Korrektur der Betriebskostenabrechnung ergibt eine doppelt so hohe Nachzahlung

  • Hallöchen, ich erhoffe mir hier etwas Aufklärung.

    Und zwar verhält es sich so, das ich Anfang Oktober die Betriebskostenabrechnung für 2019 erhalten habe aus der sich eine Nachzahlung von 167,23€ ergab. (in etwa so hoch, wie auch die Jahre zuvor)

    Da es die letzten Jahre so war, dass die Betriebskostenabrechnung Jahr für Jahr fehlerhaft war und dadurch eine Korrektur erfolgte,(immer zugunsten aller Mieter) hat einer der Mieter im hier im Haus auch diesmal wieder eine Überprüfung gefordert, da seine Nachzahlung unverhältnismäßig hoch ausfiel.

    Nun gab es eine neue Abrechnung. Auch diesmal gab es scheinbar Fehler, da für alle Mieter eine Korrektur erfolgte. Für mich allerdings nicht so erfreulich. Statt einer Nachzahlung von 167€ sind nun 387€ fällig. Alle anfallenden Kosten sind gegenüber der ersten Abrechnung nahezu identisch, lediglich unser Anteil für die Heizungskosten ist nun erheblich höher.

    Unser Heizverhalten hat sich nicht geändert, zumal auch der Winter 2019 ziemlich mild ausgefallen ist.

    Meine Frage ist nun, haut das alles so hin, kann das stimmen oder sollte man noch ein mal Wiederspruch einlegen?

    Und telefonisch ist momentan keine Auskunft möglich, da dass Büro der Hausverwaltung Coronabedingt derzeit geschlossen ist. Man bittet dort um E-Mails oder Briefe.


    Ich Danke schon ein mal und wünsche einen schönen Abend


    Dokumente bitte als PDF über Dateianhänge des Forum hochladen

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  • Meine Frage ist nun, haut das alles so hin, kann das stimmen oder sollte man noch ein mal Wiederspruch einlegen?

    Ohne Kenntnis der Abrechnung kann man das nicht beantworten. Einen Widerspruch kannst Du einlegen, allerdings muss der begründet sein.

    Du kannst also nicht einfach nur widersprechen, weil die Kosten zu hoch sind.

    Wenn die Heizungskosten gestiegen sind, wäre es denkbar, dass ein falscher Verteilerschlüssel gewählt, und das nun korrigiert wurde.


    Ich würde an deiner Stelle einen Fachanwalt oder den Mieterverein konsultieren.

    Meine Antworten beruhen aus meiner persönlichen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar.

  • Hallöchen, ich hatte die jeweiligen Abrechnungen als Anhang beigefügt. Allerdings habe ich das als Jpeg hinterlegt, hier also nochmal als PDF Datei, was dann hoffentlich mehr Aufschluss gibt.

    Die Kosten für den Brennstoff sind identisch geblieben (es ist ja die Abrechnung für ein uns das selbe Jahr- 2019) Zumal die Brennstoffkosten auch im Vorjahr 2018 höher waren, wir da aber weniger nachzahlen mussten als dies Jahr.

  • Der Unterschied der beiden Abrechnungungen liegt in der Aufteilung der Kosten in Heizkosten und Warmwasserkosten. Das wären bei der ersten Abrechnung fast 60% gewesen, was aber unrealistisch ist, und daher zurecht beanstandet wurde. Bei der neuen Abrechnung sind es 20,5%, was sehr viel passender aussieht.


    Damit ist nun als der Anteil der Heizkosten (3493,99) höher geworden, was sich bei deinen Verbrauchseinheiten von 8527 kWh zu deinen Ungusten auswirkt. Ist aber leider nicht zu vermeiden, da es wie gesagt vorher wirklich falsch war.


    Deine Heizkosten liegen mit 1,65€/m² etwas über dem Durchschnitt laut Statistik des Deutschen Mieterbundes, aber erscheint aufgrund deiner nicht so geringen Heizeinheiten plausibel. Vielleicht magst du überlegen, ob du die Heizung eventuell manchmal etwas länger und stärker aufgedreht hast als nötig.