Anstrich bei Wohnungsübergabe nicht weiß genug

  • Guten Abend,


    leider bin ich etwas verzweifelt. Meine Freundin und ich sind aus einer Wohnung ausgezogen und hatten letze Woche unsere Schlüsselübergabe. Wir haben die Wohnung vorher gestrichen, weiß auf weiß. Allerdings hat die Vermieterin bemängelt es sei nicht weiß genug und scheckig. Also sollen wir nachbessern. Wir haben dann mit Alpinaweiß „Das Original“ alles sehr gleichmäßig erneut gestrichen. Leider sind diese Schatten immer noch an den gleichen Stellen zu finden. Welches daran liegt das durch das häufige Streichen der Vormieter so langsam die Struktur verloren geht und es somit mal glattere Stellen gibt welche nicht soviel Schatten werfen. Wie gehe ich jetzt vor? Ich vermute das unsere Vermieterin das so nicht akzeptieren wird. Allerdings können wir nichts dafür und bangen um unsere Kaution. Wichtig ist noch, dass wir eine Zusatzvereinbarung unterschrieben haben in der es heißt, dass wir fachgerecht streichen sollen, welches wir getan haben.


    Grüße

  • Doch wir haben Nass in Nass gerollt.


    Also wirklich, sogar 2 mal. Erst längs und dann verstreichen. Die Schatten sind immer an der gleichen Stelle und lassen sich nicht beseitigen.
    Es ist auch nur bei seitlicher Betrachtung gegen das Licht zusehen.

  • Also "scheckige" Wände braucht der Vermieter jedenfalls nicht zu akzeptieren wenn es um Schönheitsreparaturen oder das beseitigen von Beschädigungen geht. Letztedlich gilt wohl mittlere Qualität und Güte als standard.

    Waren die Wände schon scheckig als ihr in die Wohnung eingezogen seid, und/oder gibt es darüber Protokolle? Wie war der Zustand bei eurem Einzug? Ein Verbesserung der Mietsache ist jedenfalls nicht von euch zu verlangen.


    Ob solche Zusatzvereinbarung das aushebeln, bin ich jetzt überfragt.



    in der es heißt, dass wir fachgerecht streichen sollen, welches wir getan haben.

    Nun ja, was willst du hören? Ein scheckige Wand halt ich persönlich nicht für "fachgerecht".

  • Leider gibt es kein Protokoll darüber, weil ich darauf nicht geachtet habe. War meine erste Wohnung, in Zukunft werde ich dort um einiges genauer sein. Diese Schatten müssen vorher existiert haben, weil es an anderen Stellen des Raumes auch solche Stellen gab, wo wir noch nicht gestrichen hatten. Was kann mich jetzt im schlimmsten Fall erwarten? Diese Flecken sind wohl nicht zu beseitigen ohne neu zu tapezieren, da die Farbe halt an manchen Stellen dicker aufgetragen ist, als an anderen. Ich bin aber überzeugt das dies nicht unsere Schuld ist, da wir gleichmäßig, schnell, zu zweit und mit qualitativer Farbe gestrichen haben. Was kann uns jetzt im schlimmsten Fall erwarten? Wir sind beide Studenten und die Kaution ist leider nicht so einfach zu verschmerzen.


    Edit: Bei gescheiter Ausleuchtung des Raumes sind die Schatten nicht zu erkennen und der Raum ist im ganzen wirklich strahlend Weiß, weil mittlerweile auch 3 mal gestrichen.

    Einmal editiert, zuletzt von xyz19 ()

  • Am Ende dürfte es wahrscheinlich darauf hinauslaufen das du dich eben dazu verpflichtet hast eine "fachgerecht gestrichene" Wand zu übergeben. Und mangels Protokolle die das Gegenteil besagen, dürfte es nicht ganz unwahrscheinlich sein das du das auch schuldest.

    Nun kann man sich über die Frage streiten, was ist "fachgerecht"? Eine scheckige Wand dürfte aber wohl nur schwer durchgehen.

  • Also "scheckige" Wände braucht der Vermieter jedenfalls nicht zu akzeptieren wenn es um Schönheitsreparaturen oder das beseitigen von Beschädigungen geht.

    Das würde ich jetzt auch so sehen.


    Das Schönheitsreparaturen fachgerecht ausgeführt werden müssen ist doch Standard.

    Diese Flecken sind wohl nicht zu beseitigen ohne neu zu tapezieren, da die Farbe halt an manchen Stellen dicker aufgetragen ist, als an anderen.

    Auch tapezieren gehört zu Schönheitsreparaturen. Soweit die Schönheitsreparatur wirksam vereinbart worden ist, müsst ihr diese auch leisten. Ihr werdet Beweisprobleme kriegen, dass ihr es nicht verschuldet habt, wenn der Mangel der Wände weder beim Einzug noch während der gesamten Mietzeit angezeigt worden ist oder irgendwie festgehalten worden ist. Nur dass es ja so sein müsse reicht nicht.


    Was kann uns jetzt im schlimmsten Fall erwarten?

    Im schlimmsten Fall lässt man die Renovierung von einem Fachmann machen und ihr trägt die Kosten.


    Dafür müsstest ihr aber wirksam zu einer Schönheitsreparatur verpflichtet worden sein und eure Renovierung müsste nicht fachgerecht sein. Beide Fragen kann man im Einzelfall hier nicht im Forum klären.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.