ungeplante Nebenkostenforderung

  • Hallo Community,


    ich wohne seit 12 Jahren in einer Einliegerwohnung. Mietpreis 350,- / Mon, inkl. Nebenkosten für 60qm

    Da es im Haus keinerlei Ablesegeräte gibt, steht im Mietvertrag die Klausel "eine Nebenkostenabrechnung findet nicht statt."

    Nun fordert mein Vermieter eine Nachzahlung von 500,- da seine Kosten gestiegen sind und ich ja in den 12 Jahren keine Erhöhung hatte. Diese Nachzahlung habe ich abgelehnt mit Verweis auf die o.g. Klausel. Nun fordert er eine Mieterhöhung um 20% (=70,-), sollte ich diese nicht akzeptieren, will er mir mit einer Frist von 9 Monaten kündigen.


    Die Kaltmiete liegt lt. Mietspiegel bei 4,- / qm, also 240 Euro / Monat. Die Nebenkosten aber in keinster Weise definiert.


    Wie kann ich der Erhöhung widersprechen, denn meines Erachtens liegt das deutlich über dem Mietspiegel?

    Und wäre eine Kündigung rechtens, wenn ich die Erhöhung ablehne?


    Danke Euch.

  • Wenn ansonsten nur der Vermieter und keine weiteren Parteien im Haus leben, kann er ganz ohne Begründung kündigen. Auf diesem Wege kann er per Kündigung und Angebot eines neuen Mietvertrages mit höherer Nebenkostenpauschale oder/und Miethöhe die Konditionen anpassen. Oder eben auch einem Mieter kündigen ohne ihm einen neuen Vertrag anzubieten.


    Deshalb hilft dir das Widersprechen nicht dauerhaft. Kannst du zwar machen, aber vermutlich kannst du dich dann schon mal auf Wohnungssuche machen. Die Kündigungsfrist des Vermieters beträgt jedoch in diesem Fall 12 Monate und nicht nur 9.

  • Rückwirkend ist sowas aber nicht möglich, sondern nur für die Zukunft!

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.