Vereinbarung im Übergabeprotokoll nicht eingehalten durch Vermieter

  • Hallo,

    wir sind aus unserer Wohnung ausgezogen. Beim Auszug ist dem Vermieter der Rost am Handtuch Heizkörper im Bad aufgefallen.

    Seine Aussage "das muss gemacht werden, zusätzlich muss dann der Heizkostenverteiler umgesetzt werden auf den neuen Heizkörper".

    Angeblich war der Heizkörper zu dem Zeitpunkt keine 10 Jahre alt.


    Wir haben nach zähen Verhandlungen unser Protokoll mit folgendem Satz unterschrieben:
    "Heizkörper für Handtücher wirft Rostblasen. Mieter beteiligt sich mit 100€ an den Kosten".

    In dem Protokoll des Vermieters (es gibt zwei Protokolle) steht:

    "Der Heizkörper wirft Rostblasen. Rechnung wird geteilt. Mieter beteiligt sich mit 100€ an den Kosten des Heizkörpers-Bad."


    Nun kam die Abrechnung...X(Der Vermieter hat 100€ plus 70,53€ für das Umsetzen des Heizkostenverteiler von unserer Kaution abgezogen.


    Wie seht Ihr den Fall? Macht es Sinn gegen diese Abrechnung vorzugehen?

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  • Ich würde es davon abhängig machen, ob und wie gut der Heizkörper gepflegt wurde. Wurde er gut und mit der angemessenen Pflege behandelt würde ich nichts zahlen wollen denn dann wäre es normale Abnutzung, welche in der Miete berücksichtigt sein müsste.

  • Normalerweise kann man sich darüber Gedanken machen, ob du als Mieter für den Schaden aufzukommen hast oder es Angelegenheit des Vermieters ist. Doch du hast auf dem Übergabeprotokoll dafür unterschrieben, dass du zahlst. Das ist wie ein Vertrag, der einzuhalten ist. Allerdings bleibt es dann bei den vereinbarten 100€, nicht mehr. In dem Punkt muss sich dann wiederum der Vermieter an den Vertrag halten.

  • Werde der Rechnung vom Vermieter widersprechen

    Oder die andere Möglichkeit, du bezahlst einfach nur die 100€, denn diese sind ja im Protokoll vereinbart, und teilst dem Vermieter im Verwendungszweck der Überweisung mit warum weniger. Dann kann er sich überlegen, ob er das Risiko eingeht, den Rest einzuklagen.

  • Das Problem ist, dass er das Geld von der Kaution einbehalten hat. Es gibt keine Zahlungen mehr, die wir einbehalten können. Stellt er sich also quer wird es haarig.

  • Okay, das habe ich nicht mehr bedacht wegen der Kaution, steht ja oben. Zumindest per Brief kann man versuchen, etwas zu erreichen. Man kann auch einen Antrag für einen Mahnbescheid bei Gericht stellen, das kann man auch selber online machen. Aber spätestens wenn man dann weitere gerichtliche Schrtte gehen will, sollte man das mit einem Anwalt absprechen, denn wenn man sich irrt, hat man entsprechende Gerichtskosten noch dazu.