Heizungskosten defektes Ventil

  • Hallo Zusammen,


    ichh bin im Juni 2018 in eine neue Wohnung gezogen. Ende Oktober 2018 habe ich zum ersten Mal die Heizung im Wohnzimmer an gemacht. Danach ließ diese sich nicht mehr ausschalten und hat selbst auf geringster Stufe geheizt wie blöd.

    Bereits ein paar Tage später, haben wir das der Hausverwaltung gemeldet. Der Hausmeister war mehrmals da, bis das Ventil aber gewechselt wurde sind ca. 2 Monate vergangen. Die Wohnung war in dem Zeitraum so warm, dass ich die Fenster und Balkontür aufmachen musste. Zudem war ich in dem Zeitraum eine Woche im Urlaub und hätte keine Heizung zumindest nicht in dem Maß gebraucht. Ich würde im Normalfall nicht heizen und die Fenster dabei stundenlang offen lassen.


    Bei der Nebenkostenabrechung im Februar 2019 hätte ich Nachzahlen müssen und habe Widerspruch eingelegt. Jetzt, 6-7 Monate später, kam auch mal eine Antwort der Hausverwaltung.

    Diese sagt, dass ich die Heizkosten zu bezahlen habe, da sie ja entstanden wären und ich nur hätte die Miete mindern können (habe ich nicht damals nicht gemacht). Klar sind die Kosten entstanden, aber ja nicht durch Heizverhalten.


    Da es bis dato meine erste Nebenkostenabrechung zu der Wohnung ist, kann ich auch nicht mit anderen Jahren vergleichen. Es ist natürlich unmöglich, jetzt zu sagen, was der tatsächliche Verbrauch und was Mehrverbrauch ist, aber die Hausverwaltung geht keinen Cent von den Nebenkosten runter


    Bin ich denn verpflichtet die Nebenkosten zu bezahlen, wenn ich den Schaden direkt gemeldet habe?

    Darf sich die Hausverwaltung 6 Monate Zeit lassen um auf den Widerspruch zu regieren?


    Vielen Dank im Voraus

  • Es ist natürlich unmöglich, jetzt zu sagen, was der tatsächliche Verbrauch und was Mehrverbrauch ist,

    Und das ist das Problem. Ohne einen genau bezifferten "Schaden" vorzuweisen, bist du auf Kulanz angewiesen. Und die will man dir nicht gewähren.

    Darf sich die Hausverwaltung 6 Monate Zeit lassen um auf den Widerspruch zu regieren?

    Eine schnellere Reaktion hätte doch an den Fakten auch nichts geändert, oder?

  • Und das ist das Problem. Ohne einen genau bezifferten "Schaden" vorzuweisen, bist du auf Kulanz angewiesen. Und die will man dir nicht gewähren.

    Klar kann ich keinen Schaden beziffern. Ich erwarte auch nicht, dass man den tatsächlichen Schaden ausgleicht. Tatsache ist allerdings, dass ich in 2018 nur zwei Monate geheizt habe und die Heizung die zwei Monate auf der höchsten Heizstufe stand.


    Eine schnellere Reaktion hätte doch an den Fakten auch nichts geändert, oder?

    In vielen Fällen gibt es eine Frist. Sollte es hier eine geben und da kenne ich mich nicht aus, würde es wohl was an den Fakten ändern.

  • Man muss als Mieter nur die Kosten mit tragen, die man auch selber verursacht hat. Ähnlich ist es beispielsweise auch bei einem Wasserrohrbruch. Hierbei muss man nicht für das Wasser zahlen, das durch das defekte Rohr in die Wände fließt. Klar kann man den genauen Wert meistens nicht bestimmen, und dann muss eine geeignete Schätzung gemacht werden.

  • Man muss als Mieter nur die Kosten mit tragen, die man auch selber verursacht hat. Ähnlich ist es beispielsweise auch bei einem Wasserrohrbruch. Hierbei muss man nicht für das Wasser zahlen, das durch das defekte Rohr in die Wände fließt. Klar kann man den genauen Wert meistens nicht bestimmen, und dann muss eine geeignete Schätzung gemacht werden.

    Danke für die Antwort.

    Ich werde wohl nochmal ein Brief schreiben und mich weiter informieren ggf. mal beim Mieterschutzbund.