Extremes Gerumpel wegen Baumangel, Forderungen gegen Mitbewohner

  • In unserer 2018 bezogenen Wohnung (Komplette neue Etage als Aufstockung von 2017) rumpelt und bollert es extrem.
    Vermieter will Mietminderung anfechten, da es sich "um Kinderlärm handelt, der in einer Mietwohnung hinzunehmen ist".


    Wir hatten mit dem Anwalt des Mietschutzbunds gesprochen und eine massive Mietminderung beim Eigentümer angekündigt. Durch die Bauart des Gebäudes und nicht vorhandener Entkopplung unserer neu errichteten Wohneinheit klirren bei und Gläser i Schrank, Boden und Wände vibrieren stark, es rumpelt und bollert so extrem, dass sich Schockwellen in gefüllten Gläser und Flaschen zeigen.
    In der Wohnung unter uns sind stark schwingende Holzböden verlegt, teilweise mit Fliesen. Rennen die kleinen Kinder herum, spürt man fast jeden Schritt als Schlag. Die unteren Böden sind mit unserer Wand- und Bodenkonstruktion verbunden. Der Eigentümer weigert sich seit 2 1/2 Jahren auf das Thema einzugehen.


    Mit den Mietern, Eltern der Kinder, hatten wir schon öfter gesprochen und auf die hör- und spürbare Belastung hingewiesen. Bisher hatten sie genau drei mal am Tag max. 10 Minuten "Spielzeit" in den Räumen unter der Dachterrasse, immer vor dem Essen. Das war für uns vertretbar. Vor ca. 2 Monaten hatten sich die Eltern getrennt, seither bollert und rumpelt es manchmal über Stunden verteilt in der kompletten Wohnung.

    Hinzu kommt, dass jetzt ständig Stühle und Möbel verschoben werden, bei uns vibriert dabei die ganze Bude, da unten der Boden anfängt sehr stark zu schwingen, bei uns vibriert dann alles, auch erkennbar an Schockwellen im Wasserglas.
    Die Vibrationen sorgen dafür, dass die Luft im Raum schwingt, dass fährt einem oftmals in den Magen, da sehr tieffrequent.

    Können wir selbst die anderen Mieter dazu verpflichten Filzgleiter an alle betroffenen Möbel zu machen oder Teppiche dort zu verlegen und uns darauf berufen, dass beim Stühlerücken nicht nur ihre Bude extrem brummt, sondern auch unsere? Der Eigentümer sieht sich hier nicht in der Pflicht und will nichts unternehmen. Zumindest das Stühlerücken müsste sofort abgestellt werden, bis der Rest über den Anwalt geklärt wird.


    Frage zur Datenerfassung bei Lärmprotokollen. Müssen wir Mitbewohner im Haus darüber informieren, dass wir sämtliche Störgeräusche, die bei uns dafür sorgen, dass Boden und Wände spürbar schwingen (Baumangel) erfassen?
    Wir werden dazu auch technische Hilfsmittel einsetzen, die Erschütterungen und auch Geräusche aufzeichnen, evtl. auch direkt an Boden und Wänden über Sensoren erfassen. Wir bekommen von einem Ingenieur Messtechnik ausgeliehen die in Gewerbegebäuden verwendet wird, um Verursacher von Schwingungen und Resonanzen wie Maschinen ausfindig zu machen.

  • Bitte halte dich weiterhin an den Anwalt. Die Frage ist zu komplex um hier allgemein irgend eine Empfehlung geben zu können. Die Lösung kann nur in der individuellen Bewertung deiner Situation liegen.