Wasserschaden - Folgeschäden durch defekten Durchlauferhitzer

  • Guten Tag Zusammen,


    letztes Jahr bin ich in meine erste eigene Wohnung gezogen.

    Da ich selten in der Wohnung bin, bin ich auch pflegeleicht und habe keine hohen Ansprüche, jedoch hatte z.B. der Durchlauferhitzer nach dem ersten Monat eine Leckage.

    Dadurch war auch die Dusche 3 Monate lang kalt.

    Mein Vermieter meinte, dass ich indirekt daran Schuld sei, da durch meinen zweiwöchigen Urlaub die Dichtungen austrocknen und natürlich dann auch der Durchlauferhitzer kaputt gehen kann. Somit sollte ich meine Versicherung kontaktieren und mich darum kümmern.


    Da auch der Kaltwasserhahn in der Dusche von zu Beginn an am Mischer nicht funktionierte, musste ich mir erst einmal anhören, dass er mit der Vormieterin 10 Jahre keine Probleme hatte und er jetzt wegen mir schon Geld für die Dusche und den Durchlauferhitzer ausgeben musste und das ich natürlich auch ausziehen kann, weil schon 100 andere für die Wohnung schlange stehen würden.


    Jedenfalls war es nun so, dass die Arbeitsplatte und unteren Schranktüren durch das ausgetretene Wasser auf gequollen sind. Ich hatte Ihm beim Einzug gebeten die Fuge zwischen Küchenplatte und Wand zu erneuern, weil diese nicht mehr ganz dicht aussahen. Er meinte dann, dass dies Unsinn sein und wieso dort Wasser hinkommen sollte ...

    Bei der Demontage des Durchlauferhitzers ist auch aufgefallen, dass dort die letzte Wartung im Jahr 1993 durchgeführt wurde.

    Nun hat mir meine Versicherung gesagt, ich solle ihr die Rechnung der Küche, das Baujahr und ein Gutachten schicken. Da es nicht meine Küche ist, kann ich das leider nicht liefern. Mein Vermieter hat auch alles auf mich abgewälzt. Die Versicherung macht nichts ohne diese Daten und ich kann diese nicht besorgen. Einen Kostenvoranschlag machen die Küchenstudios auch nicht, da es sich nach deren Aussage nicht lohnen würde und die Versicherung einen Gutachter vorbeischicken soll. Diese macht dies jedoch aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit nicht.

    Jetzt stehe ich natürlich mit einer Kaputten Küche seit fast einem halben Jahr da, in der ich nicht einmal die SChranktüren schließen kann und hab keine Ahnung wie ich den SChaden beheben soll von der Küche meines Vermieters. Er sagt jedenfalls, dass es in meiner Pflicht liegt sich darum zu kümmern, weil es sich auch um meine Versicherung handelt, was natürlich auch Sinn ergibt.

    Ich würde mich jedenfalls um einen hilfreichen Rat freuen, wer für welche Dinge zuständig ist und wie man am besten solch eine Angelegenheit klären kann.


    Viele Grüße

    Daniela

  • Mein Vermieter meinte, dass ich indirekt daran Schuld sei, da durch meinen zweiwöchigen Urlaub die Dichtungen austrocknen und natürlich dann auch der Durchlauferhitzer kaputt gehen kann.

    Das ist Unsinn.


    Der Vermieter ist hier in der Pflicht und niemand anderes.


    Du solltest nochmal mit dem Vermieter versuchen zu reden und ihm klar machen, dass er für den Durchlauferhitzer verantwortlich ist und man dir keinen Vorwurf machen kann, nur weil du mal 2 Wochen im Urlaub warst. Weigert er sich weiter, setzt du ihn eine Frist zur Beseitigung der Mängel und das als Einschreiben. Sollte er sich weiterhin weigern gehst du zum Anwalt und lässt den Rest darüber laufen.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Hallo DarkShadow,


    ich hab bisschen Sorge, dass er wieder ausrastet.
    Ist es denn korrekt, dass es über meine Versicherung läuft, oder hätte das Ganze von vorn herein über seine laufen müssen?
    Denn ich habe meiner Versicherung auch geschrieben, dass es nicht meine Küche / Durchlauferhitzer ist und ich mich halt darum kümmere, weil ich in der Wohnung lebe und der Vermieter weiter weg wohnt.

    Denn ich vermute, dass er ziemlich sauer wird, wenn ich ihm sage, dass er sich darum kümmern solle. Gibt es denn bestimmte Fristen die ich einhalten muss, also was wäre denn wenn ich z.B. jetzt die Wohnung kündige und dann ausziehen würde, könnte er mich dann zur Rechenschaft ziehen und z.B: die Kaution einbehalten, weil ich mich nicht um die Reperatur der Küche gekümmert habe oder Schadensersatz verlagen, weil er mit Kaputter Küche keine neuen Mieter findet oder so etwas in der Art?

    Ich möchte nur sicher gehen, dass ich allen meinen Pflichten fristgerecht nachkomme. Aber generell würde ich es natürlich auch erledigen, auch wenn ich es nicht muss, zumindest wenn ich dazu die erforderlichen Informationen besitze.

  • Ist es denn korrekt, dass es über meine Versicherung läuft

    darkshaow hat versucht dir zu erklären, dass du für keinen Schaden aufkommen musst. Es ist die Angelegenheit des Vermieters. Und somit muss auch deine Versicherung dafür nicht zahlen. Die wir die Regulierung ablehnen.

    Denn ich vermute, dass er ziemlich sauer wird

    Ja verständlich. Aber offen gesagt muss der Vermieter damit klar kommen. Denn immerhin gekommt er von dir ja monatlich Miete bezahlt, wovon er dann Reparaturen leisten kann. Eine Miete ist für einen Vermieter niemals 100% Gewinn, sondern er hat davon erst mal anfallende Reparaturen zu zahlen.

    oder Schadensersatz verlagen, weil er mit Kaputter Küche keine neuen Mieter findet oder so etwas in der Art?

    Nein. Wie schon geschrieben ist es die Sache des Vermieters, den Schaden zu beheben.

    Gehe so vor, wie darkshadow oben geschrieben hat.