Schmutzwasser fast doppelt so hoch wie der Kaltwasserverbrauch

  • Guten Mittag,


    mir kam meine Nebenkostenabrechnung in den letzten Jahren immer etwas merkwürdig vor. Nun ist mir beim Auszug fast die Kinnlade runtergefallen. Hier die Eckpunkte:


    Mehrfamilienhaus mit Anzahl Parteien: 7

    Wohnungsgröße: 80m²

    Personen im Haushalt: 2

    Wasserverbrauchsermittlung: Eigene Zähler in jeder Wohnung (je einer warm und kalt)

    Wasserverbrauch kalt: 50,920 m³

    Wasserverbrauch warm: 24,202 m³




    Gesamtwasserverbrauch Haushalt: 75,122 m³ (Vorjahr 89,600 m³)

    Frischwasserpreis je m³ inkl. Grundpreis: 2,96 €


    In meiner Nebenkostenabrechnung ist der gesamte Wasserverbrauch des Mehrfamilienhauses angegeben. Dieser beträgt 426,591 m³. Hierfür werden 2,11 € pro m³ + 365,40 € Grundgebühr seitens der Stadt fällig. Dies liegt mir als Dokument zur Nebenkostenabrechnung vor. Somit dürften nach meinem Verständnis auch nur 426,591 m³ x 3,14 € (Grundpreis + Grundgebühr pro m³) abgerechnet werden. Das ergibt nach meiner Rechnung 1339,50 €. Seitens Brunata wird uns aber der erhöhte Wert von 651 m³ berechnet und der schlägt mit 2044,14 € richtig rein. Hier ergibt sich in meinen Augen ein Fehlbetrag in Höhe von 704,64 €.


    Nun ist in der Einzelaufstellung ebenfalls der Abgabenbescheid der Stadt dabei. Hierbei ist aufgeführt, dass 651 m³ Schmutzwasser + 225 m³ Niederschlagswasser abgerechnet wurden.


    Der Vermieter setzt nun die 651 m³ und die dafür anfallenden Kosten an und berechnet dementsprechend den Schmutzwasseranteil pro Partei. Laut Abgabenbescheid liegt der Preis pro m³ Schmutzwasser bei 3,14 €. Bei meinem Wasserverbrauch (warm+kalt) müsste ich also, nach meinem Verständnis, folgend rechnen:


    Schmutzwasser:

    75,122 m³ x 3,14 € = 235,88 €


    Kaltwasserverbrauch:

    75,122 x 2,96 € = 222,36 €


    Warmwasserkosten inkl. Grund- und Verbrauchskosten:

    239,96 €


    Kosten fürs Heizen:

    473,78 €


    In Summe:

    1171,98 €


    Mir werden jedoch deutlichst höhere Beträge berechnet. Insgesamt soll ich für diese Posten (aufgrund der falschen Berechnungsgrundlage) 1374,72 € zahlen. Zudem werden von Brunata die 651 m³ Schmutzwasser in den Preis pro EInheit Wasserverbrauch eingerechnet. Sodass, wenn ich das noch mit einbeziehe noch weniger fällig wäre.



    Könnt ihr mir helfen? Betrachte ich etwas falsch? Wieso soll so viel mehr Schmutzwasser produziert worden sein, als überhaupt an Frischwasser bezogen? Wir reden hier von einer Differenz von 34,47 % zum tatsächlichen Verbrauch. In dem Preis pro Einheit, den XXXX ansetzt, wird der Schmutzwasserverbrauch mit einkalkuliert und bläht den Einheitspreis entsprechend auf. Somit werden Als Preis pro Einheit 8,80 € statt 7,15 € angesetzt... Das sind ebenfalls knapp 20 % Differenz.



    Ich bin auf Eure Rückmeldung gespannt. Vielleicht betrachte ich es auch falsch.


    Liebe Grüße


    René

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  • Hallo Rene,


    die Wasserkosten dürfen nicht mit einem bestimmten Euro Betrag auf die Wohneinheiten verteilt werden. Das wäre falsch, wenn es so gemacht worden sein sollte. Sondern es wird der Verbrauch der Wohnungszähler rechnerisch ins Verhältnis gesetzt.


    Du hast laut deiner Zäherwerte 75,122 m³ Verbrauch. Und nun werden die Verbrauchswerte deiner und der anderen Wohnungen zusammen addiert und man kommt auf einen bestmmten Gesamtverbrauch X aller Wohneinheiten.


    Dann werden die Kosten mit einer einfachen Dreisatz Rechnung ins Verhältnis gesetzt. Also Kosten laut Rechnung des Wasserversorgers dividiert durch den Geamtverbrauch multipliziert mit deinem Verbrauch.

    Das gleiche wird dann mit dem Euro Betrag des Schmutzwassers laut Versorger Rechnung gemacht.


    Das Niederschlagwasser muss nach dem Verhältnis der Wohnfläche umgerechnet werden. Denn das ist unabhängig vom Wasserverbrauch. Falls der Betrag im Schmutzwasser mit drin stecken würde, wäre das falsch.

  • Das gibt nicht die erhoffte Antwort :)


    Ich habe einen Wasserverbrauch in Höhe von 75,122 m³. Alle Wohnungen zusammen haben einen insgesamten Wasserverbrauch von 426 m³. Wieso bekommen wir dann vom Vermieter bzw des Abrechners eine Schmutzwasserberechnung in Höhe von 651 m³. Das kann doch nicht sein oder?


    Laut Wasserversorger wurden auch nur 426 m³ verbraucht, aber der Grundbeseitzabgabenbescheid der Stadt sagt, das Gebäude hätte 651 m³ verbraucht. Da kann doich etwas nicht stimmen.


    Wichtiger Hinweis: Das Regenwasser etc ist nicht in den 651 m³ enthalten! Ich habe mit den gebühren für das Regenwassere usw kein Problem. Nur damit, dass die Abrechnung darauf beruht, dass die Stadt einen Verbrauch von 651 m³ ansetzt bei der Schmutzwasserberechnung (und das wird an uns Mieter weitergegeben) und die Zähler alle zusammen 426 m³. Und genau dieser Wert von 426 m³ deckt sich mit der Abrechnung des Wasserversorgers.

  • Laut Wasserversorger wurden auch nur 426 m³ verbraucht, aber der Grundbeseitzabgabenbescheid der Stadt sagt, das Gebäude hätte 651 m³ verbraucht. Da kann doich etwas nicht stimmen.

    Ja richtig. Das ist unlogisch. Aber das lässt sich mit deinen Informationen nicht beantworten.


    Du sagst, du hast den Abwasserbescheid in Kopie bekommen. Steht dort irgend ein Hinweis dabei, der die Wassermenge erklären würde? Wenn nein, dann frage beim Vermieter nach, der dann wiederum bei der Stadt nachfragen müste, wenn er keine Antwort hat.

  • Nein es steht keine Erklärung dabei. Als Anlage wurden lediglich die Bescheide des Wasserversorgers und der Grundbesitzabgabenbescheid der Stadt beigefügt. Und die weichen massiv voneinander ab. 426 m³ zu 651 m³ sprechen für mich eine mehr als deutliche Sprache :)


    Und als Umlage hat sich der Vermieter natürlich den 651 m³ bedient, da sie auch auch ihm berechnet wurden...

  • Und als Umlage hat sich der Vermieter natürlich den 651 m³ bedient, da sie auch auch ihm berechnet wurden

    Das ist natürlich falsch, wäre aber zu deinem Vorteil falsch. Denn wenn ich wie oben dargelegt den Rechnungsbetrag durch 651 dividiere, und dann mit deinen 75 m³ multipliziere kommt weniger heraus, als wenn ich durch 426 dividiere.


    Aber der Rechnungsbetrag ist natürlich entsprechend höher. Das kannst du nur durch Nachfragen heraus finden. Melde dich gern wieder, wenn du eine Erklärung bekommen hast.