Heizkörper - Fehlende Stellfläche - Sicherungsmöglichkeit von Möbeln nach Innendämmung

  • Hallo ihr Lieben!


    Ich weiß nicht einmal in welche Kategorie mein Problem einzuordnen ist. Ich hoffe ich bin hier richtig…

    Eine (Außenwand-) Ecke meines Kinderzimmers war nass und wird in diesem Moment nebenan von innen gedämmt. Das Foto zeigt den Zwischenstand von gestern Abend.

    IMG_20201217_145344585.jpg


    Im Idealfall müsste das ganze Haus von außen gedämmt werden oder alternativ eine Innendämmung über die gesamte Wand von Fenster zu Fenster – das ist aber teuer, also macht der Vermieter nur das absolut nötigste und lässt nur einen Teil der Wand dämmen. Darum geht es mir aber gar nicht. Mein Problem ist, dass ich keine Stellfläche für Möbel mehr habe.
    Die Wand die auf dem Foto rechts vom Fenster abgeht ist eine (äußerst Laienhaft) eingezogene hohle Wand, die schon bei Berührung wackelt. Ein Bild oder eine Uhr aufzuhängen ist kein Problem, aber Schränke oder Regale daran zu befestigen würde mehr die Wand stabilisieren, als den Schrank umsturzsicher zu machen. Selbst eine Spielküche, Werkbank oder sonst etwas das nicht unbedingt verankert werden muss, kann dort nicht stehen, weil das Wackeln der Wand Kleinmöbel einfach umwirft oder stabilere Möbel die Wand beschädigen.

    Die Wand die auf dem Foto links abgeht, grenzt zum Bad mit den Leitungen für Toilette und Waschbecken in dieser Wand. Wohl um zu verhindern, dass ein Hirni wie ich die Leitungen aus Versehen anbohrt:saint:, stößt man nach ca. 2 cm auf eine Menge Metall in der Wand – auch hier kann ich Schränke nicht oder nur sehr eingeschränkt absichern.

    Und die beiden Wände die gerade gedämmt werden… naja zunächst fürchte ich noch, dass ein neuer Taupunkt an den Übergängen entstehen kann – da stelle ich erstmal gar nichts vor. Aber selbst wenn der Taupunkt auf das Fenster verschoben werden konnte und die Ecke und die Übergänge wirklich trocken bleiben, besteht natürlich eine Differenz -also eine Lücke- (an der Stelle wo die Dämmung endet) im Abstand zur Wand wenn ich dort einen Schrank oder ein Regal hinstelle. Das gewährleistet also auch keine Kindersicherheit. Ich habe also keine Stellfläche mehr die es mir ermöglicht Regale, Spielgeräte etc. in der Wand zu verankern.

    Ich habe selbst keine Kinder, der Raum ist mein Arbeitsplatz (ja, das ist im Mietvertrag festgehalten). Die Sicherheit ist also nicht nur individuelles Empfinden, sondern sehr klar von Bund, Land und Kommune geregelt. Aktuell schließt die (bereits zuvor vorhandene, aber insbesondere durch die Dämmung neue) bauliche Beschaffenheit des Raumes das Sichern etwaiger Möbel oder Spielgeräte so ziemlich aus. Im Idealfall sollte ich Möbel so stellen können wie ich es als ansprechend, praktisch oder effizient empfinde. Nun habe ich mich damit arrangiert, dass 2 von 4 Wänden nur eingeschränkt genutzt werden können; aber in einem knapp 20m² Raum sollte doch mindestens EINE Möglichkeit vorhanden sein ein Möbelstück aufzustellen und sicher in der Wand zu verankern. Leider kann ich absolut keine Informationen finden wie sich die Rechtslage dazu konkret gestaltet.


    Ich bin Mitglied im deutschen Mieterbund, es gibt aber in diesem Jahr keine Termine mehr für eine Rechtsberatung und ich möchte meinen Arbeitsplatz natürlich schnellstmöglich wieder nutzen können.


    Vielen Dank schon einmal für die investierte Zeit und ganz lieben Dank für jede hilfreiche Antwort! Liebe Grüße


    Nachtrag: der Handwerker ist gerade fertig geworden und auch die Elektroistallation ist (so) nicht mehr nutzbar. Die einzelnen Adern ragen keine 3 cm aus der Wand, die Ummantelung liegt komplett in der Wand. Da bin ich um jeden zusätzlichen Rat dankbar! :love:IMG_20201218_105218758.jpg

  • Ich verstehe nicht, welche Wand da nun Außenwand ist und wo diese hohle Wand ist. Die Innendämmung macht ja nur an einer Außenwand Sinn und im Flankenbereich.


    Grundsätzlich kann man auch durch die Innendämmung hindurch einen Schrank sichern, man benötigt nur längere Schrauben oder ggf Winkel. Allerdings kann ich davon grundsätzlich nur abraten, besonders wenn es bereits Feuchtigkeitsprobleme gab.


    Bzgl der Elektrik musst du einfach abwarten, ob diese noch nutzbar gemacht wird. Dass das nicht der Handwerker erledigt, der sich um die Dämmung kümmert, ist nachvollziehbar, denn das sind völlig unterschiedliche Gewerke.

  • Hallo Schweinchenfan.

    Ich habe mal versucht den Grundriss aufzuzeichnen, das ist sehr schwer zu erklären :S Die hohle Wand ist rechts, die zum Bad unten und die anderen beiden die gedämmte Ecke (links & oben sind die Außenwände).

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    In der Wand sichern kann ich einen Schrank bestimmt schon irgendwie, aber die Dämmung ist knapp 4 cm tief. An dem Übergang muss also die Differenz der 4 cm mit Holzplatten oder so ausgeglichen werden oder die Möbel stehen schief (das macht das Sichern auch nicht einfacher).

    Insgesamt ist mir halt auch daran gelegen nicht wegen ein paar gebohrten Löchern in der Dämmung den nächsten Feuchteschaden zu verursachen oder dem Vorschub zu leisten.


    Dass das nicht der Handwerker erledigt, der sich um die Dämmung kümmert, ist nachvollziehbar, denn das sind völlig unterschiedliche Gewerke.

    Da hast du absolut Recht! Da war ich wohl etwas vorschnell...X/

  • Der Grundriss ist in der Tat schwierig. Dennoch bleibe ich dabei, du solltest auf keinen Fall im Bereich der Dämmung große, flächige Schränke anbringen und dabei weniger als 4 cm Abstand von der Wand haben. Generell nicht an Außenwänden, das ist fast eine Garantie für nutzerbedingten Schimmel. Sonst bringt die ganze Dämmung nichts, wenn du Luft dort nicht zirkulieren kann und die Wand trotz Dämmung kalt bleibt.


    Wären deckenhohe Schränke eine Alternative? Ich persönlich habe aber Schränke noch nie gesichert. Wenn Schränke korrekt ausgerichtet sind, kippen diese nicht einfach so.

  • Wären deckenhohe Schränke eine Alternative?

    Nee leider absolut nicht! Eine riesen Schrankwand kann ich auch gar nicht gebrauchen. Wie gesagt es ist ein Kinderzimmer, mit Kindermöbeln. Kleine Menschen, kleine Möbel. Besonders Werkbank, Spielküche & Co. sind halt kaum nen Meter hoch.



    du solltest auf keinen Fall im Bereich der Dämmung große, flächige Schränke anbringen

    Ich kann halt die Möbel aufgrund des Grundrisses nur an die beiden Außenwände stellen - oder den Kids nur Freifläche anbieten, ganz ohne Spielzeugschrank, Bücherregal und all die überbewerteten Lerninhalte ...:-iron


    Wenn Schränke korrekt ausgerichtet sind, kippen diese nicht einfach so.

    Naja, also wir haben schiefe Wände und noch schiefere Böden. Hier sind alle Schränke an der Wand gesichert, weil die teilweise 5 cm Höhenunterschied von der Wand ins Rauminnere sich nicht so einfach korrekt ausrichten lassen. Zwei, drei Schrauben lassen mich da sehr viel ruhiger Schlafen. Und das sollte auf 20 m² definitiv irgendwo möglich sein - oder sehe ich das einfach falsch?


    Ziemlich festgefahren und sehr frustrierend || Meinst du ich kann aufgrund der neuen Situation die "Wackelwand" beanstanden (bisher habe ich das einfach hingenommen weil es immer anders möglich war und ich mir und den Vermietern den Dreck, die Arbeit und das Geld sparen wollte - die Situation hat sich ja jetzt grundlegend geändert)?



    Die Feuchtigkeit ist übrigens nicht entstanden weil etwas vor der Wand stand (hat der Messtechniker extra gesagt (im Beisein des Vermieters)!) Die Wände ware zu der Zeit auch beide frei und konnten insoweit ungehindert "atmen". Schränke hinzustellen wäre auch grundsätzlich kein Problem, nur könnten die Löcher in der Dämmung die Dämmwirkung teilweise aufheben (Messtechniker frei zitiert)... :confused:

  • Weißt du, aus welchem Material die Dämmung ist? Bei guter (teurer) Innendämmung macht das nichts, da wird keine Dämmwirkung aufgehoben, nur weil eine Schraube durch geht. Es gibt aber auch welche, bei der Durchdringen ein großes Problem ist.

    Ich kann nicht beurteilen, woher die Feuchtigkeit kam, allerdings würde die Innendämmung nur dann Sinn machen, wenn die Ecke besonders kalt war und sich daher vermehrt Feuchtigkeit niedergeschlagen hat. Das kann auch passieren, wenn die Ecke freiliegt, wird aber noch verschlimmert, wenn man es vollstellt.


    Im ersten Beitrag schreibst du davon, dass du keine Kinder hast und es sein Arbeitszimmer ist. Ich habe selbst drei kleine Kinder und mehr als nur eine Kinderküche und Werkbank rumstehen. Nichts davon ist gesichert an der Wand.


    Selbst auf unebenem Boden lassen sich alle Teile, Schränke und co gerade aufstellen, wenn man eine Wasserwaage nutzt und alle Füße einzeln unterfüttert. Der Abstand zur Wand spielt dabei gar keine Rolle. Die sind im Altbau in der Regel auch nicht gerade und können kein Maß dafür sein, ob etwas gerade steht oder nicht.

  • Eine Dämmung auf der Innenseite anzubringen aufgrund von Feuchtigkeit in der Wand ist der allergrößte Pfusch, den man machen kann. Denn die Dämmung innen verhindert ja nicht, dass die Wand weiterhin feucht wird, egal woher die Feuchtigkeit kommt. Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich unter der Dämmung Schimmel bilden wird. Und im Laufe der Zeit werden die Schimmelsporen ihren Weg durch die Dämmung finden, was langfristig gesundheitliche Probleme verursachen kann.


    Ich kann es nicht beurteilen, das kann nur ein Fachmann vor Ort, aber ich würde annehmen, dass der Mietmangel durch diese Maßnahme nicht beseitigt ist. Du solltest im eigenen Interesse nochmal eine Meinung eines Fachmanns einholen. Die Befestigung der Schränke ist das kleinere Problem, das könnte man irgend wie lösen.

  • Weißt du, aus welchem Material die Dämmung ist?


    Das wird das günstigste Material sein das möglich ist. Und ich wurde vor den Konsequenzen des durchbohrens der Dämmung gewarnt. Mehr weiß ich auch nicht.


    Ich habe selbst drei kleine Kinder und mehr als nur eine Kinderküche und Werkbank rumstehen. Nichts davon ist gesichert an der Wand.

    Als Privatperson kannst du das natürlich so machen, als Tagespflegeperson muss ich mich an Auflagen und Vorgaben der Sicherheit halten (Wegweiser zur Kindertagespflege) "Regale, Schränke, Fernseher sind fest zu verankern und gegen Umstürzen zu sichern." Nur die Unterseite zu unterfüttern sichert ein Regal nicht ausreichend gegen Umstürzen. Wer einmal ein Kletterkind hatte sichert einfach ALLES. Denn wenn da irgendwas passiert bin ich Haftbar zu machen und meine Pflegeerlaubnis ist einfach weg (und womöglich hab ich noch ein verletztes Kind und dementsprechend sehr, sehr wütende Eltern) Da gibt es auch nur wenig Diskussionsspielraum. Die konkreten Anforderungen an meinen Beruf gehen Mietrechtlich sicherlich zu weit, aber die Frage bleibt ob so ein 20m² Raum grundsätzlich eine Möglichkeit bieten muss irgendwo ein Standart BILLY Regal aufzustellen und (mit dem -nicht grundlos- immer beigefügtem Befestigungsmaterial!) an der Wand zu verankern?


    Die Situation ist ja so: Ich ziehe ein, großer Raum, alles cool. Jahre später -> kalte und nasse Wand -> Dämmung drauf. Stand jetzt. Die Ecke ist nur noch eingeschränkt nutzbar z.B. für einen Schrank.

    Dennoch bleibe ich dabei, du solltest auf keinen Fall im Bereich der Dämmung große, flächige Schränke anbringen und dabei weniger als 4 cm Abstand von der Wand haben. Generell nicht an Außenwänden, das ist fast eine Garantie für nutzerbedingten Schimmel. Sonst bringt die ganze Dämmung nichts, wenn du Luft dort nicht zirkulieren kann und die Wand trotz Dämmung kalt bleibt.


    Nehmen wir mal an das wäre ein Schlafzimmer… Die Ecke ist auch nicht geeignet für ein Bett (selbst mit der Dämmung ist es dort bisher immer 3°C kälter gewesen und nie über 80% Luftfeuchtigkeit). Da sollte also im Grunde gar nichts stehen… Selbst eine niedrige Kommode die weiter von der Wand weg steht, könnte die nötige Zirkulation verhindern. Wohin also mit Bett und Schrank? An der eingezogenen Wand würde die Wand oder das Möbelstück in kürzester Zeit kaputt gehen, weil das gegen einander schlägt. Also Bett und Schrank und was man halt so im Schlafzimmer hat alles an die eine kleine Wand? Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders. :confused: Was kann ich also tun?

  • Was kann ich also tun?

    Vor allem heizen und dafür sorgen das eine Zirkulation der Luft, besonders an den Aussenwänden möglich ist.

    Das eine Innendämmung schon mal grundsätzlich problematisch ist, da würde ich mich den vorrednern anschließen wollen.

  • Eine Dämmung auf der Innenseite anzubringen aufgrund von Feuchtigkeit in der Wand ist der allergrößte Pfusch, den man machen kann. Denn die Dämmung innen verhindert ja nicht, dass die Wand weiterhin feucht wird, egal woher die Feuchtigkeit kommt. Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich unter der Dämmung Schimmel bilden wird. Und im Laufe der Zeit werden die Schimmelsporen ihren Weg durch die Dämmung finden, was langfristig gesundheitliche Probleme verursachen kann.

    Das verunsichert mich massivst! Das heißt ich löse gerade die falschen Probleme?!?!

    Meine Vermieterin meinte der Messtechniker Feuchtigkeits Typ hat keinen Schimmel gefunden. Ist dafür eine Laboruntersuchung, Lakmusstreifen, keine Ahnung ein Wattestäbchen Abstrich oder weiß der Geier nötig um Schimmel nachzuweisen? Geht das auch jetzt noch wo diese tolle Dämmung auf der Wand ist? 8|


    Vor allem heizen und dafür sorgen das eine Zirkulation der Luft, besonders an den Aussenwänden möglich ist.

    Oh Großartig! Eine von zwei Heizungen in dem Raum ist kaputt.


    Vor allem heizen

    Das treibt bisher vorallem die Luftfeuchtigkeit hoch. Nur in dieser Ecke...

  • Meine Vermieterin meinte der Messtechniker Feuchtigkeits Typ hat keinen Schimmel gefunden.


    Wenn ich fragen darf, warum wird dann überhaupt gedämmt? Nicht ganz auszuschließen das man sich damit gerade den Schimmel einhandelt, den man bisher noch nicht hatte............



    Oh Großartig! Eine von zwei Heizungen in dem Raum ist kaputt... Coincidence?


    Schlecht. Schimmel entsteht normalerweise dort wo es nass und Kalt ist. Weil die Temperatur an Bauwerksaussenecken meistens etwas niedriger ist entsteht dort gerne Schimmel.


    Das treibt bisher vorallem die Luftfeuchtigkeit hoch. Nur in dieser Ecke...

    Das Problem mit feuchten Aussenwänden löst man, meines Wissen, aber nicht durch eine Innendämmung?

  • Wenn ich fragen darf, warum wird dann überhaupt gedämmt?


    Das Problem mit feuchten Aussenwänden löst man, meines Wissen, aber nicht durch eine Innendämmung?

    Das sind sehr gute Fragen! Ich hatte eher auf Antworten gehofft und nicht auf noch mehr Fragen... (nicht deine Schuld ;)) Denn ich kann die definitiv nicht beantworten! Aber die werde ich mal an den Vermieter weitergeben. Der hat ja alle Ergebnisse bekommen und muss wissen warum das so gemacht wurde ?(

  • Das heißt ich löse gerade die falschen Probleme?!?!

    Sieht ganz danach aus. Da ja das Feuchtigkeitsproblem in der Wand weiterhin besteht, herrscht dort der Nährboden für Schimmel vor. Also auch wenn es bisher noch keinen Schimmel gibt, jetzt kann er entstehen. Un das in aller Ruhe, weil durch die Dämmung sieht man es erst wenn jede Hilfe zu spät ist.

    Das treibt bisher vorallem die Luftfeuchtigkeit hoch. Nur in dieser Ecke...

    Die Luftfeuchtigkeit ist nicht dein Problem, denn die Feuchtigkeit kommt ja von außen. Daher nur zum Verständnis folgende Erklärung.


    Heizen erhöht die Luftfeuchtigkeit nicht. Die Menge an (absoluter) Feuchtgkeit bleibt. Aber eine wärmere Luft erhöht die Aufnahmefähigkeit der Luft. Ein Kubikmeter Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als wenn die Luft kälter ist. Kühlt sich die vorhandene Luft also ab, ist die Grenze zur Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit (100% rel. Luftfeuchte) schneller erreicht. Un mehr als 100% geht nicht, was bedeutet. Feuchtigkeit kondensiert zu Wasser und legt sich an der Wand ab.


    Aber das ist überhaupt nicht dein Problem, wenn die Dampfsperre an der Außenhaut des Gebäude beschädigt ist und Feuchtigkeit durchdringen kann. So etwas ist ein echter Mietmangel, für den der Vermieter verantwortlich ist.

  • Aber das ist überhaupt nicht dein Problem, wenn die Dampfsperre an der Außenhaut des Gebäude beschädigt ist und Feuchtigkeit durchdringen kann. So etwas ist ein echter Mietmangel, für den der Vermieter verantwortlich ist.

    Das heißt ich komme nicht drum herum das selber testen zu lassen und einen Gutachten Krieg mit dem Vermieter zu beginnen? ||

  • Heizen erhöht die Luftfeuchtigkeit nicht. Die Menge an (absoluter) Feuchtgkeit bleibt. Aber eine wärmere Luft erhöht die Aufnahmefähigkeit der Luft. Ein Kubikmeter Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als wenn die Luft kälter ist. Kühlt sich die vorhandene Luft also ab, ist die Grenze zur Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit (100% rel. Luftfeuchte) schneller erreicht. Un mehr als 100% geht nicht, was bedeutet. Feuchtigkeit kondensiert zu Wasser und legt sich an der Wand ab.

    Heizen führt also nur dazu, dass ich die Feuchtigkeit verteile und die Wassertröpfchen freuen sich und machen eine Familienfeier in der Ecke!? Beim Lüften sollte die kalte Luft aber eine Menge Feuchtigkeit mitnehmen können oder? :confused: Sofern es nicht draußen noch feuchter ist...

  • Nein. Beim Heizen erhöhst du auch die Oberflächentemperatur der Wand, sodass der Taupunkt dort nicht mehr unterschritten wird. Dazu muss die warme Luft aber an die kalte Wand kommen.


    Diese ganze Diskussion führt zu nichts, solange wir nicht wissen, woher die Feuchtigkeit kam.

  • Hallo ihr Lieben!


    Ich habe einige Probleme mit den Heizkörpern in meiner Mietwohnung, aber ich werde versuchen mich kurz zu halten...

    Konkret geht es mir um einen speziellen Sachverhalt: Im Laufe des Tages schwanken die Temperaturen in den einzelnen Räumen sehr. Wenn ich die Heizkörper sagen wir auf Stufe 2 (~20°C) einstelle, wird der Heizkörper (und auchder Raum) nach der Nachtabschaltung morgens irgendwann warm - spätestens wenn ich lüfte wachen die Heizkörper meistens auf und laufen erstmal einwandfrei.

    Ich habe noch nicht herausfinden können wann genau, aber in der "Mittagszeit" gegen 12 Uhr kühlen die Räume allesamt aus und die Heizkörper heizen nicht mehr nach, unabhängig von der Raumtemperatur (die in manchen Räumen teilweise unter 16°C fällt).

    [Wenn ich das Termostat auf 5 hochdrehe habe ich eventuell Glück, dass die Heizkörper wenigstens warm werden, meistens bleiben sie aber einfach kalt. Spätestens wenn die Heizkörper wieder an gehen ist Stufe 5 auch schnell sehr unangenehm, deshalb mache ich das nur in sehr kalten Ausnahmefällen.]

    Um etwa 14 Uhr wird es dann langsam wieder wärmer und hält sich bis in den Abend. Gegen 21 Uhr wird es dann nochmal mollig warm und die Raumtemperatur klettert auf 22°C, teilweise 25°C (Termostat steht weiterhin durchgehend auf Stufe 2) bis die Nachtabschaltung die Temperatur wieder drosselt.


    Mittlerweile hab ich es ganz gut raus Vormittags rechtzeitig hoch zu heizen, damit die Räume Mittags nicht so sehr auskühlen, aber bei 9 Heizkörpern ist das eine Menge Arbeit (später müssen die ja alle auch wieder runter reguliert werden) und günstig ist der Spaß auch nicht, denn durch die schlecht isolierten Außenwände ist die Wärme meist schon weg und der Raum (und die Wände!) ausgekühlt noch bevor die Heizkörper wieder an gehen.


    Natürlich interessiert mich nun was diese "Mittagsabschaltung" auslöst und vorallem was ich dagegen tun kann?!?

    Ich habe das schon mehrfach bei der Vermieterin angesprochen, sie weiß auch nicht und hat auch kein Interesse dem nachzugehen (das könnte am Ende ja teuer für sie werden), die Einstellungen der Heizanlage wären alle in Ordnung.


    Weil es evtl. nicht unwichtig ist: wir hatten dieses Jahr mehrfach morgens kein Warmwasser weil der Timer der Heizanlage von 22-7Uhr ausgestellt war. Mehrfach lief auch die Heizung nicht weil zu wenig Wasser in der Anlage war (soviel zu die Einstellungen der Heizanlage sind alle in Ordnung :/).

    Wir haben 1 Heizkörper der nicht entlüftet werden kann (Türrahmen im Weg) - ich denke der "pumpt" ständig Luft in die anderen Heizkörper, denn die muss ich regelmäßig neu entlüften.

    Bei 1 Heizkörper ist das Ventil verkrustet (verkalkt?) und lässt sich nur mit einer Rohrzange bedienen.

    Vor ca. 3 Jahren war mal ein Heizungstechniker da, der meinte, dass die Heizkörper von innen gereinigt werden sollten um auf der gesamten Fläche warm werden zu können (was sie seit 5 Jahren nicht tun) und die Verbindungsstücke zwischen dem Heizungsrohr und dem Heizkörper ausgetauscht werden müssten, weil sich das Material zersetzt - das wurde beides aus finanziellen Gründen nicht gemacht.

    Wir haben gerade eine Innendämmung eingesetzt bekommen wegen einer "kalten Ecke", die Empfehlung war jedoch das Haus komplett von außen zu dämmen, weil das gesamte Gebäude schlecht isoliert ist. Die produzierte Wärme ist also ganz schnell wieder draußen...


    Das gibt ein ziemlich rundes Bild, dass hier eine Menge nicht stimmt. Und das steht alles im Kontext zueinander... aber es geht mir vorrangig um diese Abschaltung in der Mittagszeit. Was kann ich da bloß tun um das aufzuklären und abzustellen?

    Ich bin um jeden Rat sehr dankbar! Ganz lieben Dank schonmal!


    Hier noch ein Temperatur Protokoll von einem Tag an dem die Heizung Mittags mal funktioniert hat. Tagesprotokoll.pdf


    Hallo nochmal und frohes neues Jahr!

    Drei Wochen später sieht die Wand noch exakt genauso aus und es wurde rein gar nichts gemacht. Yay! ?(

    Aber ich habe ein paar Antworten... und ein paar neue Fragen...

    Diese ganze Diskussion führt zu nichts, solange wir nicht wissen, woher die Feuchtigkeit kam.

    Kondenswasser. Diese Ecke war (und ist trotz Dämmung weiterhin) der kälteste Punkt im Raum. Deshalb setzt sich dort die Feuchtigkeit ab. Die Ecke wird auch nur mäßig warm, selbst wenn ich in Teilen des Raumes auf 23 Grad hoch heize. Möbel oder irgendetwas anderes in diese Ecke zu stellen brauche ich also gar nicht nachdenken - außer vielleicht eine dritte Heizquelle für den Raum ||

    Ich bin also wieder zurück, dass ich auf knapp 4x5 Meter keine Stellfläche habe =O


    Beiträge zusammengefügt und Thema kann weitergeführt

    werden, da Zusammenhang mit Eingangsthema

  • Ich habe noch nicht herausfinden können wann genau, aber in der "Mittagszeit" gegen 12 Uhr kühlen die Räume allesamt aus und die Heizkörper heizen nicht mehr nach, unabhängig von der Raumtemperatur (die in manchen Räumen teilweise unter 16°C fällt).

    Diese Tatsache deutet auf einen technischen Fehler der Heizanlage hin und wäre dann ein Mangel. Also wenn es draußen warm wird über mittag, wäre es nachvollziehbar, dass die Heizung runter regelt. Dafür gibt es entsprechende Temperaturfühler, um Energie zu sparen. Aber wenn die Räume kalt werden unter 16°, dann kann es daran nicht liegen.


    Bei einem Mangel sollte man dem Vermieter schriftlich diesen melden und zur Behebung auffordern. Kommt der Vermieter dem nicht nach, gibt es die Möglichkeit der Ersatzvornahme nach vorheriger Ankündigung (man beuftragt selber eine Firma) oder der Mietminderung (oder beides).

  • Hallo!


    Allgemeine ergänzende Information zum Thema!


    Heizen führt also nur dazu, dass ich die Feuchtigkeit verteile und die Wassertröpfchen freuen sich und machen eine Familienfeier in der Ecke!?


    Hier scheint es ein Informationsdefizit zu geben, deshalb Folgendes:


    Verunreinigungen der Innenraumluft sind einerseits bedingt durch die bloße Anwesenheit von Menschen, die Sauerstoff verbrauchen und Kohlendioxid ausatmen sowie Körpergerüche abgeben. Andererseits entstehen sie bei einer Reihe von Aktivitäten, wie Tabakrauchen, Kochen oder Heizen. Durch Kochen, Waschen und Baden freigesetzte Feuchtigkeit sowie durch Feuchtigkeit im Mauerwerk kann die Schimmelbildung begünstigt werden, was zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen kann.


    Wie lüfte und heize ich richtig? Wie kann ich Schimmelbildung vorbeugen?


    Gruß



  • Danke Fruggel! Das klingt doch lösbar...

    Bei einem Mangel sollte man dem Vermieter schriftlich diesen melden und zur Behebung auffordern. Kommt der Vermieter dem nicht nach, gibt es die Möglichkeit der Ersatzvornahme nach vorheriger Ankündigung (man beuftragt selber eine Firma) oder der Mietminderung (oder beides).

    Verstehe ich es richtig, dass ich der Vermieterin schreibe "Mittags wird die Heizung kalt bitte ändere das bis Tag X" wenn bis Tag X nichts passiert, schreibe ich: "Mittags wird die Heizung kalt bitte ändere das bis Tag Y, ansonsten werde ich jemanden beauftragen." Und wenn an Tag Y wieder nichts passiert ist kann ich ein Unternehmen beauftragen und ihr die Kosten in Rechnung stellen? Muss ich sie informieren dass ich ein Unternehmen beauftragt habe? Bzw. welches? Die Frist sollte ich Corona-bedingt wohl fairerweise eher bei 3 Wochen ansetzen oder sind die Umstände bei der Frist irrelevant?

    Diese Tatsache deutet auf einen technischen Fehler der Heizanlage hin

    Da denke ich natürlich direkt, dass sie mir antworten wird: "Mit der Anlage ist alles in Ordnung". Dann kann ich sie auffordern mir das von einem Techniker bestätigen zu lassen. Innerhalb der Frist wäre das Tag X, nach ablauf der Frist eben Tag Y mit "sonst beauftrage ich jemanden" Zusatz. Richtig? :confused:


    Hier scheint es ein Informationsdefizit zu geben, deshalb Folgendes:

    Damit habe ich mich auch noch nicht wirklich beschäftigt...

    "Wie lüfte und heize ich richtig? Wie kann ich Schimmelbildung vorbeugen?" Wie denn? :confused:


    Hier scheint es ein Informationsdefizit zu geben

    Das war bisher nicht wirklich Thema... Sehr interessante Infoseite! Lieben Dank Grace!