Neuer Hausmeister - Erhöhung der Nebenkosen

  • Hallo zusammen,


    Wir haben seit Oktober 2019 einen neuen Hausmeister.


    Der vorherige HM mit dem wir ziemlich zu frieden waren, wurde aber vom Vermieter gekündigt.

    Der alte HM ist selber Mieter hier im Haus,was natürlich auch vorteile hatte.

    Jedes Jahr haben/hatten wir ärger mit der Heizungsanlage.Kurze Info an ihm und wir wussten

    das er sich drum kümmert.


    Nun ja.

    Wie oben schon erwähnt,haben wir seit Oktober 2019 einen neuen Hausmeister vom Vermieter vor die Nase gesetzt bekommen.

    Ein Rundschreiben Informierte uns Mieter,das ab Okt.19 Hr...xxxxx die Hausmeistertätigkeiten übernehmen würde.


    Wir haben nun die Betriebskostenabrechnung für 2019 bekommen.

    Erhöhte Mehrkosten für HM um 50%.


    Alter HM wurde mit 130.00 € im Monat berechnet.

    130 € x 12 = 1.560.00 €

    1.560,00 € : 562m² = 2.77 € pro m²

    2.77 € x 78m² (unsere Woh.) = 216,51 €. Diesen Betrag haben wir und die anderen Mietparteien Jahre lang bezahlt.

    Bis auf eine,sind die anderen Woh. fast gleich groß.(8 Parteien Haus)


    Neuer HS wird mit 200,00 € berechnet.

    200 x 12 = 2.400 €

    2.400 : 562m² = 4.27€ pro m²

    4.27€ x 78m² = 333,06 €


    Also 116,55 € Mehrkosten im Jahr.


    Zudem kommt noch eine neue Umlage dazu,die wir bis Dato noch nie hatten.

    Knappschaft HM 186,90€ fürs Jahr.(unser Anteil wären 25,94 €) Die noch zu den 116,55€ dazu kommen.

    Also 142,49 € Mehrkosten pro Jahr.


    Der Neue HM kommt ca.alle 14 Tage mal vorbei,um bei vollem Sonnenschein den Rasen zu gießen bzw.um die Haufen zusammen zu kehren,die ich vorher vor meiner Garage zusammen gekehrt habe.


    Ich finde das riecht hier ziemlich nach Vetternwirtschaft. Es wurde weder ein Vergleichsangebote eingeholt oder sonst noch was.Eher unter der Hand vergeben.Auch nicht unerwähnt sollte bleiben,das sich Vermieter und HM schon sehr lange kennen.


    Das kann der Vermieter doch nicht einfach so? oder..
    Ich zahl doch nicht weit über 50% mehr, für 50% weniger Arbeit.


    Gehts noch...........


    Vorab vielen Dank für die Antworten.





  • Zudem kommt noch eine neue Umlage dazu,die wir bis Dato noch nie hatten.

    Knappschaft HM 186,90€ fürs Jahr.(unser Anteil wären 25,94 €) Die noch zu den 116,55€ dazu kommen.

    Also 142,49 € Mehrkosten pro Jahr.

    Und diese Kosten sind Pflicht und wären es beim vorigen Hausmeister auch gewesen, oder sollen die Arbeiten weiterhin "schwarz" ausgeführt werden. Arbeitest du auch ohne Sozialabgaben?

    Das kann der Vermieter doch nicht einfach so?

    Ja, das kann er, denn die Mieter haben nun mal kein Mitspracherecht beim Hausmeister. Und Vergleichsangebote sind nur bei öffentlichen Vorhaben vorgesehen, nicht in der Privatwirtschaft.

  • Und diese Kosten sind Pflicht und wären es beim vorigen Hausmeister auch gewesen, oder sollen die Arbeiten weiterhin "schwarz" ausgeführt werden. Arbeitest du auch ohne Sozialabgaben?

    Hallo!

    Wer spricht hier von "schwarz" Arbeiten. Davon war nie die Rede.

    Der vorherige HM ist Selbständig.Sogar mit Vertrag samt Auflistung der zu ausführenden Tätigkeit.

    (Rasen mähen, Gehweg fegen, Mülltonnen, Laub entfernen,Winterdienst etc.)


    Dies wurde dem Vermieter monatlich mit 130,00 € inkl. MwSt.in Rechnung gestellt. Und das Jahre lang.

    Und ob die Kosten für Knappschaft nun Pflicht sind, ist mir erstmal egal. Wir haben dafür nie bezahlen und war auch nie Bestandteil der Nbk. Abrechnung.

    Fakt ist nun mal das wir jetzt erst nach 10 Monaten erfahren müssen/haben, was der neue HM monatlich verdient. Dazu noch die Mehrkosten für die Knappschaft.

    Ist doch normal das man da nach Hacken will. Oder

    Das mit dem Vergleichsangebot hab ich kapiert.

    Aber wie ich schon sagte, Vermieter und neuer HM kennen sich schon lange. Nämlich bevor er HM wurde, war er im Auftrag des Vermieters hier im Haus schon paar mal tätig gewesen. Vermieter hat mehrere Häuser ,und dieser ist wohl ein Mädchen für alles für ihn.





  • Und ob die Kosten für Knappschaft nun Pflicht sind, ist mir erstmal egal.

    Das sollte es aber nicht sein, denn bei einer geringfügigen Beschäftigung ist die Anmeldung bei der Knappschaft Pflicht. Und einen wirklichen Grund zur Reklamation besteht erst, wenn der neue Hausmeister seine Arbeiten nicht richtig ausführt.

  • Der Vermieter ist grundsätzlich erst mal frei darin, wen er beauftragt. Evtl. sind dir gar nicht alle Hintergründe bekannt. Wir holen auch nicht für alles Vergleichsangebote ein, wenn wir mit einem Dienstleister zufrieden sind und der Preis marktüblich ist. Wegen wenigen Euro bleiben wir gerne bei Diensleistern, die wir schon länger kennen. Hausmeisterkosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, weil die Nachfrage deutlich zugenommen hat.


    Du hast das Recht, die Arbeitsprotokolle beim Vermieter einzusehen, denn häufig werden bei Hausmeistern auch nicht umlagefähige Kosten mit umgelegt, z.B. Reparaturen. Aus diesem Grund muss dir der Vermieter die Details vorlegen, welche umlagefähigen Kosten der Hausmeister in Rechnung gestellt hat. Ob die Protokolle korrekt sind, ist im Nachhinein natürlich schwer zu prüfen, aber ggf. könntest du in Zukunft selbst protokollieren, wie viel Zeit der Hausmeister an bestimmten Tagen bei euch im Objekt mit welchen Aufgaben verbracht hat und damit die Rechnung später genauer prüfen.