Extrem überhöhte Heizkosten

  • Guten Tag,

    gerne würde ich euren Rat als Community erhalten, wie ich am besten vor zu gehen habe und wo das Problem ist.


    Zur Ausgangslage:

    Ich wohne in meiner Aktuellen Wohnung seit August 2017 - alleine auf ca. 44qm, der monatliche Anteil meiner nebenkosten liegt bei 130 Euro.

    Vorher habe ich 3 Jahre in einer 77qm Wohnung zu zweit gelebt und jährlich ca. 200-400 Euro durch die Nebenkosten zurück erhalten. (Monatlicher Abschlag bei etwa 180 Euro)


    Grundsätzlich sollte ich 5 Heizkörper in der Wohnung haben.

    Einer wurde direkt vor dem Einzug ausgebaut (kleiner Raum / dient mir als "Umkleideraum") daher sind nur 4 vorhanden.

    Der im Badezimmer hat bis Mai 2019 gar nicht funktioniert und wurde erst dann repariert.

    Die Heizung im Schlafzimmer heizt echt unbefriedigend und selbst auf der höchsten Stufe wird diese nicht wirklich warm.

    Lediglich die Heizung im Wohnzimmer funktioniert wie sie soll.


    Da wir im Haus eine Zentralheizung haben, wird diese in den warmen Monaten komplett abgeschaltet.

    Also funktionieren die Heizkörper nur ca. 6 Monate im Jahr.


    Nebenkostenabrechnungen:

    Im ersten Jahr in der neuen Wohnung habe ich eine Nachzahlung von ca 300 Euro erhalten. (Jahr 2017)

    Ich war zwar überrascht, da ich vorher immer Rückzahlungen erhalte habe und persönlich kaum heize - dennoch habe ich brav bezahlt, da überall zu lesen ist das ein Einzug Mitten im Jahr oft höhere NK zur folge hat.


    Im vergangenen Jahr habe ich einen Tag vor Weihnachten die Nebenkostenabrechnung für das zweite Jahr (2018) erhalten.

    Mir wurden fast 800 Euro an Nachzahlung in Rechnung gestellt, aufgrund zu hoher Heizkosten.

    Ich widersprach dem Ganzen da ich mir dies nicht erklären konnte - zumal es in meiner Wohnung permanent kalt war und ich zusätzlich via Heizstrahler geheizt habe (Strom - separate Berechnung)

    Die Heizung im Wohnzimmer lief permanent auf Stufe 2, manchmal auf Stufe 3. (von 5 Stufen) - der Rest war nicht funktionsfähig.

    Da ich Anfang mich mit der Thematik zu beschäftigen ist mir in der NK Abrechnung aufgefallen, dass ein Schätzwert für den nicht vorhandenen Heizkörper in meiner Umkleide berechnet worden ist.

    Im ersten Jahr waren die GEsamtkosten für den nicht vorhandenen Heizkörper bei etwa 100 Euro (Im August bin ich eingezogen!)

    Für das zweite Jahr wurden mir 180 Euro für den nicht vorhandenen Heizkörper geschätzt und in Rechnung gestellt!

    In meinem Widerspruch habe ich viele Punkte zusammengetragen (auf 4 Seiten) und dem Vermieter bzw. der Firma die für die NK Abrechnung verantwortlich ist 6 Ganze Monate zur Klärung als Frist eingeräumt.


    Nach 7 Monaten (im Sommer diesen Jahres) bekam ich eine dürftige Antwort, die nahezu alle Fragen unbeantwortet lies. Dieser habe ich erneut widersprochen und um Detailierung gebeten.


    So... Dann habe ich vor 2 Woche erneut eine Nebenkostenabrechnung erhalten, für das Jahr 2019.

    Wieder wird mir eine Nachzahlung in Höhe von 450 Euro in Rechnung gestellt.

    Dazu muss ich folgendes anmerken: Ich war vergangenes Jahr 3 Monate (Januar bis März) beruflich auf Geschäftsreise und nur an den Wochenenden zu Hause.

    Zusätzlich war ich für 3 Wochen im März bis April in Urlaub sowie 3 Wochen im Oktober bis mitte November.

    Ich war also nur ca. 6 Wochen (max. 8 Wochen) in der Gesamten Winterzeit effektiv zu Hause.

    Die Heizungen waren komplett aus, wenn ich nicht zu Hause war.


    Nun habe ich von meinen Nachbarn (teilweise Mieter und teilweise EIgentümer) erfahren das alle Nachforderungen erhalten haben.

    EIn Nachbar in Höhe von 900 Euro (ähnliche qm wie bei mir)

    Eine andere Nachbarin zahlt bereits 350 Euro monatlich für 60 qm und muss noch weitere 700 Euro nachzahlen...


    Frage:

    Wie kann es sein das meine Nebenkosten so hoch sind und alles wegen der Heizung?

    Wo kann der Fehler liegen und was kann ich am besten dagegen tun?


    Ich bedanke mich für alle hilfereichen Antworten.


    Vielen Dank bereits im Voraus.


    Viele Grüße

    Arthur

  • Es wäre hilfreich, wenn du die Abrechnung anonymisiert ohne persönliche Daten oder Firmennamen einstellen würdest.


    Für einen nicht vorhandenen Heizkörper darf natürlich kein Verbrauch geschätzt werden. Außerdem hast du einen Anspruch darauf, dass die Räume ohne elektrische Zuheizung warm werden.


    Heizkosten sind schwer von Haus zu Haus zu vergleichen, dazu gibt es viel zu große Unterschiede. Ein Anhaltspunkt sind die Energieausweise, allerdings geben auch die keine konkrete Auskunft über die Kosten einer bestimmten Wohnung. Es macht also wenig Sinn, darüber zu grübeln, wie viel man in einer anderen Wohnung an Kosten hatte, außer man erwägt einen Umzug.

  • Die Berechnung an sich ist in Ordnung, sofern die aufgeführten Kosten stimmen. Die Zählerwerte sollten überprüft werden. Wenn es elektrische Heizkostenverteiler sind, kann man sich rückwirkend den Wert des letztes Stichtags ansehen, also wahrscheinlich der 31.12.19. Schau also mal auf die Anzeige, ob der Stichtagswert mit dem auf deiner Abrechnung überein stimmt.


    Unabhängig von den Heizkosten könnte noch ein Fehler in den anderen Kostenarten, also den kalten enthalten sein. Oder aber es stimmt alles, und du zahlst einfach nur viel zu wenig voraus, das kommt auch vor.

  • Hallo,

    danke für die Rückmeldung.


    Die Werte stimmen mit dem Zähler überein.


    Selbst in dem Fall das ich zu wenig im Voraus zahle, wie können die Kosten so hoch sein da ich letztes Jahr nur 6 Wochen in der Winterperiode zu Hause war.


    Welche Möglichkeiten auf Prüfung habe ich und wie könnte ich am besten vorgehen?


    Viele Grüße

  • Selbst in dem Fall das ich zu wenig im Voraus zahle, wie können die Kosten so hoch sein

    Wie hoch ist denn die monatliche Vorauszahlung auf die Betriebskosten? Und bedenke, dass du mit der teuersten Zentralheizung , Fernwärme, heizt.

  • wie können die Kosten so hoch sein da ich letztes Jahr nur 6 Wochen in der Winterperiode zu Hause war.

    Wenn du so wenig heizt wie du schreibst, dann ist sehr fraglich, wie der eine Zähler 3607 Einheiten zusammen bringen kann. Das ist nicht wenig. Du hattest von einem geschätzen Zählerwert geschrieben für die Heizung, die ausgebaut wurde. Ist das vielleicht dieser Wert?

  • Wann gibst du denn bekannt, wie hoch deine monatliche Vorauszahlung ist. Erst wenn dieser Betrag genannt ist, kann man sehen, ob deine Nachzahlungen berechtigt sind.

  • Mit 800 ist aber kein Heizkörper in deiner Abrechnung aufgeführt, also scheint das auch nicht enthalten zu sein. Und wenn der Wert mit den 3600 stimmen, dann scheint deine Heizkostenabrechnung in Ordnung zu sein. Es ist jedenfalls in der Relation alles plausibel. Auch wenn du nicht das ganze Jahr in der Wohnung warst, in der Zeit wo du da warst, hast du offenbar ganz gut geheizt.