Hier der Verweis auf § 536b BGB, wonach Du Dinge, die Du bei Vertragsabschluss erkannt hast, später nicht beim Vermieter monieren kannst.

    Damit hat sich auch die Frage nach einer Mietminderung weitestgehend erledigt, aber wie gesagt: Ich kann dann nur ein Anwalt helfen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Vielen Dank erstmal. Doch wurden ja erkannt. Und auch vom Verwalter schriftlich alles festgehalten. Nur ist bis heut nichts passiert und auch auf unser Schreiben wird nicht reagiert. Lg

  • Naja, die Tatsache, dass etwas schriftlich festgehalten wurde, heißt ja nicht, dass auch ein Mangel behoben wird.


    Insbesondere bei der Treppe stelle ich mir das schwierig vor.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallo!


    Als Ergänzung Fragen und dabei § 535 BGB im Blick!


    Doch wurden ja erkannt. Und auch vom Verwalter schriftlich alles festgehalten.


    Und du hast das ebenfalls für deine Unterlagen schriftlich vorliegen?


    Da der Vermieter alles der Wohnungsgesellschaft als Verwalter übertragen hat wurden diese bei Wohnungsübergabe angezeigt und auch letztlich noch einmal bei beiden Seiten schriftlich angezeigt


    Und du hast auch diese Anzeigen ebenfalls für deine Unterlagen

    schriftlich vorliegen?


    Die erneute Mängelanzeige an Vermieter oder Verwalter ist von dir

    ebenfalls schriftlich erfolgt und hast du hast nachweisbar die Mängel

    angezeigt?


    Gruß

  • Vielen Dank das du soviel Antworten gibst. Es gibt alles in 3facher Ausführung. Die kleine ist schon mehr mals abgerutscht von der Treppe. Und Frau mit Wäschekorb ganz zu schweigen.

  • Solange nicht auch die Mängelrechte schriftlich vorbehalten worden sind, scheidet eine Mietminderung auch in meinen Augen aus.


    Wobei beim Riss in der Glasscheibe ich keinen Mangel bejahen würde, solange es optische Natur ist.


    Daher bleibt es bei der Einschätzung vom Leipziger, dass eine Rechtsberatung vor einer eventuell Minderung unerlässlich ist.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.