Haustierklausel Mietvertrag

  • Hi,
    für unseren Mietvertrag sollen wir, da wir eine Katze besitzen, einen Zusatz unterschreiben, der folgendes beinhaltet:


    "1. Der Mieter verpflichtet sich bei Beschwerden durch andere Mieter im Haus, die Katze nach der zweiten Abmahnung durch die Hausverwaltung binnen 14 Tagen abzuschaffen.
    2. Es wird ausdrücklich zwischen dem Vermieter und dem Mieter vereinbart, dass bei Beschädigungen oder Verunreinigungen an Vermietereigentum insbesondere an den Bodenbelägen, Wänden, Fenstern oder Türen, die auf die Katze zurück zu führen sind, die beschädigten Teile durch den Mieter bei Auszug gleichwertig neu ersetzt werden müssen."


    Wie rechtens ist das? Wer entscheided, ob so eine Abmahnung ausreichend begründet ist? Und wer entscheidet (auf welcher Basis), ob die Schäden eindeutig auf das Tier zurückzuführen sind?
    Wir haben einen sehr ruhigen Kater, der weder lärmt noch seine Krallen austobt. Theoretisch machen wir uns also keine Sorgen, aber wir möchten auch nicht normale Abnutzungen am Laminat etc. durch uns oder Stühlerücken auf die Katze abschieben lassen und damit dann eine Rechnung erhalten. Auch weiß ich nich nicht, wer unsere Nachbarn sein werden und ich bin einfach verunsichert, ob wir so was unterschreiben müssen, um die Wohnung zu bekommen.


    Was denkt Ihr?
    Danke schon mal
    Ines

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  • Da das Halten von Hunden und Katzen in Mietwohnungen vom Vermieter untersagt werden kann, bzw. erlaubnispflichtig ist, kann der Vermieter bestimmen, zu welchen Konditionen er die Ausnahme macht.


    Da Sie ja selbst schreiben, dass Ihr Stubentiger eher jemand von der ruhigen Sorte ist, sehe ich keine Probleme diesen Mietvertrag zu unterschreiben.


    Und, unterschreiben müssen Sie nicht. Nur bekommt dann jemand anderes die Wohnung.

  • Genau so habe ich mir das ja auch schon gedacht. Ich würde nur gerne wenigstens den Versuch unternehmen, gerade den 2. Punkt so zu formulieren, dass nicht jede normale Abnutzung durch die Zeit des Bewohnens auf das Haustier zurückfällt - denn die klassiche Abnutzung von Bodenbelägen etc. ist ja auch durch einen Teil der Miete bereits beglichen. Das wir zerkratzte Tapeten erneuern finde ich selbstverständlich...

  • Genau so habe ich mir das ja auch schon gedacht. Ich würde nur gerne wenigstens den Versuch unternehmen, gerade den 2. Punkt so zu formulieren, dass nicht jede normale Abnutzung durch die Zeit des Bewohnens auf das Haustier zurückfällt


    Was hindert Sie daran, Ihre Vorstellungen dieser Klausel mit einzubringen. Aber bedenken Sie, in Ihrem Fall dürfte der Vermieter am längeren Hebel sitzen.

    - denn die klassiche Abnutzung von Bodenbelägen etc. ist ja auch durch einen Teil der Miete bereits beglichen. Das wir zerkratzte Tapeten erneuern finde ich selbstverständlich...


    Haben Sie überhaupt schon mit der Verwaltung über dieses Thema diskutiert?

  • Zitat

    Es wird ausdrücklich zwischen dem Vermieter und dem Mieter vereinbart, dass bei Beschädigungen oder Verunreinigungen an Vermietereigentum insbesondere an den Bodenbelägen, Wänden, Fenstern oder Türen, die auf die Katze zurück zu führen sind, die beschädigten Teile durch den Mieter bei Auszug gleichwertig neu ersetzt werden müssen."


    Hmm ich kann an der Formulierung auch aus Sicht eines Mieters nichts verwerfliches entdecken und mir fällt auf Anhieb keine andere sinnvollere Formulierung ein