Indexmiete

  • Hallo zusammen, ich habe einen Indexmietvertrag, begonnen am 1.7.15. Seitdem erfolgte eine jährliche Anpassung. Dieses Jahr setzt der Eiegntümer zum 1.7.20 aus (wahrscheinlich da der VPI -0,1% im Vergleich zum Vorjahr ist und ich 1€ weniger Kaltmiete zahlen müsste). Auf Nachfrage heißt es: Coronabedingt gibt es keine Erhöhung für die Monate April bis Juli, die Anpassung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt mit einem anderen Monatsindex. Heißt für mich, der Eigentümer wartet, bis der VPI kräftig steigt und legt dann einen anderen Monat des Jahres 2020 im Vergleich zum entsprechenden Monat 2019 zugrunde. Meine Frage ist: habe ich eine Chance, auf die Anpassung zum 1.7.20 zu pochen oder muss ich das hinnehmen?

    Herzlichen Dank und viele Grüße

    Dettert

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  • Ja, das Gesetz zur Indexmiete gilt beidseitig, als Mieter kann man die Herabsetzung verlangen. Allerdings ist in vielen Verträgen vereinbart, dass die Anpassung nur dann durchgeführt wird, wenn die Veränderung mehr als einen bestimmten Betrag ausmacht.

    Aber ich wage zu bezweifeln, dass sich der Aufwand wegen 1€ im Monat lohnt. Stattdessen könnte man sich freuen, dass der Vermieter eben jetzt aktuell nicht erhöhen kann sondern erst wieder später.

  • Natürlich für den Ersteller etwas spät, aber für andere Suchende relevant:
    Wäre nicht ein Änderung durch den Mieter trotzdem vorteilhaft?
    Klar, er spart zwar erstmal nur 1 EUR, allerdings darf die nächste Erhöhung erst nach 12 Monaten erfolgen. Insofern hätte sich der Mieter damit die geringere Miete für 12 Monate gesichert.
    Andernfalls kommt der Vermieter in 3 Monaten auf die Idee einer Erhöhung, wodurch sich also nicht nur eine Ersparnis von 1 EUR ergibt, sondern 1 EUR + potentielle Mieterhöhung innerhalb der nächsten 12 Monate.