Mieter verlangt Gebühr für Kündigung

  • Hallo in die Runde,


    Ich wollte einmal in Erfahrung bringen ob mein "Noch-Vermieter" von mir eine Art Gebühr in Form von 3 Nettokaltmieten verlangen darf, wenn ich meinen 2 Jahres Mietvertrag (Restzeit 6 Monate) verlangen darf, obwohl ich für einen Nachmieter gesorgt habe.


    Der Nachmieter zieht nahtlos nach mir ein und ich habe sowohl die Wohnungsbesichtigung durchgeführt , sowie die nötigen Unterlagen des Nachmieter übermittelt .


    Sprich er hatte keinerlei Arbeit und würde somit ab Dezember sowohl vom neuen Mieter Miete beziehen sowie von mir 3 Nettokaltmieten zur "Strafe" Für die vorzeitige Auflösung des Vertrages.


    Es war weder im Mietvertrag eine Klausel vorhanden für solch einen Fall , noch ist seine Erläuterung plausibel.

    Denn er schreibt bzw sagt mir das er dadurch ja eine "Mehrarbeit" hatte.


    Wäre super wenn jemand Erfahrung damit hätte, bevor ich ihm auf sein Vorhaben antworte.


    Liebe grüsse, Marcus

  • Der Nachmieter zieht nahtlos nach mir ein

    Dann hat der Vermieter ja keinen finanziellen Verlust und darf dann auch keine egal wie geartete Gebühr von dir verlangen. Spätestens wenn er versucht diese Gebühr bei dir einzutreiben, hast du die besten Voraussetzungen einen möglichen Prozess vor Gericht zu führen.

  • darum ging es mir nämlich...

    Wie gesagt Ich habe vom neuen Mieter sogar die Selbstauskunft ausfüllen lassen und ihm die Schufa Auskunft abgenommen und ihm alles zukommen lassen.

    Ich wäre quasi am 30.11.2020 raus und am 01.12. ziehen die Nachmieter ein. Sogar die Schlüsselübergabe bleibt scheinbar an mir hängen. Ich sollte ja sogar Fotos von der Wohnung machen und ihm schicken, dass er sieht ob etwas renovierungsbedürftig ist. Nicht mal dafür hat er sich bewegen müssen.

    Also ist seine Forderung eigtl haltlos oder?

    Er schreibt nämlich wörtlich "


    Für die vorfristige Beendigung des Mietvertrages sowie die Nachmietersuche , zahlt der Mieter einen Abstand i. H. v 3 Netto Kaltmieten.

  • Für die vorfristige Beendigung des Mietvertrages sowie die Nachmietersuche , zahlt der Mieter einen Abstand i. H. v 3 Netto Kaltmieten.

    Dieses Schreiben gut aufheben, denn das ist durch kein Gesetz gedeckt.

  • Die Auskunft, dass grundsätzlich keine derartige Aufwandpauschale verlangt werden darf, ist so allgemein gesagt nicht richtig. Es gibt durchaus Situationen, in denen das zulässig ist.


    Diese Gebühr muss vertraglich vereinbart werden. Nehmen wir an, du hättest mit dem Vermieter einen Aufhebungsvertrag geschlossen, um das Mietverhältnis vorzeitig zu beenden, dann kann darin durchaus eine Aufwandentschädigung verlangt werden. Denn der Vermieter ist zur vorzeitigen Entlassung aus dem Vertrag nicht verpflichtet, sondern er könnte darauf bestehen, dass der Vertrag wie vereinbart fortgeführt wird. Es ist ein Entgegenkommen von ihm.


    Für diese Aufwandentschädigung sind aber 3 Monatsmieten definitiv zu viel. Laut Rechtsprechung gelten dabei ca. 50-75€ als angemessen.

  • Laut Rechtsprechung gelten dabei ca. 50-75€ als angemessen.

    Innerhalb von AGB ja, wobei ich da bis zu einer Monatsmiete gelesen habe. Aber ob hier eine AGB vorliegt ist fraglich.


    Ich sehe grundsätzlich kein Problem dabei, ist halt ein individueller Vertrag, wo man sowas regeln kann. Ist nicht nett, aber er kann dich ja auch einfach nicht entlassen.



    Dieses Schreiben gut aufheben, denn das ist durch kein Gesetz gedeckt.

    Vertragsfreiheit, man muss eher Fragen, welches Gesetz verbietet diese Regelung.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.