Heizkörper löst sich aus der Wand, Unfallgefahr

  • Hallo :-)


    Wir haben folgendes Problem: In unserer Wohnung sind alte, sehr schwere Heizkörper einer Zentralheizung in der Wand verankert. Der größte Heizkörper, der normalerweise auf 6 Bolzen liegt, die in der Wand verankert sind und aus dieser senkrecht herausstehen, hat sich gelöst, d.h. die Bolzen haben sich aus der Wand gelöst. Im Moment steht der Heizkörper nurnoch auf seinen eigenen Rohren und auf einem verbliebenen Bolzen.

    Der Heizkörper wackelt stark, wenn man ihn berührt oder ihn andreht und das Wasser durchläuft.

    Vor kurzem waren Handwerker bei uns, um sich das Ganze anzusehen. Sie meinten, dass muss auf jeden Fall gemacht werden. Wenns blöd läuft, kann es passieren, dass der Heizkörper herunterkracht, z. B. wenn man mal irgendwie blöd dagegen kommt. Natürlich passen wir sehr gut auf, dass nichts passiert. Aber Unfälle im Haushalt können immer passieren und hier besteht Gefahrpotential. Dieses sollte beseitigt werden.


    Wir haben den Umstand unserer Hausverwaltung (die den Vermieter in allen Fragen vertritt) am 2. Oktober 2019 schriftlich und später nochmal telefonisch gemeldet. Nun ist es so, dass die Hausverwaltung die Sache verschleppt ("es besteht keine akute Unfallgefahr") und außerdem gesagt hat, den Heizkörper neu zu verankern oder alternativ einen neuen Heizkörper zu installieren, sei zu teuer (weil in beiden Fällen zwei Handwerker den ganzen Tag beschäftigt sind). Als Alternative schlägt die Hausverwaltung vor, eine Stützvorrichtung zu bauen, die wahrscheinlich dann im Boden verankert werden soll (ist mir aber nicht ganz klar, wie).


    Meine Fragen


    1) Auch wenn keine akute Unfallgefahr vorliegt, ist es doch eine Gefahrenstelle. Der Heizkörper befindet sich zudem im Wohnzimmer, also an einem Ort, an dem man sich häufig aufhält. Meiner Meinung nach ist jetzt nach bereits 2 Monaten eine angemessene Frist deutlich überschritten. Welche Handhabe haben wir, dass der Heizkörper wie auch immer befestigt wird und somit das Gefahrenpotential beseitigt ist?


    2) Die Alternative mit der Stützvorrichtung (die ich als provisorisch charakterisieren würde, sie soll aber eine Dauerhafte Lösung sein) halte ich für eine Änderung an der Mietsache. Ich denke es ist verständlich, dass man im Wohnzimmer keine Stützvorichtung am Heizkörper haben will und das war auch nicht Teil der Mietsache und damit des Mietvertrags. Daher die zweite Frage: Gehe ich richtig in der Annahme, dass wir dieser Lösung nicht zustimmen müssen?


    Vielen Dank für jede Hilfe

    Grüße

    Karl



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  • Hallo,


    sofern der Mangel nachweislich angezeigt worden ist mit einer Fristsetzung, besteht immer die Möglichkeit der Selbstvornahme, dies ist geregelt in § 536a II BGB. Nach meinen persönlichen empfinden ist dies auch dringend angezeigt. Jedoch muss man sich auch bewusst sein, falls irgendeine Voraussetzung nicht gegeben ist man der Gefahr läuft auf den Kosten sitzen zu bleiben.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Okay danke. Eine Frist hatte ich damals nicht gesetzt. Als Nachweis habe für die Benachrichtigung habe ich eine E-Mail (ist eine E-Mail als Nachweis ausreichend)? Ansonsten hatte ich nur mehrere Telefonate.


    Ich werde dann erstmal nochmal etwas Schreiben und dann weitersehen.

  • Ich werde dann erstmal nochmal etwas Schreiben und dann weitersehen.

    Das ist wahrscheinlich die sicherste Vorgehensweise, dann auch bitte als Einwurfschreiben

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.