Katzenhaltungswunsch in der Mietwohnung - Keine Reaktion des Vermieters auf Zustimmungsbitte per Brief

  • Hallöchen :)


    Ich möchte mir zusammen mit meinem Sohn (10) gerne 2 Katzen zulegen. Wir wohnen in einer 2,5 Zimmerwohnung und haben uns bereits seit über einem Jahr mit dem Wunsch beschäftigt. Die aktuelle Rechtsprechung hierzu ist mir bekannt und ich haben den Vermieter "ganz artig" um seine Erlaubnis gebeten und diverse evtl. Befürchtungen, die er haben könnte im Vorfeld wegargumentiert. Das Schreiben habe ich am 09.08.2020 geschickt.Er hat sich bis heute nicht geäussert. Unser Hausmeister wohnt im EG, ebenfalls als Mieter in dem Mehrfamilienhaus. Er ist direkter Ansprechpartner des Vermieters und ich habe ihm schon vor längerer Zeit von meinem Vorhaben erzählt. Er findet es absolut ok, würde mir sogar Regale für catwalks etc. anbringen. Da sich der Vermieter bisher nicht gemeldet habe, habe ich den HM gebeten mal nachzuhaken. Der Vermieter hat ihm gegenüber Bedenken geäußert, die aber offenbar nur auf Annahmen beruhen, eine Katze zerkratzt alles und eigentlich will er nicht so gerne Tiere im Haus haben...die anderen Mieter habe ich gefragt - keiner hat was dagegen. Selbst mein Hausmeister hat dem Vermieter nochmal gegenüber erwähnt, dass er sich keine Sorgen machen müsste, er selbst hätte vor Jahren ebenfalls ja mal einen kleinen Hund und auch 2 Katzen gehabt. Ich möchte dem Vermieter eigentlich nicht hinterher telefonieren, zudem finde ich eine schriftliche Antwort, egal ob positiv oder negativ immer besser. Mich ärgert es aber, dass der Vermieter offenbar dem HM gegenüber eine Haltung zu dem Thema zeigt, mich aber vollkommen ignoriert. Der HM meinte, der Vermieter will es sich nochmal "durch den Kopf gehen lassen". Ich finde das eigentlich nicht korrekt, denn entweder hat man dazu eine klare Haltung oder nicht. Ich habe nun schonmal einen neuen Brief formuliert (aber noch nicht abgeschickt) und um kurzfristige schriftliche Rückmeldung gebeten, denn schließlich muss ich ja auch planen. Was mache ich denn, wenn er unterm Strich sagt: Nö, will ich nicht, ist mein Eigentum und durch die Tiere findet evtl. eine "Mehr-Abnutzung" statt, oder was auch immer er da ins Feld räumen könnte. Er muss ja bei Einwänden nachvollziehbare sachliche Argumente vorbringen. Mutmaßungen jedenfalls gehören ja wohl nicht dazu oder? Mal eben umziehen (würde natürlich gerne eine Wohnung im Balkon haben) kann ich leider nicht, aber mein Sohn und ich sehnen uns schon richtig nach den Tieren, die wir dann aus dem Tierheim holen würden, und ich sehe auch nicht ein, mich einschränken zu lassen, nur weil der Vermieter sich so ignorant verhält. Wenn er die Katzenhaltung mit schwacher Begründung (d.h., dich ggfls. auch vor Gericht nicht hinreichend angesehen werden)untersagt, darf ich mir dann trotzdem die Tiere zulegen, also wenn die Begründung(en)nicht sachlich und nachvollziehbar sind ? Kann mir jemand in einer ähnlichen Situation etwas dazu sagen /raten ? Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen:)


    LG,

    Addifix

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  • Füge der Frage noch an: Was ist, wenn der Vermieter (unter Zeugen) erst sagt: Katze ist okay, solange diese nicht in seine Wohnung kommt. Und Monate später, immer noch bei derselben Katze, sagt: Katzen in der Wohnung sind verboten! Sie hören von meinem Anwalt! - ?

  • Und Monate später, immer noch bei derselben Katze, sagt: Katzen in der Wohnung sind verboten! Sie hören von meinem Anwalt! - ?

    Ein Widerruf hat sehr hohe Anforderungen und geht nicht einfach so.


    Entscheidend ist zunächst überhaupt die Frage, was dazu im Mietvertrag geregelt ist. Je nach Regelung sind die Anforderung an die Versagungsgründe höher/niedriger.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.