Merkwürdige Nebenkostenabrechnung

  • Sehr geehrte Damen und Herren,


    Ich habe zwar schon einen Termin beim Anwalt aber mich interessiert mal Ihre Meinung.

    Ich habe gestern meine Nebenkostenabrechnung von 2019 bekommen und soll einen Haufen Kohle nachzahlen. Beim Durchsehen der Abrechnung sind mit einige fischige Sachen im Vergleich mit der Abrechnung von 2018 aufgefallen:

    Gaspreis pro kWh

    Wasser und Heizung wird über einen Abrechnungsservice erledigt. 2018 lag der Brennstoffverbrauch des gesamten Hauses bei 100881 kWh, was 5.406,76€ gekostet hat. Inklusive der anderen Heizungskosten macht das 6.418,61€ also 0,0636€/kWh. 2019 wurden vom gesamten Haus 61823 kWh verbraucht- also etwa 40% weniger! Das soll allerdings 5.893,21€ gekostet haben- also etwa 500€ mehr! Zusammen mit den anderen Kosten der Heizung kommt man auf einen Preis von 0,1184€/kWh- also 86,2% mehr als im Vorjahr.

    Erhöhung der Kaltkosten

    Die Posten für den Hausmeister, Gartenpflege und Winterdienst haben sich alle verdoppelt bis verdreifacht.


    Sind solche Kosten im Rahmen? Nichts davon wurde angekündigt.


    Ich bin dieses Jahr ausgezogen, kann es sein, dass die mich ******* wollen? Ich habe mal eine der ehemaligen Nachbarinnen gefragt und die haben noch keine Abrechnung für 2019 bekommen.


    Danke und beste Grüße


    Gaspreis


    Bearbeitung: Mitte 2019 ist eine neue Heizungsanlage eingebaut worden, zudem sind die meiste Zeit zwei Wohnungen im Haus nicht vermietet gewesen.

  • Ich habe zwar schon einen Termin beim Anwalt aber mich interessiert mal Ihre Meinung.

    Ich jedenfalls habe keine Meinung, weil mir die Abrechnungen nicht vorliegen. Darum ist der Anwalt die mit Abstand bessere Lösung. Zu diesem Anwalt wird man sicherlich auch die Unterlagen mitnehmen.

  • Du hast das Recht, die Belege einzusehen, die der Abrechnung zu Grunde liegen. Außerdem kannst du gerne die beiden Abrechnungen im Vergleich anonymisiert hier posten und wir schauen sie uns auch einmal an.


    Denkbar ist, dass die neue Heizungsanlagenlage beispielsweise über Contracting bereitgestellt ist. Das ist bei Mietshäuser, aber auch Eigentümermeinschafen sehr im Kommen. Üblicherweise kostet die Anlage selbst dann nichts und es gibt einen Komplettpreis für den Brennstoff, der de facto die Bereitstellung der Anlage bezahlt. Diese liegen natürlich deutlich höher als übliche Brennstoffkosten. Das kannst du aus den Belegen sehen oder danach fragen.


    Preissteigerungen bei Dienstleistungen haben leider in den letzen Jahren stark zugenommen. Teilweise werden fixe Verträge über einige Jahre geschlossen, die die Preise konstant halten. Nach Auslaufen des alten Vertrages findet dann eine deutliche Preisanpassung statt. Darüber muss der Vermieter nicht informieren.

  • Du hast das Recht, die Belege einzusehen, die der Abrechnung zu Grunde liegen. Außerdem kannst du gerne die beiden Abrechnungen im Vergleich anonymisiert hier posten und wir schauen sie uns auch einmal an.

    Die Belege werde ich wohl einsehen. Morgen könnte ich die Abrechnungen hochladen.

    Denkbar ist, dass die neue Heizungsanlagenlage beispielsweise über Contracting bereitgestellt ist. Das ist bei Mietshäuser, aber auch Eigentümermeinschafen sehr im Kommen. Üblicherweise kostet die Anlage selbst dann nichts und es gibt einen Komplettpreis für den Brennstoff, der de facto die Bereitstellung der Anlage bezahlt. Diese liegen natürlich deutlich höher als übliche Brennstoffkosten. Das kannst du aus den Belegen sehen oder danach fragen.

    Ja darauf bin ich inzwischen auch schon gestoßen. Im Mietvertrag wird sich auch das Recht vorbehalten das so zu tun, somit bedarf die Umlage nicht meiner Zustimmung, okay. Aber so wie ich das verstanden habe müsste der Wechsel von Eigenversorgung zum Contracting trotzdem angekündigt (schriftlich min. drei Monate im Voraus) werden. Stimmt das? Falls ja, wurde das jedenfalls versäumt. Könnte das Veräumnis irgendwelche auswirkungen haben? Die neue Heizung war zudem ein Notfall, da die alte ausgefallen war. Die neue Heizung wurde nicht ****** installiert, sondern von einer anderen, was mit Lieferengpässen begründet wurde. Das habe ich so schriftlich.

    Müsste eine "Miete" der Heizung nicht unter dem Posten "Sonstige Heizungskosten" geführt werden oder darf das dann unter "Brennstoffkosten" laufen? Insgesamt eine ziemlich schäbige Methode Erneuerungskosten auf die Mieter umzulegen.

    Danke!


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