Kellerinnenwand aus Holz angebohrt

  • Hallo, ich habe neue Nachbarn deren Keller genau neben meinem liegt. Wir sind beides Mieter. Unsere Keller sind durch eine Sprossenwand aus Holz von einander getrennt - sprich man kann durchgucken.


    Meine neuen Nachbarn haben nun an dieser Wand eine Halterung für ihren Autodachfahrradträger befestigt. Dazu haben sie zur Stabelisierung an meiner Wandseite in meinem Keller (wie auch immer sie das geschafft haben) eine Stütze aus Brettern rangebohrt. Die Spitzen der Schrauben, die widerum von ihrer Seite reingeschraubt wurden, gucken dabei ebenfalls noch auf meiner Seite raus.


    Die Spitzen der Schrauben nehme ich nicht hin. Ich will auch Stabelisierung in meinem Keller nicht hinnehmen, obwohl sie mich in kleinster Weise beeinträchtigt, da ich nicht vorher gefragt wurde.


    Ist das Bohren in solche Sprossenwände überhaupt erlaubt? Die Löcher kann man ja später nicht wie bei einer Betonwand wieder schließen.

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  • Scheinbar ist der Nachbar in deinem Keller gewesen und hat Hausfriedensbruch begangen, denn deine Kellersaeite ist für den Nachbarn tabu. Informiere den Vermieter und verlange die Demontage. Wundere dich nicht, wenn dich die Nachbarn nicht mehr grüßen.


    Ist das Bohren in solche Sprossenwände überhaupt erlaubt? Die Löcher kann man ja später nicht wie bei einer Betonwand wieder schließen.

    Wenn mit den richtigen Spax-Schrauben gearbeitet wurde, verschließen sich die Bohrungen von selbst. (Hundertfach erlebt)

  • Ist es möglich, dass deine Nachbarn in deinem Keller waren? Oder ist dieser verschlossen? Gab es Einbruchsspuren? Je nachdem kommt Hausfriedensbuch in Frage oder auch nicht.


    Ob das Holz angebohrt werden darf oder nicht, hängt davon ab, ob der Vermieter das erlaubt hat oder nicht. Selbstverständlich dürfen keine Spitzen auf deiner Seite herausragen, an denen du dich verletzten könntest.


    Ich bin mir nicht sicher, ob du aus Prinzip die Entfernung verlangen kannst, dass die Verstärkung entfernt wird, wenn sie dich nicht beeinträchtigt.

  • Köbes  Schweinchenfan Es geht aus dem Zusammenhang der Informationen klar hervor, dass der Fragesteller nicht davon ausgeht, dass der Nachbar seinen Keller unerlaubt betreten hat, sondern er geht davon aus, dass die Montage durch die Sprossen hindurch vorgenommen wurde. Er hätte das sicherlich erwähnt, wenn er entsprechende Spuren dazu gefunden hätte. Überlegungen in Richtung Hausfriedensbruch sind somit nicht das Thema der Frage.


    obwohl sie mich in kleinster Weise beeinträchtigt, da ich nicht vorher gefragt wurde.

    Robyn, es geht dir also mehr ums Prinzip, da du nicht gefragt wurdest. Du bist keineswegs in der Nutzung deines Kellers eingeschränkt.


    Bei allem Verständnis für den Stolz in dir, respektvoll behandelt zu werden indem man dich fragt, denke ich, du solltest dir ernsthaft überlegen, ob es die Sache wert ist, darum eine Aufruhr zu verursachen. Denke bitte nach und versetze dich in die Köpfe der Nachbarn. Diese haben dir mit Sicherheit nicht schaden wollen oder sonst irgend wie benachteiligen. Sicherlich haben sie es sich vorher überlegt, ob du davon gestört bist und sie fanden nichts schimmes daran.


    Es ist nur ein Keller. Wie oft gehst du da hin und siehst das. Betrachte es neutral, dann wirst du vermutlich zum Ergenis kommen, dass es die Sache nicht wert ist, sich darüber ernsthaft aufzuregen.


    Wenn du aber nun eine größere Beschwerde oder gar einen Aufstand anfängst, dann wird das möglicherweise den Frieden mit den Nachbarn stören. Man wohnt nun mal mit den Nachbarn unter einem Dach. Und da sollte man über die Verhältnismäßigkeit der Dinge nachdenken. Aktio = Reaktio. Jede Aktion löst eine Gegenreaktion aus. Und bei einer anderen Gelegenheit bist du vielleicht froh, wenn dann ein Nachbar DIR Verständnis entgegen bringt.


    Natürlich kannst du bei den Nachbarn beiläufig mal erwähnen, dass du schon gern gefragt werden möchtest, wenn künftig irgend was ist, und du dann auch gern bereit bist zu helfen. Aber überlege weise, ob es die Sache wert ist, Stress zu machen. Manchmal ist es klüger hinter seinen persönlichen Befindlichkeiten zurück zu stehen und etwas weiter zu blicken, ob man vielleicht mit seinem Handeln das Gegenteil erreichen könnte als man will.

  • Der Keller wurde nicht aufgebrochen. Die werden die Bretter durch die Stäbe geschleust und dann irgendwie zurecht balanciert haben.


    Wie gesagt, ich bin eigentlich absolut entspannt, wenn es um sowas geht... aber ich finde es heutzutage einfach nur frech, dass viele Menschen denken, sie können machen was sie wollen... und man selbst soll für alles Verständnis haben und zu allem „Ja“ und „Amen“ sagen.

  • Fruggel


    Ich weiß was du meinst.


    Aber wer ist denn der Dumme, wenn die Sprossen nachher beschädigt sind, wenn die Nachbarn wieder ausziehen? Nämlich ich, weil die Stütze auf meiner Seite hing. Oder die Stütze abbricht und auf meine Gegenstände fällt? Da kommt dann wieder ein so daher gesagtes "Entschuldigung"...

    Wie würdest du das denn finden, wenn ich in dein offenes Autofenster einfach zum Zigarettenanzünder greife, weil ich gerade kein Feuerzeug parat habe?



    Letztendlich habe ich mich darauf geeinigt, dass die Schrauben geändert werden und der Nachbar die Hausverwaltung informiert.

    Einmal editiert, zuletzt von Robyn ()

  • Aber wer ist denn der Dumme, wenn die Sprossen nachher beschädigt sind, wenn die Nachbarn wieder ausziehen?

    Das ist das allerkleinste Problem. Du brauchst jetzt nur den Vermieter sachlich darüber informieren, was die Nachbarn gemacht haben mit dem Hinweis, dass du für mögliche Beschädigungen nicht verantwortlich sein möchtest. Es ist dann am Vermieter, wie er mit dem Zustand umgehen möchte. Aber duch deine Mitteilung bist du aus dem Schneider. Du kannst das mündlich oder schriftlich mitteilen, je nachdem wie dein Verhältnis zum Vermieter ist.

    Oder die Stütze abbricht und auf meine Gegenstände fällt?

    Das ist natürlich wieder ein anderes Problem, wenn du aufgrund der Konstruktion die Befürchtung haben musst. Denn wenn du den Nachbarn und Vermieter mit deiner Befürchtung konfrontierst, dann hat das eine Sachlichkeit, die man nachvollziehen kann. Und dann kann die Konstruktion entsprechend verändert werden.