Vermieter streitet Lärmbelästigung ab

  • Hallo liebe Community,

    wir haben folgendes Problem: Wir leben seit ungefähr einem halben Jahr in einer neuen Wohnung. Unsere Untermieter sind 24/7 mit ihren Kindern zu Hause und machen von morgens ab ca. 7 Uhr bis manchmal weit nach 23 Uhr Lärm. Es werden ständig Möbel geschoben, die Kinder rennen den halben Tag durch die Wohnung, schmeißen Klötzchen auf den Boden, schlagen mit Gegenständen vor die Wand. Schwere Gegenstände werden zu Boden geworfen, Stühle und Tische über den Boden gezogen und hingeknallt. Auch die Wohnungstür sowie alle anderen Türen in der Wohnung werden ständig laut zu geschlagen. Wir haben schon mehrmals mit den Nachbarn gesprochen, die auch eingeräumt haben, dass der Lärm von ihnen kommt. Wir kommen absolut nicht zur Ruhe, können weder Feierabend noch Wochenenden genießen. Werden am Wochenende frühzeitig geweckt. Ich kann nicht für mein duales Studium lernen und wichtige Videoschulungen werden ständig durch deren Geräusche gestört. Wir sind nervlich wirklich am Ende, da wir beide vollzeit arbeiten gehen und haben das den Nachbarn auch schon öfter kommuniziert. Es hat sich trotzdem nichts geändert, so dass wir ein gemeinsames Gespräch mit der Vermietung hatten und uns auf das Schreiben eines Lärmprotokolls geeinigt haben. Auch in dem Gespräch haben wir nochmal deutlich gemacht, dass das so absolut nicht mehr so weiter geht, da wir keinerlei Wohnqualität und keine ruhige Minute mehr haben und nurnoch wütend u d genervt sind.

    Nach weiteren 14 Tagen andauerndem Lärm haben wir endlich das Lärmprotokoll abgeben können, auf dem die Belästigung mit einer Lautstärkeskala mehr als eindeutig festgehalten werden konnte. Daraufhin haben wir eine Nachricht von der Vermietung erhalten, dass es sich nicht um Lärmbelästigung handelt und sie deswegen nichts unternehmen. Wir haben nochmals verucht der Vermietung deutlich zu machen, dass die Belästigung gar keine Frage ist und wie man es sich "anmaßen könnte" für uns zu entscheiden, ob wir uns belästigt fühlen oder nicht und nochmal die absolute Dringlichkeit des Handlungsbedarfs unterstrichen, da wir uns absolut nicht mehr wohl fühlen und der ständige Lärm uns den letzten Nerv raubt und der Bogen schon seit Monaten mehr als überspannt ist. Trotzdem beharrt die Vermietung darauf, dass es sich nicht um Lärmbelästigung handelt und möchte nichts unternehmen.


    Die Vermietung meint, dass der Lärm, bis auf Ausnahmen, weder am ganz frühen Morgen, noch mittags oder nachts stattfindet und es deswegen keine Lärmbelästigung ist. Außerdem handele es sich um "normale Alltagsgeräusche", was dem aber einfach nicht entspricht.

    Wir haben jetzt schon mehrmals versucht der Vermietung zu erklären, dass es KEINE normalen Alltagsgeräusche sind und das die Masse an Geräuschen und die Kontinuität eine extreme psychische Belastung für uns darstellt. Trotzdem fühlt sich die Vermietung nicht in der Verantwortung etwas zu unternehmen.


    Was können wir jetzt tun, wir wissen uns nicht mehr zu helfen und wir möchten auch nicht direkt wieder umziehen, zumal wir ja keine Probleme verursachen.


    Wir sind für jeden hilfreichen Tipp dankbar :)

  • Gegen "Lebensäuserungen " von Kindern kann man im Prinzip Juristisch wenig machen. Wegen "Lärmbelästigung" kann man übrigens auch die Polizei rufen, nur müsste da in der Tat zu den normalen Tages- und Abendzeiten der Lärm schon erheblich über das normal Maß hinaus gehen.

    Ich würde erst mal vermuten das ihr auf Besserung hoffen solltet, wenn die Kinder wieder in die Kita oder Schule gehen.