Neubau Erstbezug Geld fürn Fußbodenbezahlt

  • Guten Tag Leute 👋

    Ich habe folgendes Anliegen und hoffe ihr könnt mir helfen.
    Ich bin eine Alleinerziehende Mutter mit Zwillingsmädchen im Alter von jetzt 7 Jahren.

    Jetzt zur Sache: Ich bin im November 2019 in eine Neubauwohnung zur Miete eingezogen. Diese war eine Sozialwohnung und ich benötigte einen Wohnberechtigungsschein. Die Wohnung hatte ich als erste bezogen also war das ein erst Bezug. Nach dem ich den Schein vom Amt ausgestellt bekommen habe und alles zum Abschluss des Mietvertrages hin ging verlangte der Vermieter eine anteilige Beteiligung in Höhe von 680€ für den von ihm verlegten Fußboden. Ich habe die genannte Summe dann aufgebracht und bezahlt weil mir die Wohnung sehr gefiel und der Vermieter mir ganz klar gemacht ohne diesen

    Zahlung würde ich die Wohnung nicht bekommen. So jetzt habe ich die Wohnung am 1.Oktober 2020 zum 01.01.2021 gekündigt und habe jetzt bei der Übergabe gefragt wie es den aussehen bezüglich der Zahlung für den Fußboden. Ob ich evtl. was zurück bekommen kann weil ich jetzt grade mal ein Jahr dort gelebt habe. Vermieter antwortete: es ist nicht seine Schuld das ich dort so wenig leben wollte und die Zahlung wäre für die Arbeit fürs verlegen gewesen und er nichts zurück bezahlen wird. Nicht anteilige oder sonst was ! Jetzt meine Frage. Ist das alles so rechtens? Darf er so vorgehen? Habe ich überhaupt irgend nen Ansprüche ? Und war das von vornherein vom Vermieter rechtens ? Übrigens müsste ich die 680€ bar zahlen! Habe aber eine Quittung. Hoffe auf guten Rat. Liebe Grüße M.Klasssen

  • Grds. war der VM selbst bei Erstbezug nicht verpflichtet, die Wohnung mit Bodenbelag auszustatten. Hat man sich gegen Zahlung von 680 EUR darauf geeinigt, einen Fußboden verlegt zu bekommen, ist das nicht erstattungsfähig.


    Dass man für seine Beteiligung den bis zum Ende seiner wirtschaftlichen Lebensdauer nicht mehr abnutzen und kostenlosen Ersatz beanspruchen konnte hat der VM tasächlich nicht zu vertreten.

  • . Hat man sich gegen Zahlung von 680 EUR darauf geeinigt, einen Fußboden verlegt zu bekommen, ist das nicht erstattungsfähig.

    Danach klingt es nicht. Der Boden wurde wohl nicht erst nach dem Vertragsabschluss verlegt.


    Man müsste sich das genauer anschauen, wie das vereinbart worden ist.


    Wurde das als AGB vereinbart so würde ich die Vereinbarung als unwirksam betrachten als unangemessene Benachteiligung, da für etwas gezahlt werden soll, was üblicherweise in den Mietzins eingepreist wird. Denn hier hat man nichts erhalten für die Zahlung, außer ein Nutzungsrecht am Fußboden, dass sollte aber die Miete abgegolten werden. Das ist einfach eine riesen große Benachteiligung, denn der Mieter konnte dazu gar nichts sagen und es war auch nicht der Wunsch das ein hochwertiger Boden nachträglich verbaut worden ist.


    Individualrechtlich erscheint das durchaus möglich. Wobei man sich dann noch damit beschäftigten müsste, welche Auswirkungen es hat, dass es einen WBS gibt und ob es eine Sozialwohnung ist.


    Zumindest erscheint es fragwürdig ob es der Vermieter durfte oder nicht.

    Die Richtigkeit oder Vollständigkeit meiner Aussagen sind nicht garantiert und stellen keine Rechtsberatung dar. Meine Aussagen können inkorrekt sein. Man sollte sich darauf nicht blind verlassen und im Zweifel immer einen Anwalt befragen. Bereits Kleinigkeiten können die juristische Sachlage entscheidend verändern.