Illegale Sperrmüllablagerung am Müllplatz durch Mitmieter

  • Folgender Sachverhalt.


    Seit geraumer Zeit, ab Dezember 2016, hat es sich eingebürgert, durch Mitmieter, welche neu eingezogen sind, denn vorher war dies nie der Fall, dass Sperrmüll wie Couchgarnituren, komplette Kücheneinrichtungen (Schränke), Schrankwände etc, an dem gemeinsamen Müllplatz abgelagert werden.

    Meist geschieht das gegen Abend oder in der Nacht. Ich habe auch schon mehrfach Mieter aus meinem Haus sowie aus den Nachbarhäusern dabei erwischt, diese angesprochen, dass dies so nicht geht und der SPerrmüll bei dem städtischen Wertstoffhof zu entsorgen ist.


    Als Reaktion darauf, kam entweder eine Ignoranz, man würde die Sprache nicht verstehen oder man hat kein PKW etc oder es interessiert einen nicht.

    Dies habe ich nun, da es mir reicht und ich nicht länger gewillt bin, jedes Jahr durch die Betriebskostenabrechnung, eine höhere Miete zahlen zu dürfen, dem Vermieter gemeldet.

    Da die Ablagerungen fast täglich oder mindestens 3 mal pro Woche stattfinden, sind bisher auch nicht nur eine Beschwerde von mir an xxx gerichtet worden.

    Ebenso habe ich den Objektbetreuer angesprochen.


    Dieser teilte mir nur mit, er könne nichts tun, solange er nicht wisse wer es ist. Wenn er es wisse, kann er nur versuchen die Kosten auf die Mieter umzulegen.


    Somit habe ich bei den letzten Male, als es vorkam, den Mieter aus meinem Haus durch mein Fenster fotografiert und auch auf Video dokumentiert, wie dieser seinen Sperrmüll dort ablagert. (mein Fenster im Flur ist genau an der Müllanlage)


    Dies habe ich meinem Objektbetreuer sowie xxx übermittelt mit Namen des Mieters, sowie tag und Uhrzeit etc.

    Als Antwort vom Objektbetreuer bekam ich nur, dies kann nicht verwendet werden, da es angeblich Datenschutz wäre,

    Recht am eigenen Bild und ich die Person ohne ihre Zustimmung fotografiert und Videodokumentiert habe bei der illegalen Sperrmüllablagerung.


    Xxx selbst, schrieb nur ein lapidares Rundschreiben an alle Mieter (nur in deutscher Sprache, mit dem Hinweis in dem Rundschreiben, wenn man es nicht lesen kann, solle man sich jemanden suchen, der ihm das übersetzen kann), in dem aufgefordert wurde, den Sperrmüll bei dem städischen Wertstoffhoff zu entsorgen.

    Mehr passierte bis jetzt nicht.


    Seit dem Rundschreiben war 1 bis 2 Wochen Ruhe, keine Sperrmüllentsorgung. in der Nacht von gestern, Samstag 28.11.2020 auf heute Sonntag 29.11.2020,

    wurde wieder Sperrmüll in Form eines Küchenhängeschrank (nicht demontiert) sowie einer kompletten Kunstledercouch abgelagert am gemeinsamen Müllplatz der Häuser.


    Meine Frage ist nun: Was kann ich tun, damit ich ab sofort die Sperrmüllentsorgungskosten nicht mehr zahlen muss in der Betriebskostenabrechnung,

    welche meine Miete jedes Jahr aufs neue in die Höhe treiben?


    Ich bezahle jetzt dadurch schon für meine 1 Raum Wohnung 44 m² , 460 Euro warm pro Monat.


    Wie ziehe ich die Sperrmüllkosten aus meiner monatlichen Mietzahlung ab, da ich ja nicht weiß, wie hoch selbige nun in der zukünftigen BK-Abrechnung werden?


    Ich weiß nur, hat es sich eingebürgert, dass die Mieter ihren Sperrmüll illegal auf dem Grundstück oder im Keller deponieren,

    ist es dem Vermieter nach Ansicht des AG Neukölln (GE 2000, 415) nicht zuzumuten, immer wieder den Schuldigen zu suchen.


    Die Kosten dürfen dann auf alle Mieter umgelegt werden.


    In diesem Fall muss sich der Vermieter aber bemühen, das Abstellen von Speermüll zu verhindern. Andernfalls kann er die Entsorgungskosten nicht umlegen (LG Berlin GE 98, 681; ZMR 95, 353).


    Ich danke für die vielen Hilfen.


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