Wasserschaden durch undichtes Dach - wer muss die Kosten der Renovierung tragen

  • Hallo, ich habe eine Frage zur Kostenübernahme nach einem Wasserschaden.


    Meine Eltern sind Mieter einer Wohnung. Da das Dach undicht war ist an der Decke und zwei Wänden, nach Starkregen, ein Wasserschaden entstanden. Die Wände wurden bereits vom Vermieter getrocknet und vom Schimmel befreit. Jetzt hat der Vermieter mitgeteilt, dass die Renovierung der Decke und Wände 700€ kosten wird. Der Vermieter hat mitgeteilt, dass er nur die Hälfte der Kosten übernehmen wird, also 350€ und die andere Hälfte meine Eltern tragen müssten, da ja auch nur die Hälfte des Raumes, durch den Wasserschaden, beschädigt wurde. Kann der Vermieter, einen Teil der Kosten für die Renovierung auf den Mieter übertragen?

  • Anzeige
  • Nein, natürlich nicht. Der Vermieter hat für diesen Schaden sicherlich eine Gebäudeversicherung und da man Petrus für den Regen nicht verantwortlich machen kann bleibt es am Vermieter, bzw. seiner Versicherung hängen.

  • Ich danke dir für deine Antwort. Habe mir das auch so gedacht. Aber es gab schon Ärger mit dem trocknen der Wände, dies wurde erst nicht für nötig gehalten und den Schimmel haben meine Eltern auch erst selbst entfernt, was natürlich wenig Sinn macht, wenn die Decke und Wände weiterhin nass sind. Der erste Handwerker (Wenn er denn überhaupt vom Fach war), kam zu drei abgesprochen Terminen nicht und beim vierten Termin wurde die Feuchtigkeit gemessen und gesagt, dass alles so trocknen würde und keine Hilfsmittel nötig wären. Erst die zweite Firma hat sofort weitere Schritte unternommen.

  • Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn ich das richtig verstehe, handelt es sich bei den 700 € um die Renovierungskosten für den gesamten Raum, d.h. auch für Wände, die eben nicht vom Wasserschaden betroffen waren.


    Theoretisch könnte der Vermieter auch nur die beschädigten Wände auf eigene Kosten renovieren und den Rest so belassen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Noch als Anmerkung dazu, der Raum muss ein einheitliches Erscheinungsbild abgeben, wenn das auch vorher geben war. Wenn man deutliche Unterschiede erkennt (Farbe, Tapetenmuster), dann ist die Mängelbeseitigung noch nicht abgeschlossen in meinen Augen. Der Raum muss so aussehen wie vorher.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Das geht aus der Fragestellung nicht wirklich hervor. Angenommen, die Küche war vorher Raufaser weiß, dann muss der Vermieter nach meiner Einschätzung lediglich die betroffenen Wände mit Raufaser weiß instand setzen.

    Sicher gibt es dann minimale Unterschiede in der Struktur, welche dann allerdings zu vernachlässigen ist.


    Ich will hier gar nicht großartig rumdiskutieren, sondern lediglich darauf hinweisen, dass der Vermieter mit seiner Aussage nicht ganz unrecht haben könnte.

    Da es hier nicht um wenig Geld geht, sollte man hier ggfs. eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Ich will hier gar nicht großartig rumdiskutieren, sondern lediglich darauf hinweisen, dass der Vermieter mit seiner Aussage nicht ganz unrecht haben könnte.

    Das wollte ich auch nicht. Ich will damit auch gar nicht zum Ausdruck bringen, dass deine Ausführungen nicht korrekt wären, es ist nur ein weiterer Aspekt, den man beachten sollte und noch nicht genannt worden ist.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.