Bodenbeläge - Kündigung und Fragen

  • Hallo zusammen,

    Ich bräuchte dringend Rat. Vor 1,5 Jahren habe wir eine große Mietwohnung bezogen. Der Mietzins ist sehr hoch. Wir mussten 80qm Böden selbst verlegen, wir haben sie saniert bekommen, aber die Böden nackt. Wir haben hochwertigen laminat mit dicker Dämmung belegen lassen, kosten ca 3000€.

    Nun war es so das die Wohnung erheblich Mängel aufwies und wir schon nach 3 Monaten mit Anwälten ortsbegehungen hatten etc. Es sollte einiges gemacht werden, aber hier passiert nix. Hand auch keine Kraft mehr für Anwalt etc. Wir ziehen nun aus, haben jetzt gekündigt. Jetzt steht im Mietvertrag „der verlegte Bodenbelag ist zu entfernen“.

    Ganz ehrlich der wertet die Wohnung sehr auf und man schmeißt doch keinen neuen laminat auf den Müll. Kann man das das machen? Ich wollte ja nie so früh ausziehen, aber die Umstände zwingen uns, da hier zu große Mängel sind. Hat einer eine Idee?

    Nett den Vermieter fragen, haben wir schon der ignoriert uns.

    Lieben Dank für eine Antwort.

    Zirkonia85

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  • Der Vermieter kann verlangen, dass die Wohnung in den Zustand zurückgegeben wird, in welcher diese auch vermietet worden ist. Danach hast du die Pflicht auf Verlangen das Laminat zu entfernen.


    Jedoch gibt es Möglichkeiten diesen Grundsatz zu durchbrechen.

    - Zunächst wäre an Schadensersatz zu denken, durch eventuelle Pflichtverletzungen, die zum Auszug geführt haben. Die Pflichtverletzungen müssen aber so gravierend sein, dass es wirklich unzumutbar wäre da weiter wohnen zu bleiben. Es sind also eher hohe Anforderungen daran zu stellen.

    - Weiterhin könnten vertragliche Gestaltungen zumindest eine Kostenteilnahme verursachen, müsste man dann aber jeweils auf den Vertrag schauen.

    - Denkbar wäre auch eine solche Kostenteilnahme, weil die Wohnung dadurch erst bewohnbar geworden ist, weil ja vorher nichts verlegt war, aber da bin ich mir nicht sicher.


    Also es gibt Ansatzpunkte, die müssen aber juristisch genau geprüft werden. Bei einer Summe von 3.000€ kann sich da eine anwaltliche Beratung wirklich lohnen.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.