Kündigung eines Untermieters wegen Eigenbedarf für Lebenspartner

  • Hallo,


    ich wohne in einer 4er WG (in der jeder ein Zimmer bewohnt), wobei einer der Mieter Hauptmieter und die anderen drei, mich eingeschlossen, Untermieter mit eigenen Verträgen sind. Ich wohne seit 8 Monaten in der Wohnung. Gestern hat mein Untervermieter mich nach §573 Abs. 2 Nr. 2 gekündigt, unter Angabe eines Eigenbedarfs. Konkret soll sein Freund (Partner) in mein Zimmer einziehen. Soweit ich weiß, kann Eigenbedarf nur für enge Familienangehörige oder Personen, die bereits in der Wohnung wohnen, beansprucht werden. In dem Fall wäre das Kündigungsschreiben nichtig, nehme ich an? Wie ist die Kündigungsfrist für den Fall, dass ich richtig liege, bzw. für den Fall, dass doch ein berechtigter Eigenbedarf besteht? Ich bin etwas verwirrt, da es Kündigungsfristen von 3 Monaten gibt und auch die Verlängerung um weitere 3 Monate nach §573a (1). Vielen Dank im Voraus.


    LG

  • Konkret soll sein Freund (Partner) in mein Zimmer einziehen. Soweit ich weiß, kann Eigenbedarf nur für enge Familienangehörige oder Personen, die bereits in der Wohnung wohnen, beansprucht werden.

    Der Vermieter macht seinen eigenen Eigenbedarf geltend. Er braucht den Platz, nämlich für seinen Partner. Anders würde es aussehen, wenn der Partner in eine eigene Wohnung ziehen würde ohne den Vermieter. Man könnte sich nur noch damit verteidigen, dass der Eigenbedarf vorhersehbar war und damit beim Abschluss des Mietvertrages hätte angegeben werden müssen. Aber da müsste man mehr Infos zu haben.


    Ob die Kündigung formell wirksam ist und die Begründung wirklich ausreichend ist natürlich nur schwer zu prüfen.


    Die Kündigungsfrist beträgt hier wohl 3 Monate, da keine erleichterte Kündigung nach § 573a BGB vorliegt und auch das Mietverhältnis noch nicht lang genug geht für eine verlängerte Kündigungsfrist.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.