Vermieter und Hausverwaltung kümmern sich um nichts

  • Hallo,


    ich wohne seit 13 Jahren in meiner Wohnung zur Miete in einem Gebäude mit knapp 30 Wohnungen.

    Laut Mietvertrag zahle ich 60€ im Monat "Instandsetzungspauschale".


    Die ersten Jahre war noch alles ok, in den letzten Jahren fällt hier allerdings gefühlt alles auseinander.

    Einzelne Wohnungen haben Probleme mit warm Wasser.

    Die Fenster müssten dringend neu Isoliert werden.

    Seit einem halben Jahr gibt es massive Probleme mit dem Internet.

    Einige Lichtschalter im Flur funktionieren nicht und Glühbirnen wurden auch schon lange nicht mehr ausgetauscht.


    Ich habe mich bereits mehrfach an den Hausmeisterservice gewandt, hier gibt es aber nur Lippenbekenntnisse.

    Vor 2 Jahren war eine Handwerkerfirma wegen der Fenster da und hat nach Inspektion festgestellt, dass einiges gemacht werden müsste. Der Hausmeister hat das ganze abgeblasen weils nach seiner Ansicht übertrieben war. Wenn man sich an die Hausverwaltung wendet sagt diese nur, dass sich um diese Belange der Hausmeister kümmert. Bei Gesprächen mit Nachbarn kam nach und nach raus, dass der Hausmeister alle Jubeljahre mal überhaupt irgendwas im Haus macht. In 13 Jahren hat es bei mir dafür gereicht, die Küchenzeile einmal auszutauschen.

    Als ich eingezogen bin habe ich z.B. eine Duschkabine in der Wohnung gehabt. Diese ist seit Jahren kaputt. Dies habe ich dem Hausmeister vor 5 Jahren mitgeteilt und immer wieder drauf angesprochen wenn ich ihn gesehen habe. Eine Email Adresse gibt es nicht, man kann ihm also auch nichts schriftlich geben.


    Irgendwann meinte er allerdings, dass er für die Kabine nicht zuständig sei, diese sei nicht Teil des Inventars. Normalerweise gäbe es nur eine Stange für einen Vorhang. Die Kabine ist Fachmännisch installiert/verklebt. Ohne die Dusche zu beschädigen könnte ich Sie gar nicht entfernen.


    Wegen dem Internetproblem waren bereits mehrfach Techniker von Vodafone im Haus und haben alle festgestellt, dass die Hausverkabelung oder der Verteiler oder beides getauscht werden müsste. Die bestehenden hat nicht Vodafone installiert, daher können die nichts machen. Der letzte Techniker war wenigstens so nett mir mitzuteilen wer im Haus alles betroffen ist und ich habe die Mieter gebeten sich auch schriftlich an die Hausverwaltung zu wenden.


    Die Eigentümerin selbst habe ich noch nie gesehen, es läuft alles über die Hausverwaltung. Die Objektbetreuerin ist allerdings seit einem halben Jahr nicht mehr im Büro gewesen. Bei telefonischen Anfragen wird man auf Email verwiesen, die Dame würde diese lesen. Sie antwortet allerdings nicht.


    Da ich zur Zeit, wie viele andere auch, das Internet dringend brauche platzt mir langsam der Kragen.


    Wie sieht die Rechtslage aus? Was würde mich eine Klage kosten? Ich nehme mal an ein Anwalt wird nicht unbedingt günstig.

    Ist eine Instandhaltungspauschale überhaupt gerechtfertigt wenn nichts gemacht wird? 1 Mal die Woche kommt ne Reinigungskraft und wischt den Flur und der Hausmeister stellt die Mülltonnen an die Straße und holt Sie wieder rein. Dafür finde ich 60 Euro pro Partei im Monat doch ein wenig happig.

    Muss die Hausverwaltung mir die Telefonnummer des Eigentümers geben wenn ich danach frage? Die Objektbetreuerin ist wohl kommende Woche wieder im Büro und ich will mich anständig vorbereiten bevor ich da anrufe.

  • Zunächst wäre es wohl erst mal angesagt das man die faktisch an der Mietsache bestehenden Mängel schriftlich mitteilt und benennt.

    Dafür würde wohl z.Bsp. die defekte Duschkabine und die Probleme mit dem Internet, evtl. auch die Fenster in Frage kommen, kurz alles was auch die tatsächliche Nutzbarkeit deiner Mietsache in frage stellt.

    Anbei könnte man mal die nicht direkt deine Mietsache betreffende Dinge ansprechen, wie defekte Schalter im Flur oder kaputte Glühbirnen usw.

    Sollte auf dieses Schreiben nach einer in dem Schreiben gesetzten angemessenen Frist keine Antwort kommen, wäre der Gang zum Mieterverein, bzw. wenn es konkret um Mietminderung geht eher zum Fachanwalt zu empfehlen.

    Speziell letzterer dürfte deinen Anliegen mehr Nachdruck verleihen können. Leider aber eben nicht umsonst.

  • Hallo,


    ich habe grad den Vorgesetzten der Objektbetreuerin am Telefon gehabt. Um die kleineren Sachen soll sich zeitnah gekümmert werden, mal abwarten.

    Bzgl. des Internets gabs allerdings eine ernüchternde Antwort: Die Verkabelung ist vermutlich einfach alt und ob modernisiert werden soll obliegt dem Eigentümer. Ein Internetanschluss in Form von DSL ist gegeben, ob Kabel Internet funktioniert oder nicht ist damit unerheblich. Ich soll den Vertrag wechseln. Hat zur Folge: 6 Studenten müssen grade erhebliche Umwege in kauf nahmen um Ihr Studium bestreiten zu können. Und ich im Homeoffice muss gucken wie ich meinen Job ab kommende Woche bestreite. Ist das ganze wirklich rechtens? Ich hab mich bzgl. der Rechtslage kurz eingelesen und soweit scheint die HV recht zu haben, aber hätte man darüber nicht im Vorfeld informiert werden müssen, dass Kabel internet im Haus nicht wirklich möglich ist? So ein Internet Vertrag ist ja auch nicht von heute auf morgen gewechselt....

  • Bei bekannten Vergleichs-Portalen z.B. xy am Ende gibt es die Möglichkeit zu sagen, dass man einen neuen DSL sucht und noch eine Restlaufzeit hat. Dann übernimmt der neue Anbieter einen Teil der Kosten. So zumindest das Versprechen auf der Seite.

  • In meinem Fall komm ich da über ne Sonderkündigung raus. Geht aber nicht von heute auf morgen. Es wird nicht ausbleiben, dass ich zumindest 2-3 Wochen auf der Arbeit nicht voll dabei sein kann, geht ja alles übers Internet momentan. Besonders gern wird mein Arbeitgeber das nicht sehen.