Ohne Absprache Bäume gefällt und Grundstück betreten

  • Hallo, ich bewohne seid mehr als 35 Jahren eine Doppelhaushälfte. Mittlerweile habe ich jetzt seit 7 Jahren einen neuen Vermieter. Er hat am ganzen Haus, Modernisierungsmassnahmen durchgeführt. Mehr schlecht als recht. Jetzt ist er ohne vorherige Anmeldung auf das Grundstück im Vorgarten mit den Handwerkern und hat dort 2 lebensbäume und eine schöne ziertanne, gefällt. Morgens um 7.30 Uhr, ich hatte keine Möglichkeit mehr einzugreifen. Darf er das überhaupt, denn vor einem halben Jahr hatten wir im Zuge der Modernisierung darüber gesprochen, dass ein Baum der zu dicht am Haus steht gefällt werden kann. Mehr nicht und nun kommt er und haut alles weg. Die Handwerker haben dann 2 Meter tief ausgehoben und die gesamte Erde auf dem Grundstück verteilt. Ist das okay oder kann man dagegen etwas machen.

    :cursing:

  • Ist das okay oder kann man dagegen etwas machen.

    Da du dort nur zur Miete wohnst kannst du deinen Vermieter bestenfalls fragen, was er mit dieser Aktion bezweckt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass da grundlos 2 Meter tief ausgeschachtet wird, oder will der Vermieter das Haus zu einem Wasserschloss umbauen?

  • In der Tat wäre es sehr interessant zu wissen, zu welchem Zweck der Vermieter das gemacht hat. Denn die Gestaltung des Gartens stellt auch eine gewisse Eigenschaft der Mietsache dar, die der Vermieter nicht uneingeschränkt ändern kann. Es kann sonst sogar zum Mietmangel werden. Je nachdem, was der Vermieter vor hat und wozu kann man unter Umständen die Maßnahmen sogar verhindern und muss sie nicht dulden.


    Man könnte denken, dass es der Vermieter vielleicht wegen seiner Verkehrssicherungspflicht gemacht hat, falls die Bäume krank waren und beim Sturm hätten umstürzen können. Aber das glaube ich nicht, denn in dem Fall hätte er es ankündigen können und dann passt es auch nicht, ein tieferes Loch auszuheben und die Erde zu verteilen. Eventuell wird etwas anderes dafür gepflanzt. Auch wenn die Wurzeln der Bäume das Haus allmählich beschädigt haben wäre das ein Grund, den er dir hätte mitteilen können.


    Nebenbei bemerkt ist es ein klarer Hausfriedensbruch, den man zur Anzeige bringen kann, wenn man will. Niemand darf ohne Ankündigung den gemieteten Bereich betreten, auch nicht ein Vermieter.

  • Das Grundstück ungefragt zu betreten ist sicherlich Hausfriedensbruch und sollte nicht geduldet werden. Es gibt viele Möglichkeiten zusätzlich seinen Grund noch zu schützen. Hier sind interessante und hilfreiche Möglichkeiten wie du dies tun kannst: [Link entfernt, nicht relevant für die Frage]

    Hoffe es hilft dir weiter.

  • Bevor man hier von Hausfriedensbruch redet und ähnliches, was ist im Mietvertrag geregelt? Wurde der Vorgarten für die ausschließliche Nutzung des Mieters mitvermietet?


    Vorher ist eine Beurteilung nicht möglich.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.

  • Nach der allgemeinen Verkehrsanschauung gilt ein Garten eines Hauses, das man allein bewohnt, im Allgemeinen als mitvermietet, auch wenn das nicht im Mietvertrag steht. Im Fall eines Doppelhauses natürlich nur bis zur Grenze zwischen den Häusern. Es gibt ja keine andere Mietpartei in der Doppelhaushälfte, mit der man sich den Garten theoretisch teilen müsste.